Wurzelbehandlung muss selbst bezahlt werden?

vom 04.05.2014, 10:25 Uhr

Eine Bekannte meiner Mutter war neulich beim Zahnarzt. Davon hatte sie berichtet und dass gesagt wurde, dass eine Wurzel behandelt werden müsste. Allerdings hätte der Zahnarzt gesagt, dass sie diese Behandlung selbst bezahlen müsste. Da ich die Bekannte auch kenne und weiß, dass sie ab und an mal was durcheinanderbringt, wollte ich nach euren Erfahrungen der letzten Zeit fragen. Denn mir persönlich wäre es neu, dass eine solche Behandlung nun vom Patienten selbst bezahlt werden muss.

Bisher kenne ich es nur, dass man eine Betäubungsspritze bezahlen muss, wenn der Zahnarzt der Meinung ist, dass sie nicht nötig ist. Bestehe ich aber als Patient darauf, dann muss ich sie eben bezahlen. Aber eine Wurzelbehandlung lässt man doch nur machen, wenn sie auch notwendig ist und sollte daher Leistung der Krankenkasse sein.

» Punktedieb » Beiträge: 17970 » Talkpoints: 16,03 » Auszeichnung für 17000 Beiträge



Das Einzige was ich bei meiner Wurzelbehandlung zahlen musste, war die nachher die Füllung. Da zahlt man dann ja anteilig eine kleine Summe dazu. So kenne ich das bisher auch nur. Ansonsten hat alles die Krankenkasse bezahlt. Ich habe auch noch nichts gegenteiliges gehört. So lange ist meine Wurzelbehandlung auch noch nicht her und ich kann mir nicht vorstellen, dass sich da in der letzten Zeit etwas geändert hat.

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» Nelchen » Beiträge: 32238 » Talkpoints: -0,25 » Auszeichnung für 32000 Beiträge


Ich hatte letztes Jahr auch eine Wurzelbehandlung, musste dafür aber nichts bezahlen. Für die obere Füllung muss man je nach Wunschmaterial einen gewissen Betrag zuzahlen, so wie Nelchen es bereits beschrieben hat. Für die reine Wurzelbehandlung und die Füllung der Wurzelkanäle muss man aber im Normalfall wohl nichts bezahlen. Die Betäubung wird ebenfalls nicht dem Patienten bezahlt werden müssen, sondern ist bei einer solchen Behandlung natürlich selbstverständlich.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Bekannte deiner Mutter etwas für die gesamte Wurzelbehandlung bezahlen muss, sondern wenn überhaupt nur die Füllung, sofern sie ein anderes Material wünscht als das Standardmaterial.

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» Cologneboy2009 » Beiträge: 14210 » Talkpoints: -1,06 » Auszeichnung für 14000 Beiträge



Es kann schon sein, dass man eine Wurzelbehandlung selber bezahlen muss. Und zwar ist das immer dann so, wenn die Richtlinien der Krankenkasse vorgeben, dass der Zahn nicht "erhaltenswürdig" ist, oder wie das genau heisst. Ich hatte das an meinem letzten Backenzahn, der sollte gezogen werden, weil er Probleme machte. Hätte ich hier auf eine Wurzelbehandlung bestanden um zu versuchen ihn zu retten, dann hätte ich diese auch selbst zahlen müssen.

» Alandra » Beiträge: 63 » Talkpoints: 25,71 »



Ich habe nicht einmal bei einem auf dem Röntgen gesund aussehenden Zahn, die Wurzelbehandlung und die dafür notwendige Spritze bezahlen müssen. Ich habe am Zahn 13 seit längerem ein Gefühl, als ob der unter Spannung stände. Diesen habe ich erst vorne an der Spitze zurechtschleifen lassen, weil der ein kleines Grübchen hatte und dann hatte der auf der Rückseite einen schwarzen Fleck, der als verhärtete Karies bezeichnet wurde. Ich musste aber unterschreiben, dass ich die Wurzelbehandlung aus eigenem Willen und Drängen machen habe lassen, weil am Röntgen keine Ursache zu ersehen war.

Mittlerweile habe ich den Zahn abtöten lassen und mein Zahnarzt hat ihn fünf Mal gespült und provisorisch gefüllt. Auch gingen dadurch Druckgefühle an der Seite beim Ohr weg. Jetzt ist es aber noch immer so, wenn ich den rechten Mundwinkel hochhebe, dass ich eine Spannung verspüre und wenn ich mich arg spiele, sticht es noch immer leicht in einem Punkt rechts oben von den Geheimratsecken. Ich will noch sagen, dass ich keine Zähne 14, 15, 16 und 17 mehr habe, weil die alle eine Wurzelspitzenentzündung hatten, außer 14, und die Schmerzen vorher unerträglich waren.

Kein Zahnarzt oder Krankenhaus hat aber Zahn 13 als Störenfried belegen können. Wenn ich den auch noch ziehen lasse, sehe ich schon fast beim Lächeln unmöglich aus, aber ich hätte gerne mal keine Spannungen mehr hinauf bis in die Stirn. Die Krankenkasse hat diese Leistung auch ohne Anstand übernommen. Wie so ein Fall in Deutschland endet, weiß ich nicht.

» celles » Beiträge: 8677 » Talkpoints: 4,08 » Auszeichnung für 8000 Beiträge


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