Vorsicht bei Unterzuckerung hinter dem Lenkrad
Wer Diabetes hat und auch einen Führerschein, sollte vor jeder Fahrt mit dem Auto seinen Blutzuckerspiegel kontrollieren. Das Risiko, einen Unfall zu bauen, erhöht sich durch schlechte Zuckerwerte. Unterzuckerungen sind da besonders gefährlich. Das Reaktionsvermögen kann deutlich nachlassen und ebenso die Aufmerksamkeit.
Kann man die Schrift auf den Schildern nicht mehr scharf erkennen beim Vorbeifahren, könnte es sich um eine Unterzuckerung handeln. Dann sollte man sofort rechts ran fahren und den Blutzucker überprüfen. Es gibt auch Präparate, die keine Unterzuckerung auslösen. Normalerweise gibt es Warnzeichen, die ein Sinken des Blutzuckerspiegels ankündigen. Doch wenn jemand Diabetes schon länger hat, werden die Warnzeichen schwächer oder bleiben aus. Ein plötzliches Bewusstloswerden kann kein Autofahrer hinter dem Lenkrad riskieren. Wenn der Zuckerspiegel zu hoch ist, kann die Fahrtauglichkeit ebenfalls nicht mehr vorhanden sein.
Kracht es mal und die Polizei stellt fest, dass der Unfall durch Unterzuckerung verursacht wurde, gibt es Ärger mit der Versicherung. Die Haftpflicht zahlt zwar, holt sich aber einen großen Teil des Geldes zurück. Ein Strafverfahren kann eingeleitet werden und eine Geldstrafe verhängt.
Wenn ihr Autofahrer seid und Diabetes habt, ist es euch beim Fahren schon passiert, dass sich eine Unterzuckerung ankündigte? Was habt ihr dann gemacht? Hattet ihr schon mal einen Unfall durch einen zu hohen Blutzuckerspiegel oder eine Unterzuckerung? Merkt ihr es, wenn ihr nicht weiterfahren solltet und erst etwas gegen einen entgleisten Zuckerspiegel machen müsst?
Als Diabetikerin hat man natürlich eine besondere Sorgfaltspflicht, wenn man sich in den Straßenverkehr begibt und so ist es eigentlich selbstverständlich, wenn man dafür Sorge trägt, dass die Werte sich nicht rapide nach unten oder auch nach oben verabschieden. Normalerweise heißt es auch, dass man einen bestimmten Wert nicht unterschreiten sollte, jedoch muss ich bei mir sagen, dass ich an sich einen kontinuierlichen Verlauf der Werte habe und mich darauf auch verlassen kann. Dennoch messe ich in aller Regel noch vor dem Antritt einer Fahrt, sofern die letzte Mahlzeit oder der letzte gemessene Wert schon mehr als ein bis zwei Stunden zurückliegt.
Bei langen Autofahrten mache ich sowieso eine Pause zwischendurch und messe unabhängig meiner eigenen Stimmung. Ich habe es auch schon einmal erlebt, dass es mir während einer Fahrt nicht gut ging, aber das lag nicht am Diabetes. Es kann sowieso auch jeden erwischen, wie oft hört man Nachrichten von Unfällen, wo jemand am Steuer einen Schwächeanfall hatte, obwohl der so nicht krank war. Selbst Sekundenschlaf bei Nichtdiabetikern kommt mehrfach vor. Letztendlich tragen wir alle irgendwelche Risiken in uns, die nicht immer messbar sind.
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