Pollenallergie nur einen Sommer vorhanden?
Im letzten Jahr hatte meine Tochter vom Frühjahr bis in den Spätsommer Probleme mit Pollen. Ein Allergietest beim Arzt zeigte auch gegen welche Pollen sie allergisch reagiert. Genau diese Pollen sind ja nun schon wieder in der Luft, aber in diesem Jahr zeigen sich keinerlei Probleme.
Kann es sein, dass nach einem Sommer die Allergie schon wieder verschwunden ist? Ich weiß von anderen Heuschnupfenpatienten, dass sie über den Winter eine Behandlung hatten, um die Allergie abzuschwächen oder gar zu überwinden. Das hatte meine Tochter nicht, sondern nur ein Nasenspray zur täglichen Anwendung im letzten Jahr und Augentropfen für den Bedarf.
Ich kann da jetzt nicht mit zuverlässigen Zahlen und Statistiken dienen, aber ich denke schon, dass es viel mit dem allgemeinen gesundheitlichen Zustand zu tun hat, wie sehr man auf ein Allergen reagiert. Eine schlechte Konstitution oder viel Stress kann dafür sorgen, dass der Körper das Allergen nicht so gut bekämpfen kann wie sonst.
Auch die Menge an tierischen Eiweißen in der Ernährung spielt eine Rolle. Mein Heuschnupfen ist praktisch nicht mehr vorhanden, seit ich vegetarisch lebe. Es kann aber auch sein, dass der gleichzeitige Eintritt in die Pubertät und der damit verbundene Wandel meines Hormonhaushaltes eine Rolle gespielt hat. Meine Mutter hat aber auch die Erfahrung gemacht, dass ihre Pollenallergie sehr viel besser geworden ist, seit sie vegan lebt.
Dieses Jahr ist die Pollenbelastung aber besonders hoch. Während meine Mutter nach Jahren mal wieder Probleme hat, habe ich bisher überhaupt gar keine. Ich denke, da spielen einfach sehr viele Faktoren eine Rolle. Vielleicht hat sich im Leben deiner Tochter etwas geändert, was ihr bisher gar nicht in einen Zusammenhang mit der Allergie gebracht habt. Sie hat weniger Stress oder war im Winter nicht krank und ist dadurch nicht so geschwächt ins Frühjahr wie letztes Jahr.
Meine Tochter ist, bis auf einen normalen Schnupfen zum Beginn des Winters, nie krank. Das wäre also ein Faktor, den man schon ausschließen kann. Auch die Pubertät war im letzten Jahr schon vorhanden und das Essverhalten hat sich auch nicht verändert. Beim Stress würde ich sogar sagen, dass sie mehr hat, als im letzten Jahr. Denn die Anforderungen in der Schule sind größer geworden.
Sie kam aus einer kleinen Förderklasse, wo die dritte Klasse auch auf zwei Schuljahre gesplittet war, in eine recht große Klasse und hat wieder normalen Unterricht, was den Fortschritt im Lehrplan angeht. Es wäre also ein Umstand, der eher für eine stärkere Reaktion auf Pollen mit sich bringen müsste. Zumal eben alle anderen Allergiker in unserem Umfeld schon seit rund vier Wochen entsprechende Probleme haben.
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