Gallen-Leber-Tee bei akuten Problemen oder prophylaktisch?
Ich habe heute meinem Schatz aus der Apotheke einen Gallen-Leber-Tee geholt. Im Krankenhaus meinten die nur, dass die Galle beleidigt wäre. Wir sollten es mal mit Gallesyn und diesem Tee probieren. Hat jemand eigene Erfahrungen mit dem Gallen-Leber-Tee? Soll man den nur bei akuten Gallenproblemen trinken oder hilft dieser auch bei prophylaktischem Genuss, dass es nicht so leicht zu Gallenkoliken kommen kann?
Hat man euch etwas genauer erklärt, was es medizinisch bedeutet, dass die Galle beleidigt sei? Besonders wissenschaftlich hört sich das nämlich nicht an. Und warum ist die Galle beleidigt?
Prophylaktisch heißt ja, dass man etwas vorbeugend tut. Aber wie ich dich verstehe, hat dein Freund schon die Beschwerden. Also wäre es nicht prophylaktisch, den Tee zu trinken.
Oder meinst du, ob es sinnvoll wäre, den Tee später mal immer wieder zu trinken, wenn keine Beschwerden mehr da sind? Da sollte man aber auch wissen, was dein Freund wirklich hatte. Sonst kann man nur ins Blaue raten.
Keine Ahnung, was das sollte, dass die Galle beleidigt wäre. Der Arzt hat dies so von sich gegeben. Ich habe auch eine "diskrete" Entzündung der Wurzel der Weisheitszähne. So doofe Antworten bekommt man laufend. Wahrscheinlich war die Mohntorte vom Wochenende der Auslöser dafür. Jetzt geht es wieder etwas besser und ich meinte, ob man den Galle-Leber-Tee jeden Tag oder zweiten Tag trinken sollte, dass es nicht so leicht zu Koliken kommt!
War denn die Torte sehr fett? Möglicherweise kann das die Galle gereizt haben. Und hat dein Freund das häufiger, dass er nach fetten Speisen Probleme mit der Galle bekommt?
Ich würde mich von den Ärzten im Übrigen so nicht abspeisen lassen und zumindest eine fachliche Erklärung erbitten. Bislang bin ich damit immer gut gefahren und die meisten Ärzte freuen sich, wenn man freundlich nachfragt und mehr wissen will.
Da wir die Rezeptur des Tees nicht kennen und ebenso die Krankengeschichte deines Freundes nicht, wäre ein Gang zur Apotheke vielleicht sinnvoll. Die können da einem erklären, was man der Galle zu liebe mit dem Tee anfangen sollte, und was nicht.
Ansonsten gibt es diverse Hausmittelchen, die der Galle nützen sollen. Beispielsweise das Einnehmen von dem Saft von schwarzem Rettich. Manche Leute schwören auch auf so eine umstrittene Gallenkur um vorhandene Steine auszuleiten, falls die der Grund für die Verstimmung sind. Näheres kann dir dazu auch ein örtlicher Heilpraktiker mitteilen.
Ich habe auch Gallesyn und Buscopan besorgt. Wir werden nochmals zu einem anderen Arzt gehen. Es wurde vorgeschlagen, die Galle in sechs Monaten mal entfernen zu lassen und inzwischen wortwörtlich, abwarten und Tee trinken. Vielleicht sind die Ärzte in Deutschland besser, meine Meinung über die österreichischen Ärzte ist seit meiner Zahnsache gleich Null.
Tee zu trinken ist auf jeden Fall besser als wenn du gar nichts machst. Wie man die Äußerungen des Arztes nun verstehen möchte, weiß ich auch nicht und kann sie auch nicht wirklich deuten. Aber wenn er gemeint hat, dass du Gallesyn und den Galle-Leber-Tee trinken sollst, dann würde ich das einfach auch so machen.
Klar kann man im Übrigen den Galle-Leber-Tee auch prophylaktisch trinken, wobei man natürlich bedenken sollte, dass so ein Tee nicht wirklich gut schmeckt und relativ bitter ist. Aber wer es mag oder wer vorbeugen möchte, bitteschön. Schaden kann es auf keinen Fall.
Es geht hier echt nicht um mich, ich habe das Problem mit den Zähnen, was mir die Galle übergehen lässt. Ein echtes Gallenproblem fehlte mir gerade noch. Ich werde es ausrichten und wir haben schon einen anderen Arzt an der Angel, der sich vielleicht besser ausdrücken kann. Ich werde jedenfalls den Tee als erstes Mittel anraten und im Akutfall das Gallesyn oder Buscopan.
Oh, Entschuldigung, ich habe in deinem Ausgangsthread den Schatz überlesen bzw. nach den gelesenen Antworten die Personen nicht mehr richtig im Kopf gehabt. Buscopan ist auf jeden Fall keine schlechte Wahl, da dieses Mittel an der glatten Muskulatur angreift und dort die vorhandenen Krämpfe beseitigt. Aber wie gesagt, man kann den Tee durchaus zusätzlich noch empfehlen.
Morgen werden mal damit experimentieren und ich kann dann berichten, ob sich alles wieder gelegt hat. Momentan gibt es noch einige "Nachwehen". Ob dies nach fast drei Tagen normal ist, kann ich nicht sagen, aber meiner Meinung nach, eher nicht, darum will ich auch, dass wir noch einen Arzt konsultieren!
Wenn dein Schatz Buscopan nehmen soll, was ich eigentlich wegen Mentruationsbeschwerden zur Entkrampfung kenne, gehe ich davon aus, dass er Gallenkoliken hatte? Hatte er heftige Schmerzen an der Galle? Wurde bei ihm ein Ultraschall gemacht?
Falls es Gallenkoliken gewesen sind, was ja auf der Basis dieser Informationen rein spekulativ ist, dann hat er vermutlich Gallensteine, die das verursacht haben. Die verstopfen dann gelegentlich mal den Gallenausgang, so dass die Gallenflüssigkeit nicht so leicht abfließen kann, weil die Gallenblase eben vorübergehend zugestöpselt ist. Dadurch entstehen dann die Schmerzen.
Früher hat man solche Steine dann eher zertrümmert. Heute entfernt man wohl aus ärztlicher Sicht gerne schnell die Gallenblase. Das würde zumindest im Rückschluss erklären, warum bei deinem Freund die Gallenblase entfernt werden soll. Man muss halt für sich als Patient selbst entscheiden, ob man diesen Weg jetzt schon gehen will, oder ob man es erst mit einer Ernährungsumstellung oder mit Hausmitteln probieren möchte, die bei manchen Linderung bringen.
Ob die Ärzte in Österreich schlechter sind, das wage ich zu bezweifeln. Allerdings war ich noch nie in Österreich beim Arzt. Aber ich gehe davon aus, dass es auch bei euch eine ganz normale statistische Verteilung an vielen mittelmäßigen und einigen wenigen sehr schlechten und sehr guten Ärzten geben wird. Aber wo sollte man nach der Ursache suchen, wenn die Ärzteschaft in Österreich nur unterdurchschnittlich wäre? Das könnte ja dann kaum Zufall sein. Vielleicht gibt es in Deutschland andere Gesetze, wie Patienten aufzuklären sind? Aber da bin ich überfragt.
Ich vermute eher, dass man da nicht absichtlich schlecht mit euch umgeht, sondern dass das falsch verstandener guter Service am Patient ist, wenn man die Diagnose so "volksnah" wie möglich verkündet, damit man sie auch versteht. Dass man da auch des Guten zu viel tun kann, dürfte klar sein. Ich kenne das zumindest aber so, dass man von Ärzten, auch wenn mal keine Zeit zum ausführlichen Gespräch ist, solche Aufklärungsbögen für Patienten erhält. Besonders dann, wenn eine Operation angesprochen wurde. Aber vielleicht ist das in Österreich ja anders.
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