Seid ihr Menschen die sich ständig krankschreiben lassen?
Mir fällt auf, das sich immer die gleichen Menschen krank schreiben lassen. Sei es in unserem eigenen Betrieb, in dem immer die gleichen Kollegen krank geschrieben sind, genau wie bei meinem Nebenjob. Auch sind es immer die gleichen Patienten, die ständig für den kleinsten Schnupfen eine Arbeitsunfähigkeit holen kommen. Heute hat uns erst wieder die Logopädin wegen Krankheit abgesagt, was auch schon öfter vorkam.
Ich selber schleppe mich selbst noch mit dem Kopf unter dem Arm zur Arbeit, und würde für Bagatellen niemals zu Hause bleiben. Ich würde gerne mal von denen Wissen, die wirklich für jede Kleinigkeit zu Hause bleiben, warum ihr das macht? Ist es euch selber überhaupt richtig bewusst, das es nicht nötig ist, zu Hause zu bleiben.
Also bei der Logopädin kann ich es verstehen, dass sie sich abmeldet, wenn sie krank ist. Ihr seid ja schließlich nicht die einzigen Kunden dieser Frau. Ich finde es auch schon irgendwie dreist, den kranken Kollegen zu unterstellen, dass sie wegen dem kleinsten Schnupfen krankmachen. Weißt du wie sich deine Kollegen fühlen? Es gibt durchaus Menschen, die am Vortag einen Schnupfen hatten und sich am nächsten Tag hundsmiserabel fühlen.
Schön für dich, dass du dich mit dem Kopf unter dem Arm zur Arbeit schleppst. Ich bin auch nicht oft krank, aber wenn ich krank bin, dann richtig. Außerdem möchte ich weitere Kollegen nicht anstecken, auch wenn ich in keinem Gesundheitsberuf mehr arbeite. Wenn es dich wirklich interessiert, dann frage die Leute, welche ständig krank sind doch einfach mal. Schließlich scheinst du ausreichend Menschen dieser Art in deinem Umfeld zu haben.
Ich weiß das, da wir diese Menschen in der Praxis krank schreiben, und glaube mir, viele lassen sich für nichts krank schreiben. Natürlich leiden Menschen verschieden, aber es gibt die typischen Schwänzer, und ich finde das wirklich unkollegial, sorry.
Ich bin eigentlich auch nicht der Typ, welcher sich schnell krank schreiben lässt. Mit einer normalen Erkältung gehe ich so gut es geht auch noch zum arbeiten, außer es kommt Fieber dazu. Sollte die Grippe aber doch zu heftig werden, sollten wir laut der Geschäftsleitung schon zum Arzt gehen, da wir sowohl eine Kollegin die keine Infektion bekommen darf, als auch unsere Kunden anstecken könnten. Aber auch dann bleibe ich nur in der akuten Krankheitsphase zu Hause und gehe so schnell wie möglich wieder arbeiten.
Bei einem Bekannten habe ich auch schon oft im Betrieb mitbekommen, dass sehr oft immer die selben Montag bzw. Dienstag krank sind, da sie wohl am Wochenende zu viel gefeiert haben. Das finde ich dann wirklich sehr unkollegial.
Ich bin absolut kein Mensch, der sich bei der kleinsten Gelegenheit krankschreiben lässt. Stattdessen gehe ich meistens noch mit Fieber zur Uni oder zur Arbeit und normalerweise lasse ich mich nur dann krank schreiben, wenn meine Stimme komplett weg ist und ich nicht sprechen kann. Ansonsten gehe ich aber immer aus dem Haus, wobei ich das auch immer so gehandhabt habe. Irgendwie habe ich immer ein schlechtes Gewissen, wenn ich zu Hause bleibe und ich denke mir dann auch immer, dass ich etwas Wichtiges verpasse. In der Uni ist das ja auch nicht gerade unwahrscheinlich und manchmal muss man zwangsläufig in jeder Vorlesung mit schreiben, um den Stoff verstehen zu können und um sich optimal für die Prüfung vorzubereiten. Da ich jedoch nicht in jeder Vorlesung Leute kenne, von denen ich mir ihre Unterlagen leihen könnte, bleibt mir manchmal auch nichts anderes übrig, als in die Uni zu gehen, wenn ich krank bin.
Ich muss gestehen, dass ich oftmals auch viel zu faul bin, um zum Arzt zu gehen, weshalb ich es dann doch lieber vorziehe, zur Uni zu gehen. Beim Arzt bei mir ist es leider so, dass ich mindestens eine Stunde warten muss, bis ich dran komme. Wenn man noch die Zeit fürs Duschen und für den Weg dazu zählt, lohnt es sich für mich fast eher, in der Zeit zur Uni zu gehen. Zudem ist es so, dass mein Arzt auch ein wenig speziell ist. Er stellt äußerst ungern ein Attest aus und solange die Krankheit nicht sehr ansteckend ist, ist er der Meinung, dass man auch mit Fieber noch zur Arbeit oder zur Uni sollte, weshalb er dann auch immer ein wenig mürrisch ist, wenn man ihm sagt, dass man zu Hause bleiben möchte. Zudem verschreibt er einem auch so gut wie nie Medikamente, sondern meint, dass man Aspirin nehmen soll und für diese Erkenntnis möchte ich einfach nicht zum Arzt gehen.
Ich selbst bin auch eher hart im Nehmen und ich lasse mich von einer Erkältung im Normalfall auch nicht aus der Bahn werfen, weshalb ich dann trotzdem raus gehe. Und wenn ich krank bin, dann halte ich es trotzdem nicht im Bett aus, weil mir das viel zu langweilig ist und ich laufe dann doch eher herum und mache etwas. Aus diesem Grund erhole ich mich dann lieber nach der Uni oder nach der Arbeit und ich gehe eigentlich auch bei Krankheit immer meinen Tätigkeiten nach. Nur dann, wenn es mir wirklich extrem schlecht gehen sollte oder ich wieder eine Entzündung am Kehlkopf habe und daher nicht sprechen kann, bleibe ich im Bett liegen.
@laraluca: Was du eine Bagatelle nennst, können für andere Menschen ernste Krankheiten sein. Was bei mir wie ein einfacher Schnupfen zum Vorschein kommt, bringt bei anderen Menschen regelrechte Atemnot mit, weil sie eben durch die Nase keine Luft bekommen. Ich finde es immer wieder recht grenzwertig, wie du Menschen aburteilst, nur weil sie anders handeln als du selbst.
Und je nach Beruf halte ich es sogar für sehr verantwortungsbewusst wenn man sich krankschreiben lässt. Ich zum Beispiel möchte an der Wurtstheke nicht von einem Menschen bedient werden, dem man ansieht, dass er krank ist. Die Ansteckungsgefahr ist da einfach viel zu hoch und dir dürfte wohl kaum bei den Patienten immer der berufliche Hintergrund bekannt sein, dass du dir da ein Urteil erlauben darfst.
Ich finde, dass man von außen betrachtet nicht immer sagen kann, was schlimm ist und was nicht. Schmerzen werden ja unterschiedlich wahrgenommen und was für den einen schlimm ist, ist für den anderen eben schon nicht mehr ertragbar. Zudem kann man nicht mit jedem Job noch weiterarbeiten, wenn man bestimmte Sachen hat. Beispielsweise in der Arbeit mit Lebensmitteln, kann man ja sonst leicht jemanden krank machen, wenn man krank zur Arbeit geht.
Ich lasse mich auch eher selten krankschreiben, aber wenn es sein muss, dann muss es eben sein. Man kann nicht immer zur Arbeit gehen, auch wenn es scheinbar nicht so schlimm aussieht, kann man das selber viel schlimmer wahrnehmen.
Ich persönlich lasse mich auch sehr selten krankschreiben, eigentlich erst wenn gar nichts mehr geht. Außer wenn ich Fieber habe, denn dann geht es mir körperlich und geistig richtig schlecht und ich kann mich gar nicht mehr konzentrieren.
Rein objektiv gesehen aber finde ich, dass jeder Mensch sich so oft krankschreiben lassen sollte wie er meint. Nur der oder die Betroffene selbst kann nämlich entscheiden, wie der eigene Gesundheitszustand aussieht und für einen Job sollte man sich nicht zu Tode quälen.
Leider hatte ich auch eine Bekannte, welche durch eine übergangene Grippe schwere Herzprobleme bekommen hat und daran schließlich auch gestorben ist. Das sollte niemanden passieren müssen, denn davon hat weder der Arbeitgeber noch der Arbeitnehmer etwas.
Weiters sehe ich als gesunder Arbeitnehmer auch nicht ein, dass ich mit kranken Mitarbeitern zusammenarbeiten muss, welche mich im schlimmsten Fall auch noch anstecken.
Ich vermute, dass es einfach jeder anders aufnimmt, wenn der krank ist, einige Menschen leiden da eher drunter als andere und meinen, dass sie sich schonen müssten und so weiter. Gewiss übertreiben da viele auch, aber ich muss sagen, dass ich auch Vorteile darin sehe, dass es Menschen gibt, die sich bei jeder Kleinigkeit krank schreiben lassen. Eine gute Kommilitonin von mir ist beispielsweise ähnlich wie du und kommt fast immer in die Universität und ins Labor, egal wie krank sie ist. Fraglich ist nur, ob ihr das denn nun was bringt oder nicht. Wenn jemand wirklich krank ist, dann kann er sich auch nicht konzentrieren und ich denke nicht, dass die dann noch viel von dem mitbekommt, was wir in der Universität gemacht haben.
Was auch noch von großem Nachteil ist, ist eben die Tatsache, dass diese Leute dann andere anstecken und das ist mir leider passiert. Meine Kommilitonin schleppt sich trotz akuter Bronchitis in die Universität, zwei Tage später liege ich im Bett. Das gleiche haben wir dann noch einmal mit einer Erkältung und einer Grippe durchgemacht, juhu. Also was mich angeht, können Menschen die krank sind auch ruhig zu Hause bleiben, dass tut mir wirklich nicht weh und ich bin froh, wenn ich mich dann nicht anstecken muss.
Ich selbst muss mich nicht krank schreiben lassen, weil ich in die Universität gehe, dennoch ist es bei mir auch so, dass ich zu Hause bleibe, wenn ich weiß, dass ich krank bin. Konzentrieren kann ich mich dann nicht mehr und ich würde eben andere anstecken. Und was habe ich davon, wenn ich dann wieder gesund in die Universität komme und mich wieder von den anderen neu anstecke, weil diese sich von mir angesteckt haben. Damit ist doch wirklich niemandem geholfen. So schlimm ist es also im Grunde nicht, sich krank schreiben zu lassen, wenn man was hat, auch wenn das häufiger mal passiert.
Ich war bislang in meinem Berufsleben erst einmal krank geschrieben, als es wirklich nicht anders ging. Sonst gehe ich auch mit einer Erkältung oder solchen Dingen noch zur Arbeit. Am Anfang bin ich auch mal mit Fieber zur Arbeit gegangen und habe mir nur den Nachmittag frei genommen, was ich aber mittlerweile auch nicht mehr machen würde. Trotzdem gehöre ich ganz sicher nicht zu den Menschen, die sich schnell krankschreiben lassen und die bei jedem kleinen Schnupfen zu Hause bleiben.
Ich habe aber einfach das große Glück, dass ich nicht oft und schnell krank werde und dass ich ein gutes Immunsystem habe. Das Glück hat einfach nicht jeder und darum würde ich mich auch nicht über Kollegen ärgern, die öfter krank geschrieben werden als man selber. Auch das Gefühl für eine Krankheit ist doch bei jedem ganz anders. Dem einen macht eine Erkältung schon zu schaffen, während der andere nur darüber lacht.
Natürlich ist es irgendwie auch ärgerlich, wenn man selber sich noch krank zur Arbeit schleppt, während andere Kollegen öfter mal krank sind. Aber man sollte sich dann auch mal fragen, ob es gut ist, so zu handeln. Wenn man krank ist, kann man sich nicht so gut konzentrieren und es passieren schneller mal Fehler. Außerdem besteht auch immer die Gefahr, dass man Kollegen ansteckt, mit denen man zusammen arbeitet. Also ist es irgendwo auch rücksichtsvoll, wenn man zum Beispiel bei einer schweren Erkältung nicht arbeiten geht und so die Kollegen nicht noch ansteckt.
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