Angst davor bei Depression zum Arzt zu gehen?
Auch wenn der Arbeitgeber nicht die Krankheit erfahren muss, sieht er doch, welcher Arzt die Krankmeldung unterschreibt und dann ist das Kind in den Brunnen gefallen.
Einmal sind die meisten Psychiater auch Neurologen. Somit kann der Besuch des Arztes auch andere haben, als reine psychische Gründe.
Dann ist es mittlerweile Gang und Gäbe, dass der behandelnde Psychiater auch Krankmeldungen ohne den Zusatz Psychiater ausstellen kann. Eben um die Stigmatisierung zu umgehen. Somit ist dem Arbeitgeber nicht bekannt, welche Fachrichtung der Arzt hat, der den krankgeschriebenen Arbeitnehmer besucht hat.
LittleSister hat geschrieben:Dann ist es mittlerweile Gang und Gäbe, dass der behandelnde Psychiater auch Krankmeldungen ohne den Zusatz Psychiater ausstellen kann. Eben um die Stigmatisierung zu umgehen. Somit ist dem Arbeitgeber nicht bekannt, welche Fachrichtung der Arzt hat, der den krankgeschriebenen Arbeitnehmer besucht hat.
Leider ist dies ein Irrtum. Es gibt genug Spitzklicker, die den Arzt googlen und dann ist klar, worum es geht. Die Arbeitgeber sind doch nicht doof und sehen es schon, wenn jemand nicht mehr richtig reagiert.
Also ich kann dir mit Sicherheit sagen, dass die meisten meiner Arbeitgeber nicht wussten, dass ich einen psychischen Schaden habe. Auch nicht zu der Zeit, in der ich bereits in Behandlung war. Der letzte Arbeitgeber wusste es nur, weil ich es gesagt hatte. Und ich gehe auch jetzt ehrenamtlich arbeiten und ich vermute stark, die meisten meiner Kollegen wissen davon nichts. Die ahnen auch nichts. Für die bin ich ein wenig spleenig, aber eine Nette.
Ich weiß, dass die psychiatrische Klinik vor Ort, Krankmeldungen ausstellen kann, aus denen nicht abgeleitet werden kann, dass sie von der Psychiatrie oder einem Psychiater ausgestellt wurden.
Ich wurde bei meiner ersten Krankmeldung von meinem Psychiater auch gefragt, ob Psychiater drauf stehen darf. Zum damaligen Zeitpunkt war das ok für mich. Schlussendlich war Probleme am Arbeitsplatz ja auch Auslöser, war damals mein Gedankengang. Heute würde ich das eventuell anders sehen.
Und schlussendlich, wenn man Depressionen hat und deswegen krank geschrieben wird, ist auch jeder Hausarzt bereit eine Krankmeldung auszustellen. Da ist es auch kein Problem, dass der behandelnde Psychiater sich an den Hausarzt wendet.
Fakt ist, wenn man dem Arbeitgeber keine Spekulationsmöglichkeit geben möchte, kann man durchaus beeinflussen, was für ein Arzt auf der Krankmeldung steht.
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