Nervenzusammenbruch - Welche Symptome und wie behandeln?
Welche Symptome bekommt man eigentlich wenn man einen Nervenzusammenbruch hat? Eine Bekannte meiner Eltern liegt im Krankenhaus mit einem solchen. Wie kann man einen Nervenzusammenbruch behandeln und ist er überhaupt wirklich heilbar? Kann es dann sein, dass man ein Leben lang Medikamente nehmen muss? Besteht dann immer wieder die Gefahr an einem Nervenzusammenbruch zu erkranken?
Eine Lehrerin von mir hatte mal einen Nervenzusammenbruch. Als Symptome nannte sie uns, dass sie plötzlich ihre Arme nicht mehr richtig bewegen konnte und somit konnte sie auch kein Wort mehr vernünftig an die Tafel schreiben. Sie war auch sonst verwirrt, sodass sie nicht mehr geordnet denken konnte. Dazu zitterte sie noch aus für sie unerfindlichen Gründen.
Sie musste dann sofort einen Arzt aufsuchen. Allzu lange war sie deswegen nicht krank. In etwa so viele Tage wie bei einer Grippe. Wie sie behandelt wurde, weiß ich nicht mehr genau. Ich vermute mal mit Medikamenten, mit ganz viel Ruhe und dazu musste sie mit einem Psychologen Gespräche führen.
Unheilbar ist so ein Nervenzusammenbruch nicht, denn meine Lehrerin war danach wieder ganz normal. Ich bin zwar keine Fachfrau, aber ein Nervenzusammenbruch wird hauptsächlich durch zu viel Stress und Belastung ausgelöst. Die Bekannte deiner Eltern sollte sich weniger zumuten und lernen mal "nein" zu sagen. Zudem sollte sie sich professionelle Hilfe holen, um besser mit dem Alltagsstress umzugehen. Wenn sie das geschafft hat, braucht sie sicher nicht auf Dauer Medikamente zu nehmen und sie wird nicht so schnell mehr durch irgendein Ereignis aus der Bahn geworfen.
Ist "Nervenzusammenbruch" überhaupt die korrekte medizinische Bezeichnung oder handelt es sich dabei nicht eher um Umgangssprache?
Wir hatten früher auch einmal eine Lehrerin, von der alle sagten, sie habe einen Nervenzusammenbruch erlitten. Später stellte sich bei ihr heraus, dass sie unter Depressionen und einer generalisierten Angststörung litt.
Ich habe den Eindruck, dass der Begriff sehr vage ist und, besonders früher, als der Gang zum Psychologen noch ein Tabu war, für sehr viele unterschiedliche Beschwerdebilder herhalten musste. Heute verwendet man in solchen Fällen vielleicht eher das Modewort "Burn Out", was ja auch nichts anderes als eine Erschöpfungsdepression ist. Ich denke mal, dass es sich bei so einem akuten Zusammenbruch lediglich um ein Symptom handelt, dessen Ursachen sicher nicht von einem Tag zum anderen behebbar sind.
Bei meiner Lehrein folgten später weitere "Nervenzusammenbrüche", bis sie schließlich aus gesundheitlichen Gründen den Schuldienst quittierte, was mir persönlich sehr Leid tat. Ich mochte sie nämlich sehr. Leider wird oft unterschätzt, wie anstrengend und Nerven zehrend der Lehrerberuf ist.
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