Wärmewallungen nach Irrigoskopie die Regel?

vom 16.01.2014, 16:42 Uhr

Mein Schatz hatte heute eine Irrigoskopie. Dies ist ein Verfahren zur Darstellung des gesamten Dickdarms. Dafür war viel an Abführmittel und Kontrastmittel einzunehmen. Jetzt höre ich laufend, dass es so warm im Zimmer wäre, was gar nicht wahr ist. Es hat gerade mal 22C im Wohnzimmer.

Ist es die Regel, dass man nach einer Irrigoskopie Wärmewallungen bekommt? Wenn ja, wodurch sind diese bedingt und wann verschwinden diese wieder? Soll ich mir Sorgen machen, oder ist dies normal?

» celles » Beiträge: 8677 » Talkpoints: 4,08 » Auszeichnung für 8000 Beiträge



Ihr habt doch vor dem Eingriff sicherlich einen von diesen Aufklärungsbögen bekommen, auf denen die Risiken erläutert wurden und die jeder Patient unterschreiben muss! Stand dazu nichts dabei? Wenn dein Schatz das sonst nicht hat, würde ich ihn gut beobachten.

Du schreibst, dass er Kontrastmittel bekommen hat? Manche Leute reagieren auf Kontrastmittel unverträglich oder allergisch. Wenn der Eingriff erst heute war, wäre eine Unverträglichkeitsreaktion möglich. Ich würde sicherheitshalber beim behandelnden Arzt oder bei medizinischen Notdienst nachfragen. Ein allergischer Schock oder ähnliches ist sicher nicht lustig. Näheres dazu kannst du zum Beispiel hier nachlesen.

Zudem gibt es auch immer die Möglichkeit, dass die Darmwand ein Loch hatte und Kontrastmittel in den Bauch gelaufen ist. Das sollte man auch abklären lassen, wenn man sich unwohl fühlt.

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» trüffelsucher » Beiträge: 12446 » Talkpoints: 3,92 » Auszeichnung für 12000 Beiträge


Ja, das ist eine gute Idee. Mittlerweile scheint das Wärmeempfinden schon ein Stück nachgelassen zu haben. Vielleicht ist es auch die körperliche Anstrengung wegen der Toilettenwanderungen. Wenn es morgen früh nicht normal ist, wird ein Arztbesuch fällig. :x

» celles » Beiträge: 8677 » Talkpoints: 4,08 » Auszeichnung für 8000 Beiträge



Falls es wirklich eine allergische Reaktion ist, kann sich der Zustand ziemlich plötzlich auch verschlechtern. Ich kenne jemanden, der wegen einer Unverträglichkeisreaktion auf Konstrastmittel sogar bewusstlos wurde und nicht mehr ansprechbar war. Allerdings hatte die Person das Glück, dass das noch in der Arztpraxis geschah und daher schnell medizinische Hilfe da war.

Wenn du nicht gerade Krankenpfleger bist, würde ich da an deiner Stelle mich eher unwohl fühle und lieber auf Nummer sicher gehen. Besser einmal zu viel jemanden gefragt, der sich auskennt, als einmal zu wenig. Schließlich ist so ein Eingriff ja nicht ganz alltäglich. Oder ich würde zumindest diese eine Nacht wach bleiben um sicher sein zu können, dass mein Partner nicht dann, wenn ich schlafe plötzlich in Schwierigkeiten gerät.

Letztlich seid ihr erwachsene Menschen und müsst selbst wissen, was und wie viel ihr im Leben rikieren wollt. Aber mein Ding wäre es nicht, da so stoisch abzuwarten, auch wenn man offensichtlich Nebenwirkungen hat und die Situation nicht kennt, weil man so eine Untersuchung noch nicht hatte.

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» trüffelsucher » Beiträge: 12446 » Talkpoints: 3,92 » Auszeichnung für 12000 Beiträge



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