Antiobiotikum bei Erkältung - wie schnell nehmt ihr es?
Ich habe vor kurzem eine Erkältung gehabt, die eigentlich schon der Beginn einer Bronchitis war, wie sich nachher herausstellte. Mein Arzt hat mir damals, als ich schon zwei Wochen unter dieser Erkältung litt, kein Antibiotikum verschrieben, da er meinte, dass es sich schon von selbst legen würde und ich auf dem Weg der Besserung sei. Komisch fand ich es damals aber schon, dass die vermeintliche Erkältung so lange andauerte.
Als sie nach der dritten Woche immer noch nicht herum war, hatte ich schon meinen Freund und drei meiner Kommilitonen angesteckt und war immer noch nicht gesund. Ich ging dann zu einer anderen Ärztin, die mir sofort ein sehr starkes Antibiotikum verschrieb und darüber schimpfte, dass ich nicht schon eher eines bekommen hatte, weil bei dieser Krankheit ganz offensichtlich war, dass der Körper einfach zu lange brauchte, um damit fertig zu werden. Es bestand die Gefahr, dass ganze chronisch zu bekommen, von der Tatsache ganz abgesehen, dass ich schon diverse Leute angesteckt hatte.
Mein Freund ist dann zum Arzt gegangen, obwohl er noch kaum Symptome hatte, eigentlich hatte er morgens nur einen ganz leichten Reizhusten und bisschen Halsweh. Der Arzt hat ihm dann aber auch sofort Antibiotika verschrieben, als mein Freund erzählte, was ich bekommen hatte und dass ich schon länger mit der Krankheit kämpfte. Prinzipiell ist das ja auch in Ordnung so, da die Ansteckungsgefahr sofort minimiert wird.
Gesund ist es aber nicht, bei jeder Krankheit zu Antibiotika zurückzugreifen. Wie ist das bei euch, wie lange wartet ihr, bis ihr euch Antibiotika verschreiben lässt? Bittet ihr direkt darum oder wartet ihr, wenn euer Arzt euch dies empfiehlt? Ich versuche in der Regel immer abzuwarten, bis die Krankheit sich von alleine legt, allerdings möchte ich auch nicht riskieren das ganze chronisch zu bekommen.
Ich nehme gar keine, denn der Körper hat dann bald gar keine Abwehrkräfte mehr, wenn man ernsthaft krank ist. Dann wirkt nichts mehr und man sollte bei Erkältung lieber Aspirin C Brause, Neoangin oder Aspro nehmen. Die Antibiotika würde ich mir für schwere Erkrankungen aufsparen.
Da kann ich mich ja wirklich glücklich schätzen, dass mein Arzt nicht so schnell Antibiotika verschreibt, sondern zuerst einmal eine Blutuntersuchung veranlasst. Anhand der Blutuntersuchung kann er dann bestimmen, ob der Infekt viral oder bakteriell ist. Das kostet an sich nur maximal 3 Tage Behandlungszeit, aber ich bin mir dann sicher auch richtig behandelt zu werden.
Die letzte Erkältung hat bei mir auch ganz lange angedauert, bis ich meinen Hintern mal zum Arzt bewegt habe. Ich habe es circa vier Wochen auf konventionelle Art versucht, aber letzte Woche musste ich dann mal zum Arzt, weil die Erkältung einfach nicht verschwinden möchte. Jetzt nehme ich zusätzlich noch Antibiotika, damit sich nicht noch ein bakterieller Infekt festsetzt, aber an sich verschreiben meine Ärzte mir selten auf Anhieb Antibiotika.
Mein Arzt hat mir auch gepredigt, dass selbst bei einer harmlosen Erkältung noch wochenlang Symptome auftreten können oder dass der Husten noch andauern könnte. Ich bitte nicht um Antibiotika, allein weil sie den Darm ziemlich in Mitleidenschaft ziehen und an sich auch nicht so gesund sind. Sie töten ja nicht nur die schädlichen Bakterien ab, sondern auch die "guten" Darmbakterien. Antibiotika wirken halt hauptsächlich im Darm und ich muss ehrlich sagen, ich möchte mir meinen Darm mit einem Zuviel an Antibiotika nicht kaputt machen.
Normalerweise warte ich auch immer ab, bevor ich mir ein Antibiotikum vom Arzt verschreiben lasse. Wenn ich merke, dass es sich nur um eine Erkältung handelt, die auch schnell wieder gehen sollte und ich dann wieder schnell gesund werde, dann benötige ich persönlich kein Antibiotikum. Zu dem bin ich eh nicht so die Person, die bei jeder Kleinigkeit zum Arzt rennt, sondern eigentlich bei allen Krankheiten versuche ich keine Medikamente zunehmen und alle Krankheiten so durchzustehen. Wenn ich aber merke, dass ich andere Leute mit meiner Krankheit anstecke und die Krankheit auch wirklich lange andauert, dann gehe ich schon zum Arzt und lasse mir etwas gegen die Krankheit geben und, wenn es denn Antibiotika ist, was ich verschrieben bekomme.
Aber ich persönlich frage nun nicht direkt beim behandelnden Arzt nach, ob ich Antibiotika bekomme, wenn ich erkrankt bin. Mein Arzt muss mir das schon von sich aus verschreiben. Immer hin ist es nicht gut, bei jeder Krankheit und bei jeder Erkältung, Antibiotika zu nehmen.
Gerade bei einer Erkältung ist es immer schwierig mit der Verordnung von Antibiotika. Einige Ärzte verschreiben diese Medikamente gar nicht gerne, aber andere verordnen sie schon bei geringen Problemen. Beides ist natürlich nicht sinnvoll. Eine Erkältung wird üblicherweise durch einen Virusinfekt ausgelöst. Dass dann einige Ärzte direkt schon ein Antibiotikum verordnen, ist quatsch, weil ein Antibiotikum gut gegen Bakterien, aber nicht gegen Viren wirksam ist. So riskiert man Resistenzen, die sich dann gegen die einzelnen Wirkstoffe entwickeln können, was bei einem wirklichen Infekt durch Bakterien gefährlich werden kann.
Wenn eine Erkältung aber schon sehr lange andauert, ist es einigermaßen wahrscheinlich, dass sich zu der viralen Infektion auch noch eine bakterielle Infektion ereignet hat. Dagegen wird dann das Antibiotikum eingesetzt. Am sichersten ist es, wenn der Arzt einen Abstrich untersuchen lässt und dann gezielt ein Antibiotikum gegen die auslösenden Bakterien verordnen kann. Aber das wird selten gemacht. Ich gehe eigentlich nie gezielt zu einem Arzt, um mir ein Antibiotikum verordnen zu lassen, sondern das sollte mir nur dann verordnet werden, wenn der Arzt dies von sich aus meint. Allerdings habe ich leider einen Arzt, der recht schnell ein Antibiotikum verordnet.
celles hat geschrieben:Ich nehme gar keine, denn der Körper hat dann bald gar keine Abwehrkräfte mehr, wenn man ernsthaft krank ist. Dann wirkt nichts mehr und man sollte bei Erkältung lieber Aspirin C Brause, Neoangin oder Aspro nehmen. Die Antibiotika würde ich mir für schwere Erkrankungen aufsparen.
Wegen diesen Medikamenten durfte ich mir von einer bekannten Pharmazeutin schon einiges anhören. Gerade bei Aspirin sind die Nebenwirkungen ja extrem groß und da würde ich mir schon eher überlegen, ob ich sowas nehme. Laut meiner Bekannten sind die Medikamente die du genannt hast, an sich eher Placebos, denn wirklich was bringen tun sie nicht und wenn man nur eine Erkältung hat, dann hilft es eher diese mit Temperatur zu behandeln, sprich viel Tee und künstliches Fieber. Das Geld kann man sich eigentlich sparen.
Wenn ich erkältet bin, dann gehe ich im Normalfall gar nicht erst zum Arzt, sondern versuche einfach, durch einfache Hausmittel oder einfache Schmerztabletten wieder gesund zu werden. Immerhin verschreibt mein Hausarzt bei einer normalen Erkältung ohnehin immer nur solche Medikamente, die frei verkäuflich sind. Seiner Meinung nach, ist es in so einem Fall einfach am besten, viel im Bett zu liegen und sich auszuruhen. Dabei habe ich so gut wie nie Medikamente bei einer Erkältung bekommen, auch wenn es mir richtig schlecht ging und wenn mein Arzt mir doch etwas verschrieb, dann eben so gut wie immer solche Medikamente, die ich auch so in der Apotheke bekommen hätte. Aus diesem Grund spare ich mir den Besuch beim Arzt und gehe nur dann hin, wenn es mir so schlecht geht, dass ich nicht zur Arbeit oder zur Uni gehen kann.
Ich habe leider das Pech, gegen so gut wie alle Sorten von Antibiotika allergisch zu reagieren. Immer dann, wenn ich in den letzten Jahren ein Antibiotikum verschrieben bekommen habe, musste ich mit extrem schlimme Bauchschmerzen, Durchfall, Übelkeit oder Ausschlag rechnen. Dabei kann ich mich an keinen einzigen Fall erinnern, in dem ich das Medikament gut vertragen hätte und von daher ist es klar, dass ich mich auch gar nicht mehr traue, ein Antibiotikum zu nehmen. Immerhin kann ich dann erst recht nicht zur Uni gehen, wenn ich am ganzen Körper und auch im Gesicht einen so schlimmen Ausschlag bekomme, dass ich aussehe, als wenn ich Masern hätte. Das ist mir dann meistens einfach viel zu riskant und deshalb denke ich mir, dass ich lieber darauf verzichte.
Ein Antibiotikum nehme ich im Normalfall daher eigentlich nur in den Ferien, wenn ich weiß, dass ein Ausschlag als Nebenwirkung nicht ganz so tragisch wäre, wie mitten im Semester. Außerdem nehme ich auch nicht bei einer Erkältung gleich so starke Medikamente sondern eben nur dann, wenn es dringend nötig ist. Das kommt aber nicht besonders häufig vor, was auch gut ist. Immerhin ist es alles andere als gesund, so häufig ein Antibiotikum zu nehmen und meistens helfen bei einer Erkältung auch normale Hausmittel ganz gut.
Ich nehme es eigentlich nur dann, wenn es sinnvoll ist. Ich hatte vor ein paar Wochen auch alles mögliche und angefangen hat das mit bronchitisähnlichen Symptomen. Jedenfalls habe ich auch Antibiotika bekommen und zu allem Übermaß war das nicht nur viel zu hoch dosiert, sondern auch nicht notwendig, weil es eine viralbedingte Infektion war, wie sich dann später bei einem anderen Arzt heraus stellt.
Jedenfalls nehme ich das sonst nicht so schnell ( eine Woche nach den ersten Symptomen), aber mir ging es zu dem Zeitpunkt wirklich schlecht, sodass ich darauf vertraut habe, dass der Notbereitschaftsdienstarzt schon weiß, was er tut. War dann halt nicht so. Grundsätzlich finde ich die Wahl des richtigen Arztes wichtig, weil es da leider auch viele gibt, die entweder zu früh oder zu spät AB verschreiben. Als ich gemerkt habe, dass es zu hoch dosiert ist, habe ich es auch gleich abgesetzt. Das war mir nichts. Meine Leber war dann auch ganz schön mitgenommen und es hat Wochen gedauert, bis die Werte sich dann wieder verbessert haben. Die Werte waren schon wirklich beängstigend.
Aus dem Grund verzichte ich generell gern auf Medikamente und nehme nur mal was, wenn es wirklich sein muss. Und AB ja sowieso.
Antibiotikum nehme ich nur im äußersten Notfall. also wirklich wenn gar nichts mehr geht. Zum Glück war das bei mir schon lang nicht mehr der Fall. nur als ich eine chronische Sinusitis hatte, habe ich leider mit dem chemischen Geschütz auffahren müssen. Aber generell versuche ich immer schon im Anfangsstadium einer Krankheit dagegen zu halten. Mit dem rein pflanzlichen Saft Echinacin kann man sein Immunsystem stärken.
Ich nehme das beim ersten Husten oder Halskratzen, dann ab ins Bett und ich bin schnell wieder auf den Beinen, weil es die Selbstheilungskräfte mobilisiert. Leider verschreiben Ärzte aber viel zu oft AB, die manchmal unnötig sind. Selbsthilfe mit Tees und rezeptfreien Arzneien ist für mich fast immer hilfreicher als Chemiekeule verschrieben vom Arzt.
Bei dem ersten Halskratzen und einem leichten Schnupfen bereits zum Arzt zu gehen, halte ich schlichtweg für völlig übertrieben, zumal es tatsächlich Ärzte gibt, die bereits in diesem Stadium ein Antibiotikum verordnen würden. Ich habe es schon einmal gehört, dass das dann vor allem verordnet wird, damit der Patient sich gut behandelt fühlt, nicht aber, damit wirklich seine leichten Beschwerden behandelt werden. Das ist natürlich meistens nicht wirklich gut, denn ein grippaler Infekt wird meistens durch Viren ausgelöst, so dass ein Antibiotikum, was nur gegen Bakterien hilft, gar nichts bringt und man so nur dazu beiträgt, dass es zu Antibiotikaresistenzen kommen kann.
Ich selber gehe bei einer Erkältung normalerweise nicht zum Arzt, außer ich fühle mich wirklich total schlecht und ich vermute, dass ich eine richtige Grippe habe. Das merkt man meistens recht schnell, denn bei einer richtigen Grippe (und nicht nur einem grippalen Infekt) hat man ganz plötzlich Symptome mit hohem Fieber und/oder starken Schmerzen. Da habe ich dann auch schon Schmerzmittel verschrieben bekommen, die etwas stärker waren. Ein Antibiotikum hingegen habe ich nicht bekommen, da es nicht nötig ist.
Weiter gehe ich bei einer Erkältung zum Arzt, wenn diese bereits einige Zeit andauert und ich befürchte, dass ich die Erkältung verschleppt haben könnte und sie inzwischen bakteriell geworden ist. Dann ist es oftmals wirklich Zeit für ein Antibiotikum.
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