Glaubt ihr, dass ihr lange leben werdet?
Die Überschrift sagt eigentlich schon fast alles aus: Glaubt ihr, dass ihr lange leben werdet? Wenn ja, warum beziehungsweise warum glaubt ihr, dass ihr nicht lange leben werdet? Was glaubt ihr, welches Alter ihr erreichen werdet. Es geht mir nicht darum, welches ihr euch wünschen würdet, sondern was ihr glaubt, welches Alter ihr erreichen werdet. Einfach so vom Gefühl her.
Ich denke nicht, dass ich sehr lange leben werde. In meinem Leben gab es schon mehr schwere Verletzungen und Krankheiten, als andere in ihrem ganzen Leben durchmachen müssen. Dabei bin ich noch gar nicht so alt. Wohl auch deswegen habe ich die Einstellung, dass ich mein Leben genießen möchte. Dazu gehört auch manchmal, ein Risiko einzugehen. Denn ich bin der Meinung, dass einem ein langes Leben nicht viel nutzt, wenn man es nicht genossen hat. Aber wer weiß: Vielleicht lebe ich ja auch genau wegen dieses Lebensstils und der Lebenseinstellung lange. ![]()
Ich habe zu dem Thema gar kein Gefühl. Ich bin nicht so naiv zu glauben, dass schreckliche Dinge immer nur anderen Menschen passieren. Ich weiß, dass ich jederzeit vom sprichwörtlichen Bus überfahren werden kann. Ob nun wirklich durch einen Unfall oder durch Krankheit sei mal dahingestellt. Es kann mich jederzeit treffen. Ich denke da aber auch nicht ständig drüber nach.
Es kann auch sein, dass mich nichts trifft. Es gibt in meiner Familie jedenfalls keine Häufung irgendwelcher Krankheiten. Meine Großeltern sind alle Vier weit über 80 und sogar über 90 Jahre alt geworden. Allerdings ging es ihnen in den letzten Jahren nicht mehr wirklich gut. Ich habe mich oft gefragt, warum sie nicht freiwillig aus dem Leben gingen. Sie waren nicht sonderlich religiös, aber wahrscheinlich doch dahingehend geprägt, dass Selbstmord ein Tabu ist.
Für mich ist Selbstmord allerdings überhaupt kein Tabu. Ich bin überhaupt nicht religiös. Und Kinder habe ich nicht und das wird sich auch nicht ändern. Somit werde ich auch keine Enkel haben. Ich kann mir gut vorstellen, dass ich und mein Mann uns irgendwann dazu entscheiden, unsere Angelegenheiten zu regeln und uns gemeinsam ins Bett zu legen und nicht mehr aufzuwachen. Von daher habe ich so im Gefühl, dass ich nicht wahnsinnig alt werde.
Ich finde es schwierig, in irgendeiner Form Aussagen über etwas so Globales wie mein potenzielles Lebensalter zu treffen, da ich ja nicht einmal weiß, ob ich morgen früh aufwachen werde. Ein Schulkamerad von mir ist beispielsweise, allem Anschein nach kerngesund, mit 14 Jahren spontan tot umgefallen, da er einen unentdeckten Herzfehler hatte. Es gibt so viele Krankheiten und Unglücksfälle, dass es eigentlich erstaunlich ist, dass doch relativ viele Menschen die 80 überschreiten.
Ich habe das Glück, dass sich in meiner Familie keine gravierenden Erbkrankheiten oder chronische Gebrechen häufen, aber Krebs kann man ja auch "einfach so" bekommen. Riskante Hobbys betreibe ich nicht, zudem bin ich Nichtraucherin, aber dafür treibe ich absolut keinen Sport. Mein Job ist ungefährlich und nicht besonders stressig. Dazu kommt noch mein statistischer Vorsprung an Lebenserwartung, weil ich eine Frau bin.
Aber selbst wenn ich mir all diese Faktoren vor Augen führe, kann ich mich zu keiner gefühlsmäßigen Prognose hinreißen lassen, wie lange ich noch leben werde. Wie die allermeisten Menschen gehe ich schon davon aus, noch ein paar Jahre oder Jahrzehnte zu leben, aber ob es mich mit 60 oder 80 ereilt - keine Ahnung! Ich kenne Menschen, die sich seit Jahren mit gesundheitlichen Problemen herumschlagen und eigentlich schon gar nicht mehr leben "dürften" und habe auch meine Erfahrung mit Leuten, die immer topfit waren und dennoch nicht einmal das Rentenalter erreicht haben. Mein Gefühl sagt mir lediglich, dass bei mir an dieser Front im Augenblick noch alles offen ist.
Ich habe keine Ahnung. Aber ich weiß, dass ich im Alter lieber den Freitod wähle bevor ich meine letzten Jahre im Pflegeheim vor mich hin vegetiere.
Tja, wenn man das so genau sagen könnte. Niemand weiß, ob er irgendwann mal Krebs bekommt oder an plötzlichem Herzversagen stirbt, auch wenn man aktuell vollkommen gesund ist. Wenn ich jetzt mal einen Tod durch Unfall oder durch eine unvorhersehbare Krankheit außer Acht lasse, dann denke ich schon, dass ich ein akzeptables Alter von sagen wir mal mindestens 75 erreichen kann.
Ich bin zwar übergewichtig und mache keinen Sport und meine Ernährung ist auch nicht immer die gesündeste, aber das kann ihn 10 oder 20 Jahren auch anders aussehen. Dafür rauche und trinke ich nicht und fange hoffentlich auch nie damit an. Ich kann mich aber nur wiederholen: realistisch gesehen weiß man nie, was passiert.
Ich rauche nicht, trinke nicht, mache viel Sport (vielleicht zu viel?) und lebe auch relativ gesund. Ich achte zum Großteil auf meine Ernährung, auch wenn ich gerne auch mal etwas ungesundes esse. Von daher scheinen zunächst einmal alle Weichen gestellt zu sein, um ein langes Leben führen zu können. Zudem sind meine Großeltern, die ich noch kenne, beide über neunzig Jahre alt geworden. Wie alt meine andere Oma geworden wäre, vermag ich nicht zu sagen, denn sie ist recht früh an Krebs gestorben. Ansonsten gibt es keine Fälle, so dass ich kein erhöhtes Risiko habe, auch an Krebs zu sterben.
Aber ich sehe es tagtäglich wieder, dass gerade auch die Menschen, die besonders gesund leben und die besonders gut auf ihre Gesundheit achten und immer ihre Vorsorgeuntersuchungen gemacht haben, oftmals ganz unerwartet an einer schlimmen Krankheit leiden und dann dadurch auch sterben. Insofern hoffe ich auf ein langes Leben, aber man kann es eben nicht vorhersagen und somit möchte ich hier auch keine Vorhersage nach Gefühl treffen.
Vor wenigen Jahren konnte ich mir noch sehr gut vorstellen, dass ich eines Tages ein glücklicher alter Mann sein werde. Allerdings bin ich mittlerweile der Meinung, dass dies nicht der Fall sein wird. In der letzten Zeit passierten einfach zu viele Ereignisse, die in meinem Leben für jede Menge Kummer und Probleme gesorgt haben.
Glücklicherweise bin ich wieder ein glücklicherer Mensch geworden, da ich endlich einen neuen Job gefunden habe, den ich seit fast 4 Monaten ausüben darf. Aber auch mit dieser Zufriedenheit denke ich oftmals über viele negative Sachen nach, die mich sehr belasten. Diese Belastung merke ich auch gesundheitlich, da ich mich in solchen Situationen geschwächt fühle und denke, dass ich im besten Fall um die 40 Jahre alt werde.
Genetisch stehen bei mir die Chancen gut, dass ich lange leben werde. Ich habe es in einem anderen Thread hier schon einmal ausführlich ausgeführt: In meiner Familie sind Lebensspannen von 90 Jahren und mehr wirklich nichts Seltenes. Es kommt mir wahrscheinlich vor, dass ich diese Gene auch abbekommen habe und demnach theoretisch auch das Potential hätte, uralt zu werden.
Allerdings spielen ja aber nicht nur die Gene eine Rolle bei der Frage, wie alt man wird. Wenn ich denke, dass ich teilweise enormen Stress in meinem Leben hatte und dass ich doch auch ab und zu etwas gefährlichere Hobbies habe, dann finde ich, sieht es gar nicht mehr so eindeutig aus, dass ich 100 Jahre alt werden könnte. Vielleicht werde ich irgendwann im Steinbruch verschüttet oder stürze in einen tiefen Schacht irgendwo und breche mir das Genick. Dann ist es mit 30 vielleicht schon aus. Aber so genau kann man es sowieso nie wissen. Theoretisch könnte ich auch schon in zwei Stunden vom Auto überrollt werden.
Würde man nun das genetisch bedingte lange Lebensalter und die Gefahren in Beziehung zueinander setzen, dann würde wohl ein halbwegs "normales" Lebensalter bei mir herauskommen. Tatsächlich glaube ich, dass das Risiko, vorzeitig zu sterben, bei mir auch bisschen größer ist, als bei jemandem, der nur jeden Tag auf dem Sofa sitzt. Aber Angst oder Panik sollte man sich deswegen absolut nicht machen. Eher sollte man darauf achten, sich möglichst an der Lebenszeit, die man nun einmal hat, zu erfreuen. Ich achte auch immer darauf, möglichst wenig zu verschieben, weil ich es einfach nicht erleben will, dass ich irgendwann bemerke, wie viel ich eigentlich durch die Aufschieberei für immer verloren habe.
Wobei ja eigentlich auch gefährliche Lebensumstände nicht automatisch bedeuten, dass man vorzeitig sterben muss. Ich habe Verwandte, die haben zwei Weltkriege überlebt und wurden annähernd 100 Jahre alt. Und das, obwohl die Umstände alles Andere als leicht waren. Wenn ich mir das so vor Augen führe, denke ich mir ehrlich gesagt schon irgendwie, wieso ich bei einem weitaus harmloserem Umfeld denn nicht eigentlich noch bessere Chancen haben sollte, zu überleben. Wenn man es mal mit den Zeiten der Weltkriege vergleicht, dann geht es einem in Deutschland ja aktuell doch eher ziemlich gut. Wenn man damals 100 werden konnte, dann sollte die Wahrscheinlichkeit, dass das heute ebenfalls klappt, doch ziemlich hoch sein.
Daran, mein Leben irgendwann eigenhändig zu beenden, denke ich übrigens absolut nicht. Ich denke, ich bin zu neugierig auf das, was in der Zukunft passiert. Mir tut es jetzt schon ein wenig Leid, dass ich eben irgendwann nicht mehr erfahren werde, was am nächsten Tag passiert.
Der Tod kommt für mich sowieso immer viel zu schnell. Ich kannte Leute, die fielen, obwohl sie sportlich und schlank waren, plötzlich mit einem Herzinfarkt um und waren tot. Ich kannte Leute, bei denen wurde plötzlich Krebs diagnostiziert, obwohl sie keiner Risikogruppe angehörten, und schon wenige Wochen später war urplötzlich das Leben vorbei. Und ein Verwandter von mir stolperte als alter Herr mal auf der Treppe und starb dann an diesem Sturz. So schnell geht es. Es kann immer passieren, heute, morgen, oder in 70 Jahren, das weiß wirklich kein Mensch. Von daher finde ich Prognosen auch nicht so wichtig. Wichtig ist doch nur, was man aus der Lebenszeit, die man hat, macht!
Auf Grund meiner Erbanlagen könnte ich davon ausgehen, einmal ein Alter von ca. 75 bis 80 Jahren zu erreichen, wobei man allerdings davon ausgehen muss, dass meine Vorfahren auch ganz anderen Belastungen ausgesetzt waren als ich in meinem bisherigen Leben. (zwei Weltkriege, Hungersnöte,Kriegsgefangenschaft, schlechte medizinische Versorgung...) Bei alledem halte ich es schon für ein Wunder, dass sie überhaupt so lange gelebt haben. Schwere Krankheiten traten bei den meisten erst im höheren Alter auf. Es gibt also keine Häufung von Krebserkrankungen, Diabetes oder Nierenleiden. Herzinfarkte allerdings waren schon häufiger die Todesursache.
Da die Menschen heutzutage generell älter werden, könnte ich es womöglich auch über die 80 schaffen. Allerdings rauche ich, was auch einmal zu einem wesentlich früheren Tod führen könnte. Unter meinen Vorfahren gab es meines Wissens nach nur einen Raucher, der auch nicht besonders alt wurde. Ansonsten habe ich in meinem bisherigen Leben immer viel Sport getrieben (zur Zeit leider nicht), fahre nicht Auto und vermeide es auch nicht, mich im Alltag zu bewegen und auch mal körperlich anzustrengen. Ich hatte noch nie starkes Übergewicht. Höchstens phasenweise mal ein paar überflüssige Fettpölsterchen. Wirklich schwer krank war ich bisher noch nicht. Abgesehen von meiner Myomentfernung hatte ich auch noch keine größeren Operationen.
Allerdings gab es durchaus schon Situationen in meinem Leben, in denen ich dem Tod sehr nah war. Ich hätte mich also um Haaresbreite auch schon vor 20 Jahren unter den Toten befinden können. Man muss nicht immer unbedingt an einer Krankheit sterben.. Wenn man ermordet wird oder einen tödlichen Unfall erleidet, kann das Leben auch trotz gesunder Lebensweise mal ganz schnell zu Ende sein. Einfach mal zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen sein-und schon ist es um dich geschehen.
Was mich ein wenig beruhigt, ist, dass mir in meiner Familie keine Fälle von langem Siechtum oder Alzheimer bekannt sind. Die Leute verstarben meist relativ plötzlich und mussten vorher auch nicht ewig in Pflegeeinrichtungen oder Krankenhäusern zubringen. Bis kurz vor ihrem Tod waren sie noch im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte und kamen auch noch ohne fremde Hilfe in ihren eigenen vier Wänden klar. Das würde ich mir für mich auch wünschen. Daher ist mir Herz-Kreislaufversagen als Todesursache auch gar nicht so unsympathisch. Wenn man schwer krank ist, dass Herz aber noch zu viel Power hat, kann sich der Tod quälend lang hinziehen.
Ich will nicht um jeden Preis ein biblisches Alter erreichen. Nur, wenn ich noch einigermaßen klar im Kopf bin und nicht endlos unter körperlichen oder psychischen Qualen leiden müsste. Selbstmord wäre für mich auch immer eine Option. Kein Plan, aber ein Notausstieg für den Fall, dass mein Leben aus irgendwelchen Gründen unerträglich oder für mich nicht mehr lebenswert wäre. So lange es Menschen gäbe, denen ich damit allerdings sehr wehtun würde, würde ich das natürlich um jeden Preis vermeiden.
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