Kenntniserhalt der Ärzte über Patientenverfügung?
Man will ja nicht hoffen, dass man jemals so eine Patientenverfügung braucht. Aber wenn man sie dann doch nötig hat oder die Ärzte sie bekommen sollen, sollte sie ja auch auffindbar sein. Wo hebt man so eine Patientenverfügung denn auf? Gibt man sie einer vertrauten Person? Gibt man sie dem Hausarzt? Schleppt man sie immer mit sich herum? Sollte man einen Zettel im Portemonnaie haben, dass man eine solche Verfügung hat oder wie bekommen die Ärzte Kenntnis von meiner Patientenverfügung?
Ich würde diese Verfügung wahrscheinlich meinen Eltern geben. Aber da hätte ich auch Angst, dass sie diese im Falle des Falles nicht abgeben, weil sie nicht wollen, dass Geräte abgeschaltet werden. Aber wem sollte man sie geben? Was ist, wenn ich irgendwo, aber nicht im Heimatort verunglücke. Irgendwie sollten die Ärzte doch zur Kenntnis nehmen müssen, dass so eine Patientenverfügung da ist. Wem würdet ihr sie geben?
Es ist schon sinnvoll, einen Angehörigen über die Existenz der Patientenverfügung und ihren Aufbewahrungsort in der Wohnung zu unterrichten. Dass du Angst hast, dass deine Eltern in ihrer Angst um dich, diese nicht abgeben, kann ich gut verstehen. Die beiden können wahrscheinlich nicht mal selber versprechen, dass sie in dieser Ausnahmesituation deinen Wünschen gemäß handeln würden. Im Geldbeutel sollte daher ein Hinweis auf die Verfügung vorzufinden sein. Ist man bewusstlos, wird dort sowieso nach einem Ausweis gesucht.
Man kann dem Hausarzt ebenfalls Bescheid geben - oder dem Facharzt, wenn man wegen einer bestimmten Krankheit, die einen in bewusstlosem Zustand ins Krankenhaus bringen könnte, behandelt wird. Dieser macht dann einen Eintrag in der Patientenakte und man kann ihm auch eine Kopie der Patientenverfügung geben. Den Ärzten im Krankenhaus muss die Verfügung aber im Original vorliegen. Außerdem gibt es sogenannte anerkannte Aufbewahrungsstellen, zentrale Register, in denen man seine Patientenverfügung kostenpflichtig registrieren lassen kann.
Ich habe eine Abschrift der Patientenverfügung meiner Eltern. Ob meine Mutter irgendwo in ihren Papieren dazu einen Hinweis stehen hat, weiß ich nicht. Da diese Verfügung damals aber bei einem Notar geschrieben und unterschrieben wurde, liegt dort ja noch immer eine Kopie für alle Fälle. Sollte ich also mein Exemplar nicht dabei haben, habe ich zumindest den Namen und den Ort vom Notar im Kopf.
Allerdings wäre das wohl auch der richtige Ansprechpartner für die Ärzte, wenn du persönlich kein Vertrauen zu deinen Eltern hast. Zumindest was dieses Thema angeht. Da dürfte es dann reichen, wenn du Name, Adresse und Telefonnummer vom Notar bei deinen Papieren dabei hast.
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