Angst vor Stammärztin mit neulicher Meningitis
Ich hatte eine sehr gute Ärztin bis sie im Juni plötzlich pausieren musste. Sie kam leider bis September in die Klinik wegen einer sehr komplizierten Meningitis. Sie wollte dort auch keine Besuche haben. Niemand wusste, ob sie je wieder gesund würde. Ich war komplett neben mir. Jetzt ist sie seit 2 Wochen wieder als Ärztin aktiv, aber ich scheue mich sehr, zu ihr zu gehen.
Das klingt jetzt schrecklich, aber ich weiß nicht, ob noch eine Chance bestünde, dass ich mich bei ihr noch infizieren könnte. Meningitis kann auch leicht tödlich ausgehen und davor habe ich sehr Angst. Ich will noch ein Jahr mit meinem Arztbesuch abwarten und inzwischen gehe ich zu einem anderen Arzt.
Könnt Ihr meine Bedenken verstehen oder sind diese komplett aus der Luft gegriffen? Würdet Ihr auch gleich wieder zu ihr gehen, um auch zu verhindern, dass ihr alle Patienten abhanden kommen und sie folglich nichts verdienen würde? Ich fühle mich wirklich schlecht und vielleicht könnt Ihr meine Bedenken zerstreuen, denn ich finde sie menschlich auch sehr wertvoll!
@celles: Ich finde deine Bedenken einfach lächerlich. Sie ist Ärztin und lag im Krankenhaus. Sie wäre nicht entlassen worden, wenn sie noch ansteckend wäre und sie würde auch noch nicht praktizieren können und dürfen, wenn sie noch ansteckend wäre. Du willst noch ein Jahr warten, ehe du wieder zu ihr gehst? Was soll denn das bringen? Denkst du sie ist noch ein Jahr ansteckend?
Meningitis ist eine schwere Krankheit. Das ist richtig. Aber rechtzeitig erkannt und behandelt ist sie auch schnell wieder ausgeheilt. Ich denke, dass du dir da keine Gedanken mehr machen brauchst. Wenn sie noch ansteckend wäre, dann wäre sie auch nicht in der Lage in der Praxis zu sein.
Wenn jemand eine Grippe hatte und wieder gesund ist, ist er ja auch nicht mehr ansteckend. Meningitis ist auch "nur" eine Infektionskrankheit, die durch Tröpfcheninfektion übertragen werden kann und das hauptsächlich bei engem Kontakt. Wenn sie also während der Behandlung einen Mundschutz tragen würde, würde es höchstwahrscheinlich auf keinen Fall zu einer Ansteckung kommen.
Aber du kannst dir sicher sein, dass man diese Ärztin nicht auf Patienten "loslassen" würde, wenn es noch das geringste Risiko gäbe, dass sie jemanden ansteckt. Überleg doch mal, wie viele Patienten sie wahrscheinlich jeden Tag behandelt. Das wäre mehr als nur unverantwortlich.
Ich denke, dass deine Bedenken völlig unbegründet sind. Wie dir schon erklärt wurde, wird man eine Patientin nicht entlassen, so lange die Krankheit ansteckend ist. Ärzte wollen heilen, keine Epidemie heraufbeschwören. Mach dich frei von solch dummen Gedanken und geh wieder zu deiner Ärztin. Wenn sie so gut ist, wie du schreibst, sei froh, dass du sie hast.
Wahrscheinlich habt Ihr Recht. Ich hatte 2005 Pfeiffersches Drüsenfieber und das dank der Nachbarstochter, die mich angeniest hatte und auch dann darniederlag. Ich war 8 Wochen im Bett und gerade jetzt beim Bluttest wurde mir wieder klar, dass diese Krankheit immer im Körper bleibt und auch reaktiviert werden kann. Bei Meningitis könnte es ähnlich sein. Ich bin auch damals jedem länger aus dem Weg gegangen, weil ich niemanden anstecken wollte. Wenn jemand gleich Abstand nahm, wie er hörte, dass ich noch vor zwei Wochen krank war, habe ich das auch verstanden.
Ich hätte auch keine Bedenken, wieder zu der Ärztin zu gehen und mich von ihr behandeln zu lassen. Sicher kann ich es irgendwie verstehen, dass du ein ungutes Gefühl dabei hast, weil sie eben erst kürzlich von der Krankheit genesen ist, aber ich sehe es auch so, dass sie sicher ihren Beruf nicht wieder ausüben dürfte, wenn noch irgendeine Ansteckungsgefahr bestünde.
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