Wie schnell heilt eine Sprunggelenkfraktur in der Regel ab?

vom 25.11.2013, 14:37 Uhr

Heute Morgen hat mich meine Schwester angerufen, und mir erzählt, dass meine Mutter sich beim Treppen laufen den Fuß umgeknickt hat. Daraufhin haben die beiden den Krankenwagen gerufen, der meine Mutter sofort ins nächste Krankenhaus brachte. Wenig später hat man schon raus gefunden, dass sie eine Sprunggelenkfraktur hat, und wurde sofort operiert.

Jetzt frage ich mich, wie lange man mit einer Sprunggelenkfraktur denn krank ist. Muss sie damit länger im Krankenhaus liegen, denn ich habe gehört, dass sie wohl ein zweites Mal operiert werden muss. Vielleicht hatte ja schon mal jemand eine Sprunggelenkfraktur, und weiß deshalb, wie lange das dauert.

» laraluca » Beiträge: 1068 » Talkpoints: 9,76 » Auszeichnung für 1000 Beiträge



Ohne zu wissen, was sie genau für eine Fraktur hat, kann man das kaum sagen. In der Regel kann man in etwa sagen, dass die Frakturheilung um die 6 Wochen dauert, aber auch das ist nur eine Sollwert, der natürlich je nach Fraktur und Komplikationen auch deutlich länger dauern kann.

Auch über mögliche Therapien und weitere Operationen kann man nur sehr wenig sagen, wenn man nich weiß was sie genau hat und was da nun operiert wurde. Es gibt zum Beispiel ganz klassische Frakturen bei denen ein Band zwischen Schien- und Wadenbein reißt, bei denen man dann auch beide Knochen mit einer Schraube fixiert zusätzlich zur übrigen Frakturversorgung. Da muss man dann nach 6 Wochen diese Schraube wieder entfernen. Dass würde man dann aber mit lokaler Betäubung machen und dauert keine 15 Minuten. Vielleicht ist das ja die zweite Operation die noch ansteht.

Genauso kann es aber auch sein, dass die Fraktur so kompliziert war oder so verschoben, dass man erstmal nur ein äußeren Festhalter angebracht hat (Fixateur externe) um damit sehr schnell und einfach eine grobe Stellung der Bruchende erreicht hat und dem Sprunggelenk etwas Ruhe gönnt, bevor man es dann in 1-2 Wochen richtig mit Schrauben und Platten versorgt.

Auch zur Nachbehandlung gibt es ja nach Fraktur viele verschiedene Konzepte. So gibt es Brüche, bei denen kann man nach der Operation gleich mit Vollbelastung laufen und kann nach 3-4 Tagen schon wieder aus dem Krankenhaus. Genauso kann es sein, dass man für 6 Wochen nicht auftreten darf. Da muss man dann natürlich auch erstmal das Laufen an Gehstützen üben. Aber auch da kann man oft nach 10-14 Tagen das Krankenhaus wieder verlassen.

Krank sein kann man natürlich länger. Da kommt es ja auch darauf an, was man beruflich macht oder wie man selber zurecht kommt. Da lässt sich jetzt wie du siehst ohne wirkliche Kenntnis der Fakten bei deiner Mutter, eigentlich nur wild herumspekulieren. Fragt doch einfach morgen auf der Station wo deine Mutter liegt einfach mal nach. Auch wenn du vielleicht nicht selber hinfahren kannst, kann ja entweder erstmal deine Mutter bei der Visite fragen oder du rufst dort einfach an und lässt dich mit dem Stationsarzt verbinden. Der kann dann ja zumindest schon mal eine grobe Prognose abgeben, was noch alles passiert und geplant ist.

» Klehmchen » Beiträge: 5497 » Talkpoints: 1.016,89 » Auszeichnung für 5000 Beiträge


Damit hängt man so einige Zeit nach. Meine Mutter hat das ganze vor einigen Wochen geschafft. Sie hat sich auch das Sprunggelenk gebrochen. Sie wurde operiert und alles wurde mit Schrauben und Platten fixiert. Im Krankenhaus direkt war sie eine Woche. Es kommt auf das Krankenhaus darauf an. In dem Krankenhaus wo sie war kommt es auf die Röntgenbilder einige Tage nach der Operation darauf an und ob sie Person schon mit Krücken gehen kann. Sonst kann man sich nämlich nicht fortbewegen.

Meine Mutter hat jetzt insgesamt acht Wochen den Gips oben und darf in dieser Zeit nicht auf den Fuß auftreten. Danach wird sie noch mal operiert und eine Schraube kommt wieder heraus. Wie es dann weiter geht weiß ich noch nicht, aber eines ist sicher dass sie dann im Januar zur Reha muss. Also alles eine ziemlich langwierige Geschichte. Aber im Moment gar nicht so selten, denn der Vater von meiner Freundin hat eine Woche vor meiner Mutter das gleiche geschafft. Keine Ahnung warum, aber das ist im Moment ziemlich verbreitet.

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» torka » Beiträge: 4376 » Talkpoints: 7,91 » Auszeichnung für 4000 Beiträge



Ich selbst hatte vor einigen eine dreifache Fraktur im Sprunggelenk, die auch etwas komplizierter war, so dass ich auch operiert werden musste. Dabei lag ich eine Woche im Krankenhaus, bis ich nach Hause dufte. Zu Hause musste ich dann die nächsten Wochen zweimal wöchentlich zur Physiotherapie gehen. Glücklicherweise war es bei mir dann auch so, dass ich mir zwei Wochen vor Beginn der Sommerferien das Gelenk gebrochen hatte. Wäre es mitten im Schuljahr passiert, hätte ich das Jahr auf jeden Fall wiederholen müssen, da ich so lange krankgeschrieben wäre. Da es aber eben zwei Wochen vor Beginn der Sommerferien passiert ist, war ich die zwei Wochen im alten Schuljahr und dann noch zwei Wochen im neuen Schuljahr krankgeschrieben.

Dadurch, dass noch die Ferien dazwischen lagen, hatte ich richtig Glück gehabt. Immerhin war ich insgesamt ganze zehn Wochen zu Hause, wobei ich nur vier Wochen krankgeschrieben war. In den zwei Wochen vor den Ferien wurde jedoch ohnehin nichts Wichtiges durchgenommen und von daher war das glücklicherweise nicht so schlimm und ich konnte alles nach arbeiten, was durchgenommen wurde.

Zwei Monate lang konnte ich gar nicht laufen und danach ging es dann langsam voran, wobei ich trotzdem noch große Probleme hatte, Treppen zu steigen. Außerdem durfte ich ein ganzes Jahr lang kein Sport machen und wenn ich ehrlich bin, dann merke ich die Folgen bis heute noch. Bis heute ist mein Gelenk nicht ganz beweglich und ich kann leider auch nicht so gut springen, wie früher. Auch sonst habe ich öfters Schmerzen, vor allem dann, wenn das Wetter sich ändert. Damit muss ich allerdings leben und mittlerweile habe ich mich auch daran gewöhnt, auch wenn es sicherlich nicht schön ist, mit den Folgen leben zu müssen.

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» Prinzessin_90 » Beiträge: 35273 » Talkpoints: -0,01 » Auszeichnung für 35000 Beiträge



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