Verlangen nach bestimmten Lebensmitteln bei Krankheit

vom 30.10.2013, 17:57 Uhr

In einem anderen Thread hat eine von uns gerade erzählt, dass ihre kranke Nichte gerne Milch wollte, die Mutter aber strikt dagegen war, weil Milch im fieberkranken Körper gerinne. In allen Antworten wurde dies als Quatsch abgetan - dem ich mich nur anschließen kann. Zudem wurde darauf verwiesen, dass der Körper meist ziemlich genau wisse, was er braucht und das kranke Kind die Milch wahrscheinlich wirklich brauchte.

Ich hatte als Kind und Jugendliche bei solchen Fiebererkrankungen immer einen unbändigen Durst auf Orangensaft. Im gesunden Zustand habe ich nie Orangensaft getrunken und fand ihn eigentlich eher eklig. Aber wenn ich krank war, musste meine Mutter sogar nachts zur Tankstelle fahren und dort welchen kaufen, weil ich ohne nicht mehr glücklich geworden wäre.

Auf Salat habe ich allerdings gar keinen Appetit, wenn ich krank bin. Ich denke das liegt an dem Essig, den ich in dem Moment einfach nicht runterbekommen würde. Sobald ich wieder Lust auf Salat habe, weiß ich, dass ich auf dem Weg der Besserung bin, bzw. schon fast wieder gesund.

Geht es euch ähnlich, wenn ihr krank seid? Gibt es bestimmte Lebensmittel, die ihr dann plötzlich mögt und unbedingt haben wollt? Oder welche, die ihr sonst sehr gerne esst, aber im kranken Zustand nahezu widerlich findet?

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» Bienenkönigin » Beiträge: 9448 » Talkpoints: 19,93 » Auszeichnung für 9000 Beiträge



Ganz so schlimm war es bei mir noch nicht, dass ich bei einer Krankheit plötzlich etwas essen wollte, was ich sonst verabscheue. Aber ich habe auch schon bemerkt, dass ich Appetit auf andere Sachen habe als die, die ich sonst oft und gerne esse. So esse ich normalerweise eher selten Bananen, aber bei meiner letzten Magen-Darm-Erkrankung habe ich eine Vorliebe für Bananen entwickelt und hatte richtigen Appetit darauf, auch wenn ich sonst nichts essen wollte. Das war ja auch nicht schlecht, weil Bananen Vitamine und vor allem auch Energie geben, die ich dringend brauchte.

» Barbara Ann » Beiträge: 28946 » Talkpoints: 58,66 » Auszeichnung für 28000 Beiträge


Wenn ich Magen-Darm-Grippe oder etwas in der Art habe, dann will ich immer Salzstangen und Cola. Ich weiß nicht, ob das teilweise an meiner Kindheit liegt, wo ich Cola fast nur bekam, wenn ich "Kotzeritis" hatte. Vielleicht verbinde ich Cola und Salzstangen deshalb auch heute noch mit bestimmten Krankheiten und habe dann immer Lust darauf. Diese beiden Sachen esse beziehungsweise trinke ich allerdings auch, wenn ich gesund bin. Mittlerweile habe ich irgendwo gelesen, dass man bei Magen-Darm-Geschichten (beziehungsweise insbesondere Durchfall) unter anderem viele Salze verliert und deshalb viele Leute dann Lust auf Salzstangen haben. Eigentlich sollte man aber lieber eine Brühe oder ähnliches zu sich nehmen, was im übrigen auch gesünder wäre.

Einmal hatte ich nach einem Migräneanfall das Bedürfnis, etwas ganz leichtes und rein vegetarisches zu essen (nicht gerade typisch für mich). Ich fühlte mich immer noch ganz schwach und komisch, obwohl es mir eigentlich schon wieder besser ging, und habe mir dann vegetarische Blumenkohlbratlinge gekauft. Irgendwie hatte ich das Gefühl, etwas Fettiges nicht herunter bekommen zu können. Das kann daran liegen, dass Migräne bei mir häufig auch mit Übelkeit und selten sogar Erbrechen verbunden ist. Normalerweise esse ich aber wieder ganz normal, sobald die Migräne vorbei ist. Im Prinzip schade, wenn ich dann öfter Appetit auf solch gesundes Essen hätte, wäre das eigentlich gar nicht so schlecht...

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» Kate110 » Beiträge: 485 » Talkpoints: 0,35 » Auszeichnung für 100 Beiträge



Das kenne ich auch. Immer wenn ich erkältet bin habe ich einen Heißhunger auf Hühnersuppe. Davon habe ich auch immer ein Glas im Haus und wenn es mich wieder erwischt, dann kann ich mir eine frische Hühnersuppe kochen. Alles in allem ist das ja nicht schlecht, denn Hühnersuppe soll ja gut sein gegen Erkältungen.

Habe ich eine Magen-Darm-Verstimmung dann habe ich meist gar keinen Hunger. Ich habe jedenfalls noch nicht bemerkt, das ich dann verstärkt Appetit auf Lebensmittel habe, die ich sonst nicht esse. An Tagen, wo es mir nicht so besonders geht, weil das Wetter gerade mal wieder mies ist, oder ich schon morgens mit den falschen Fuß aufgestanden bin greife ich grundsätzlich zur Schokolade. Das hebt dann gleich die Stimmung. Gut das ich solche Tage eher selten habe, denn fürs Gewicht ist so eine Schokoladenattacke nicht so gut. :D

» ratacrash1962 » Beiträge: 674 » Talkpoints: 7,40 » Auszeichnung für 500 Beiträge



Wenn ich krank bin und es zum Beispiel am Magen habe, dann geht es mir wohl wie den meisten, und ich verspüre gar keine Gelüste auf irgendeine bestimmte Speise - Allein schon weil sie eh nicht drinnen bleiben würde. Hier ist dann bei mir eigentlich immer Schonkost angesagt. Wenn ich einfach nur krank bin und es nicht am Magen habe, kann ich aber ebenfalls nicht behaupten, dass ich das irgendwelche bestimmten Bedürfnisse habe. Zumindest fällt mir jetzt echt nichts ein, dass ich im Falle einer Krankheit gerne esse oder trinke.

Ich trinke zwar sehr, sehr viel mehr Tee, wenn ich krank bin, aber den trinke ich auch, wenn ich gesund bin, daher würde ich es jetzt nicht als besonderes Bedürfnis bezeichnen. Viel mehr aber verspüre ich im Fall von Krankheit eine große Abneigung gegen Getränke mit Kohlensäure. Besonders wenn ich Halsschmerzen habe, kann ich wirklich gar nichts trinken, dass Kohlensäure beinhaltet.

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» damomo » Beiträge: 3334 » Talkpoints: -0,80 » Auszeichnung für 3000 Beiträge


Wenn ich krank bin, dann kann ich durchaus auch Gelüste haben. Nachdem ich im Frühling dieses Jahres zwei Wochen flach gelegen habe und davon über eine Woche nichts gegessen habe und Wasser nur schlückchenweise zu mir genommen habe, hatte ich einen unbändigen Appetit auf Chili con Carne. Mein Freund hat mir dann eine Schale frisches Chili con Carne zubereitet, ohne Schärfe. Auch habe ich bei leichteren Erkrankungen ein furchtbares Bedürfnis nach Kartoffelbrei mit zermatschten Karotten, eine Mahlzeit, die ich ansonsten lieber meide.

Ich verspüre jedoch bei Krankheit eine Abneigung gegen Fruchtsäfte. Die kann ich einfach nicht trinken. Auch Pfefferminztee oder Kamillentee fällt flach. Ich ekele mich einfach nur davor. Dann muss ich halt auf Früchtetee und Wasser zurückgreifen. Wenn die Migräne mich umhaut, dann esse ich meistens Salate, aber Zwiebeln und Tomaten dürfen nicht enthalten sein, sonst wird mir schlecht. Auch Fett meide ich, genauso wie extrem süße Speisen. Ich muss zwar nicht erbrechen, aber mir geht es kurzfristig dann noch schlechter und die Migräne dauert komischerweise deutlich länger an.

» Wibbeldribbel » Beiträge: 12618 » Talkpoints: 5,12 » Auszeichnung für 12000 Beiträge


Wenn ich krank bin, habe ich eigentlich überhaupt keinen Appetit. Der kommt aber, wenn ich auf dem Wege der Genesung bin. Und zwar habe ich dann immer Appetit auf salzhaltige Speisen wie etwas Suppen oder eine Brezel. Ebenfalls ist ein Verlangen nach Camembert da, aber auch nach Obst oder Obstsäften.

Bei Magen-Darmgrippen ernähre ich mich von Cola und Bananen, wobei ich Cola bei Fieber meide, da das Koffein bei mir sehr stark wirkt und mein Herzrasen, was ich eh vom Fieber habe, noch verstärkt.

» anlupa » Beiträge: » Talkpoints: Gesperrt »



Manchmal können bestimmte Essensgelüste auch ein Hinweis auf einen körperlichen Mangel sein. Beispielsweise habe ich mal gelesen, dass man bei Eisenmangel Appetit auf Erde oder Sellerie bekommt. Klingt komisch, ist aber so. Dementsprechend sollte man in solchen Fällen vielleicht ruhig mal auf seinen Körper hören und ihm das geben, was er haben will.

» rambola » Beiträge: 32 » Talkpoints: 8,36 »


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