Funktionieren eure Tablettenteiler gut?
Ich höre in der Apotheke immer wieder, dass Leute ihre Tabletten teilen müssen, dies mit einem herkömmlichen Messer aber nur schlecht bis gar nicht funktioniert. Manchmal kommen unterschiedlich große Stücke dabei heraus, manchmal sogar nur Brösel. Auf jeden Fall stimmt dann die Dosierung, die man eigentlich haben möchte so ganz und gar nicht mehr.
Aus diesem Grund empfehle ich meinen Kunden einen Tablettenteiler. Mit diesem lassen sich dann Tabletten wesentlich besser teilen, auch wenn man manchmal trotzdem noch Brösel heraus bekommt. Bei den Tablettenteilern gibt es allerdings auch bessere und weniger bessere. In diesem Zusammenhang wollte ich euch fragen, wenn ihr einen Tablettenteiler verwendet, wie gut dieser funktioniert? Seid ihr zufrieden mit dem Ergebnis, das er liefert? Lassen sich die Tabletten damit gut und einfach teilen? Oder funktioniert das Teilen nicht so gut und ihr habt inzwischen andere Tabletten, die nicht mehr geteilt werden müssen?
Ich selbst habe keinen Tablettenteiler und kenne keine Person, die so ein Gerät hat. Vermutlich gibt es zu wenig Leute in meinem Umfeld, welche regelmäßig genug Tabletten verschrieben werden und dann auch noch in einer "falschen" Dosierung.
Allerdings habe ich den Fall erlebt, in dem eine Person tatsächlich für eine Woche jeweils am Morgen und am Abend eine halbe Tablette nehmen sollte - und dafür ein Rezept für eine Packung mit 12 Tabletten bekommen hatte (die dann eben zu halbieren waren - und die Packungsgröße "12" verwundert mich immer noch). Auf Nachfrage in der Apotheke kam heraus, dass es die gleichen Tabletten auch in geringerer Dosierung gibt. So wurde dann die Packung mit 20 Tabletten genommen, die jeweils die ganz genommen werden konnten und sogar "billiger" war.
Weil die "großen" Tabletten aber offenbar sowieso immer zu teilen waren, wären die Tabletten mit "Bruchstellen" versehen. Dies sogar so, dass man die Tablette hätte vierteln können. Damit wäre auch hier ein Tablettenteiler nicht wirklich notwendig.
Was macht der Tablettenteiler deiner Ansicht nach besser, als es ein Messer tun würde? Nur die Tatsache, dass die "Brösel" im Zweifel in eigenen Kammern landen? Oder das (vermeintlich) einfachere Schneiden? Denn im Grunde ist doch auch der Tablettenteiler nur ein einfaches Messer.
derpunkt hat geschrieben:Ich selbst habe keinen Tablettenteiler und kenne keine Person, die so ein Gerät hat. ......
Was macht der Tablettenteiler deiner Ansicht nach besser, als es ein Messer tun würde? Nur die Tatsache, dass die "Brösel" im Zweifel in eigenen Kammern landen? Oder das (vermeintlich) einfachere Schneiden? Denn im Grunde ist doch auch der Tablettenteiler nur ein einfaches Messer.
Da du selber keinen Tablettenteiler hast oder je genutzt hast, ist es vielleicht auch nicht verständlich, dass so ein Teil wirklich sehr viel besser ist als ein Messer. Gerade bei kleineren Tabletten ist so ein Tablettenteiler Gold wert. Denn bei kleineren Tabletten hat man mit dem Messer oft die Schwierigkeit die Hälfte zu bekommen und es ist ziemlich sinnlos, wenn man einmal 2/3 und einmal 1/3 einnimmt.
Ich besitze den Tablettenteiler von MEDA. Es ist, wie auch auf dem Teiler steht ein sehr exakter Tablettenteiler und ich habe noch nie Brösel gehabt. Die Tabletten werden exakt geteilt und mit dem Messer ist das nicht machbar. Besonders bei glatt überzogenen Tabletten (Dragees) kann man das mit dem Messer kaum machen.
Der Tablettenteiler hält die Tablette in einer Position fest und teilt diese dann, wenn man die Klappe herunterklappt. Die Schneide des Tablettenschneiders ist sehr viel dünner wie ein Messer und auch sehr viel schärfer. Man kann diese Schneide, die aber gut geschützt ist, mit einem Skalpell vergleichen.
@Diamante: Das Argument der Dicke des Messers kann natürlich schon ein Argument für so einen Schneider/Tablettenteiler sein. Das kann das "zerbröseln" verhindern. Auch die Tatsache, dass hier die Tablette (wie auch immer) beim Schneiden fixiert wird. Wobei ich aber - als medizinischer Laie - sagen muss, dass wenn es dem Arzt auf eine wirklich präzise Dosierung ankommt und die entscheidend für den Heilungsverlauf ist, keine Wirkstoffe zu verschreiben sind, die vom Kunden/Patienten dosiert werden müssen.
@derpunkt: Es gibt immer wieder Situationen, wo auch der Patient selber wissen muss, wie er dosiert. Wenn es beispielsweise um Schmerzmittel gibt, die es in verschiedenen Dosen gibt. Und nur der Patient selber weiß, wie schlimm die Schmerzen sind und ob er eine volle Dosis nehmen muss oder nur eine halbe. Bei Beruhigungsmitteln ist es ähnlich. Bei mir waren es meine Schilddrüsentabletten. Diese musste ich weiter nehmen, aber in geringeren Dosen. Sollte ich da die vorhandene Packung mit der doppelten Dosis weg schmeißen? So konnte ich eben die halbe Dosis nehmen.
Bei Cortisontabletten ist es beispielsweise auch so, dass sie langsam ausgeschlichen werden müssen. So hat der Arzt mit eine Packung damals verschrieben. Zum Ende der Behandlung sollte ich aber nur die halbe Dosis nehmen und dann zum Schluss nur eine viertel Tablette. Diese hätte ich mit dem Messer kaum teilen können. sicher hätte er mir die Tabletten auch in halber und dann in viertel Dosis verschreiben können. Dann hätte man aber sehr viel von der vollen Dosis weg schmeißen müssen.
Sicherlich haben viele Tabletten eine Bruchstelle, aber die bringen nicht immer was. Und im Krankenhaus teilt man auch ganz genau und da ist es nicht schön, wenn man die an der Bruchstelle teilt und die dann vielleicht nicht wirklich halbiert wurden. Dann kann man sie nämlich auch direkt entsorgen, weil dann die Dosierung nicht mehr stimmt. Deswegen haben wir zum Teilen immer Tablettenteiler genommen. Und der hat wirklich sehr gut funktioniert obwohl er wirklich auch oft verwendet wurde.
Das braucht man aber im Krankenhaus auch einfach. Ich kann mich nicht erinnern, dass da irgendeine Marke drauf stand. Ich würde den, wenn ich könnte, aber ohne schlechten Gewissens weiter empfehlen.
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