Brustkrebsrisiko wenn Mikroverkalkungen in der Brust sind?

vom 22.09.2013, 21:24 Uhr

Meine Mutter war vor einer Woche bei der Mammographie und der Hausarzt hat ihr am Freitag mitgeteilt, dass sie Mikroverkalkungen in der Brust hat und die beobachtet werden müssen. Meine Mutter war erst einmal geschockt und hat nicht weiter nachgefragt. Aber warum muss das beobachtet werden? Sind solche Mikroverkalkungen ein Brustkrebsrisiko? Sollte man diese Mikroverkalkungen entfernen lassen? Wie entstehen denn solche Mikroverkalkungen und wie gefährlich sind diese?

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» supermami » Beiträge: 2317 » Talkpoints: 0,00 » Auszeichnung für 2000 Beiträge



Ob man durch diese Mikroverkalkungen ein höheres Brustkrebsrisiko hat kann ich nicht sagen. Bei meiner Freundin wurden vor rund 4 Wochen auch solche Verkalkungen festgestellt, morgen hat sie einen Termin in der Klinik, weil die Verkalkungen entfernt werden sollen. Eigentlich hätte das schon längst geschehen sein sollen, aber beim ersten Termin haben sie im Krankenhaus die Verkalkungen nicht gefunden. Dann musste erneute eine Mammographie gemacht werden um den Ort zu lokalisieren und nun soll das ganze Prozedere morgen noch einmal gemacht werden.

Das Gewebe wird dann eingeschickt und danach bekommt sie das Ergebnis mitgeteilt. Irgendwie ist es schon ein komisches Gefühl, aber der Frauenarzt, meinte es wäre eine reine Vorsichtsmaßnahme.

» ratacrash1962 » Beiträge: 674 » Talkpoints: 7,40 » Auszeichnung für 500 Beiträge


Man kann nicht immer pauschal sagen, dass (Mikro-)Verkalkungen gleichzusetzen sind mit dem Brustkrebs. Ebenso wenig kann man sagen, dass aus jedem Mikrokalk Brustkrebs entsteht und das Risiko somit signifikant erhöht ist. Wie die Morphologie der Verkalkungen sind, muss letztlich eine Biopsie entscheiden, zumal die Aussagenkraft der Mammographie sinkt, je dichter die Brust ist. Generell sagt man jedoch - zumindest aus radiologischer Sicht -, dass Mikroverkalkungen verdächtig sind und weiter im Auge behalten und gegebenfalls weiter untersucht werden sollten.

Man sagt, dass ab einem Drüsenanteil von rund 50% die Mammographie alleine nicht mehr ausreicht, um eine Aussage über den Befund zu treffen. Dann müssen entsprechende Biopsien erfolgen, oder aber ein Mamma-MRT, wo allerdings die Indikationen sehr eng sind. Selbst harmlose Fibroadenome können dann als maligne Prozesse gedeutet werden, sodass die Biopsie die definitive Diagnose dann herausbringt.

Mikroverkalkungen sind ein Epiphänomen von Brustkrebs, die durch intraduktal (=also innerhalb der Drüsengängen) verursachten Prozess entstehen. Gangartige oder polymorphe Verkalkungen, so sagt man, können auf maligne Prozesse hinweisen, kleine Mikroverkalkungen hingegen eher auf gutartige. Aber wie gesagt, rein vom radiologischen bzw. mammographischen Befund kann man keine definitiven Aussagen darüber treffen, was es genau ist.

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» getku » Beiträge: 883 » Talkpoints: 11,06 » Auszeichnung für 500 Beiträge



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