Nachts langer Anfahrtsweg zu ärztlicher Versorgung?
Als meine Tochter vor einiger Zeit in der Nacht Probleme beim Atmen hatte und der Arzt, der Dienst gehabt hätte bekannt dafür ist das er mit Kindern nicht besonders gut umgehen kann, haben wir uns auf den Weg ins Krankenhaus gemacht. Leider ist das bei uns nicht gerade um die Ecke und wir fahren über eine Stunde dort hin. Aber was macht man nicht alles. Und uns war es lieber das unsere Tochter in Hände kommt die wissen was sie mit Kindern tun.
Leider gibt es in der Nähe kein Krankenhaus wo auch Kinder angenommen werden. Eigentlich gibt in der Nähe überhaupt kein richtiges Krankenhaus mehr. Alles wird in Ballungszentren verlegt und man muss wirklich sehr weit fahren um ärztliche Versorgung zu erhalten. Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr in der Nähe ein Krankenhaus in das man im Notfall fahren kann, oder müsst ihr auch, so wie ich, recht weit fahren. Denkt ihr dass es Probleme gibt, wenn man in der Nähe kein Krankenhaus hat? Wie ist die Situation bei euch? Tagsüber erreicht man ja zumindest einen Arzt in der Nähe, aber wie sieht es in der Nacht aus?
Eine Stunde ist schon sehr lang. Ich lebe hier auch total auf dem Dorf, aber das nächste Krankenhaus ist nur 10 km entfernt in so einer kleiner Stadt mit knapp 15.000 Einwohnern. Aber im Notfall kann man ja auch immer einen Krankenwagen rufen. Da ist auch immer ein Notarzt dabei. Ich denke schon, dass man da in guten Händen ist. Auf dem Nachbargrundstück ist sogar schon mal ein Notarzt im Hubschrauber gelandet. Als ich eine allergische Reaktion hatte, waren die innerhalb von 10 Minuten da. Ich glaube, das wäre mir ehrlich gesagt viel lieber als jemanden mit Atemproblemen noch einer Autofahrt auszusetzen.
Eine Stunde wäre ich da ehrlich gesagt bei Problemen mit der Atmung nicht gefahren, das kann ja wirklich ganz Ernst werden und da hätte ich lieber den Arzt genommen, der mit Kindern nicht kann. Bei manchen Sachen kann man eben auch nicht so lange warten und im Notfall würde ich an deiner Stelle dann eher mal den Krankenwagen rufen und auf Nummer sicher gehen. Mein Krankenhaus ist ungefähr 10 Minuten entfernt, wobei ich hier von einer Fahrt durch den Stadtverkehr rede, man wäre also mit dem Krankenwagen eher da.
Ich kann mich eigentlich über Krankenhäuser nicht beklagen und binnen 20 Minuten könnte ich wohl 7 Kliniken erreichen, welche glaube ich nicht alle für Notfälle ausgerichtet sind, dafür könnte ich aber eine Notaufnahme auch noch zu Fuß in 20 Minuten erreichen, was so wohl mein Vater und ich vor Jahren mangels Auto auch schon mit der ein oder anderen Kopfwunde getan haben.
Das Blödeste was ich in Bezug auf medizinische Versorgung je erlebte, war vor ein paar Jahren, wo meine Mutter eine Bindehautentzündung hatte und der Augenarzt mit Notdienst war dann gut 40 Minuten entfernt. Dafür, dass ich am Rand des Ruhrgebietes wohne ausgerechnet einer im Münsterland und auf dem Dorfe. Da hatte ich noch Glück, dass ich mich da zufälligerweise aus kannte und überhaupt hin fand. Da hatte ich noch kein Navi. Aber gegen dein Erlebnis kein Grund zur Klage.
Es ist jetzt nicht so das ich mit einem Kind das kaum mehr atmet durch die Gegend gefahren bin. Ich hatte schon eine Vermutung und nach einer Erstversorgung mit frischer Luft und Cortison war die Atmung wieder halbwegs normal. Ansonsten hätte ich selbstverständlich den Notarzt gerufen. Aber ich habe zu Hause ja schon für den Notfall die Medikamente liegen. Aber trotzdem sind wir eben vorsichtshalber ins Krankenhaus und bis wir den Arzt, der Dienst gehabt hätten, gefunden hätten, waren wir schon eine ganze Strecke gefahren. Denn der Arzt, der Dienst gehabt hätte, ist ebenfalls über zehn Kilometer von uns entfernt.
Hier bei uns gibt es leider in der Nähe eben kaum Versorgung. Am Tag geht es ja noch, da gibt es in der Umgebung mehr Ärzte, aber in der Nacht ist es ziemlich mies. Wobei ich sagen muss das ich froh bin das es überhaupt in der Nacht noch einen Ärztedienst gibt. Wo ich vorher gelebt habe und meine Eltern noch leben gibt es das überhaupt nicht mehr. Da gibt es einfach keinen Arzt mehr der Dienst hat und wenn wirklich ein Notfall ist muss man auch ins Krankenhaus und das ist zwar keine Stunde entfernt aber eine gute halbe Stunde fährt man auch.
Zunächst einmal zu deiner Situation: Atemprobleme sind schon ein großes Problem. Die Atmung kann nun ganz spontan aussetzen und wenn ich mir nun vorstelle, dass du fährst und keiner mitfährt, wie willst du denn da erste Hilfe leisten? Würdest du dies überhaupt mitbekommen? Ich hätte, wenn es um ein ernstes Problem wie diesen handelt, den Arzt mit wenig Kompetenzen mit Kindern genommen oder zumindest einen Rettungswagen angefordert. Im Notfall, wenn der Arzt mit wenig Wissen über Kinder auch nicht Bescheid gewusst hätte, hätte er Hilfe via eines Rettungswagens anfordern müssen.
Beim Rettungswagen wäre dies von Anfang an sicherer. Ein Notarzt kommt mit und ich denke bei Atemproblemen, besonders bei Kindern, handeln sie richtig. Ich habe leider Gottes schon ganz andere Sachen erlebt, wo die Menschen weiter leiden mussten, obwohl die Diagnose sehr offensichtlich war und man sie sogar darauf ansprach. Aber nein, das ist schon nicht so schlimm. Und wenn sie dein Kind mitgenommen hätten, dann wäre wenigstens beim Aussetzen immer jemand parat, der sich um das Kind kümmert. Die medizinische Versorgung ist ab dem ersten Minute des Erscheinens gesichert.
Ich lebe in einer Großstadt. Es gibt zwei Kliniken. Dabei wäre die nicht zuständige Klinik bei mir um die Ecke. Dort würde ich im Notfall auch sofort hinfahren. Aber auch die andere ist nur noch 15 Minuten entfernt. Das geht also. Früher wohnte ich noch weitere 20 Kilometer entfernt. Auf einen Dorf holt man sich aber sowieso lieber einen Rettungswagen, als dass man jemanden findet, der einen zum Krankenhaus fährt.
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