Welche Risiken und Nebenwirkungen durch sanfte Medizin?

vom 14.09.2013, 17:47 Uhr

Unter der sogenannten sanften Medizin versteht man Homöopathie, Akupressur oder auch Pflanzenheilkunde. Aber diese ist ja auch noch gar nicht so erforscht, wie man es sich wünscht. Das stand zumindest in einer Zeitschrift, die beim Arzt auslag. Denn auch die sanfte Medizin kann, laut diesem Artikel auch Risiken haben und auch starke Nebenwirkungen. Ich habe aber nicht mehr lesen können, was es denn für Nebenwirkungen und auch Risiken sein können. Ich habe immer gedacht, dass gerade die "sanfte" Medizin wirklich sanft ist und dass man da eigentlich nichts falsch machen kann.

Hattet ihr schon beträchtliche Nebenwirkungen oder welches Risiko seid ihr bei der sanften Medizin schon eingegangen? Ist die Wirksamkeit wirklich belegt oder zählt das schon zu dem Risiko welches man eingeht, weil eine Krankheit durch die Nichtwirksamkeit nicht behandelt wird?

Benutzeravatar

» Sherlock-Holmes » Beiträge: 2025 » Talkpoints: 0,00 » Auszeichnung für 2000 Beiträge



Ich bin schon skeptisch, was den Begriff "sanfte Medizin" angeht. Für mich spielen da viele Vorurteile und Glaubensfragen mit hinein. So oft hört man, dass die klassische Schulmedizin "böse" ist, Patienten nur mit "Chemie voll gestopft" werden und generell die internationale Pharmalobby dafür sorgt, dass nur ganz bestimmte Mittel und Heilmethoden überhaupt zum Einsatz kommen. Statt dessen werden pflanzliche Heilmittel oder Methoden empfohlen, deren Wirksamkeit durchaus nicht immer erwiesen ist und zumindest meiner Meinung nach stark davon abhängt, dass die Patienten an die Wirkung der Steine, der Kerzen oder der Erdstrahlen glauben.

Ich würde diese Aussagen nicht pauschal von der Hand weisen, aber ich muss bei "sanften" pflanzlichen und alternativen Heilmethoden immer an die ganz natürlich vorkommenden hochgiftigen Pflanzen oder Mineralien wie beispielsweise Tollkirsche, Quecksilber oder Blei denken. Nur weil ein Wirkstoff in der Natur vorkommt, heißt es ja noch lange nicht, dass man keine Überdosierungen oder Wechselwirkungen riskiert. Außerdem gibt es ja auch das Risiko von Allergien oder dass man auf einen Quacksalber ohne adäquate Ausbildung hereinfällt und die Behandlung zwar sanft, aber medizinisch gesehen völliger Schwachsinn ist.

Ich finde, man sollte als aufgeklärter Mensch im Einzelfall abwägen, ob man sich an die oft verteufelte Schulmedizin wendet oder lieber angeblich gesündere Alternativen anwendet.Ich selber würde natürlich nicht jeden Schnupfen oder jedes Bauchgrimmen mit der dicken Chemie-Keule bekämpfen, sondern wirklich eher Tee trinken oder ein heißes Bad mit Kräuterzusatz nehmen. Bei ernsteren Erkrankungen verlasse ich mich doch eher auf die Schulmedizin.

» Gerbera » Beiträge: 11346 » Talkpoints: 56,04 » Auszeichnung für 11000 Beiträge


Ich finde es auch falsch, pflanzliche Präparate allgemein als sanfte Medizin zu bezeichnen. Es gibt schon Wirkstoffe aus Pflanzen oder auch sogar Tees, die auch Nebenwirkungen haben können. Zum Beispiel ist Digitalis, der Wirkstoff aus dem Fingerhut nicht gerade ungefährlich. Aber auch ein Abführtee, der Sennesblätter enthält, birgt gewisse Risiken. Bei diesem Tee ist es so, dass er zu einer Abhängigkeit führen kann, wenn man ihn eine längere Zeit verwendet. Deswegen sind bestimmte Abführtees auch Apothekenpflichtig und dürfen nicht im Rahmen der Selbstbedienung angeboten werden.

» Barbara Ann » Beiträge: 28946 » Talkpoints: 58,66 » Auszeichnung für 28000 Beiträge



Ähnliche Themen

Weitere interessante Themen

^