Osteopathie - Durch Tasten Diagnosen stellen und behandeln

vom 14.09.2013, 17:39 Uhr

Das Baby meines Arbeitskollegen hat viel geschrien und deswegen sie die Eltern mit dem Kind zu einem Osteopathen gegangen. Dort wurde durch Tasten festgestellt, dass das Kind irgendwie nicht gerade war die Knochen nicht richtig standen. Durch Druck und Zug am kleinen Körper war es dann erledigt und nun kann das Baby auch mal zur Ruhe kommen. Ich finde es schon faszinierend, wie mein Kollege das erzählte. Aber er hat auch gesagt, dass es oft nicht mal ungefährlich ist, wenn man eine osteopathische Behandlung machen lässt. Denn auch die Leute, die eine Ausbildung haben können schon durch ein falsches Händling viel kaputt machen.

Was kann bei einer Osteopathie daneben gehen? Welche Nebenwirkungen kann diese Behandlung mit sich führen? Was kann ein Osteopath falsch machen? Sollte man nur dann eine osteopathische Behandlung machen, wenn es wirklich sicher ist, dass einem dadurch geholfen werden kann? Weiß ein guter Osteopath wirklich immer was er macht? Hat jemand von euch schon mal eine Folgeerscheinung durch Osteopathie gehabt?

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» Sherlock-Holmes » Beiträge: 2025 » Talkpoints: 0,00 » Auszeichnung für 2000 Beiträge



Osteopathie gilt als eine sehr sanfte Methode, doch sie ist auch eine Methode die wirkt und bisweilen auch Nebenwirkungen haben kann. Da bei der Osteopathie Körperstrukturen in ihrer Lage verändert werden, kann es zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen, falls unabsichtlich oder bewusst Blutgerinnsel, Nieren- und Gallensteine aber auch Fremdkörper wie empfängnisverhütende Spiralen mitbewegt werden.

Unter den ganzen manuellen Therapien gilt die Osteopathie als „sanfte“ Technik. Dauerhafte Schäden oder Nebenwirkungen sind wohl bei professioneller Durchführung in der Regel eigentlich nicht zu befürchten. Als häufige aber eher unbedenkliche Nebenwirkungen einer osteopathischen Behandlung gibt es beispielsweise Muskelkater oder Müdigkeit. Aus diesem Grund empfehlen Osteopathen auch nach einer Behandlung, dass der Patient sich ausruht und normalerweise größere Arbeiten oder große sportlichen Anstrengungen am Tag der Behandlung vermeiden soll. Die Beschwerden bessern sich aber nicht immer gleich sofort nach der Behandlung, Durch die Osteopathie werden Selbstregulierungsprozesse des Körpers angeregt, die jedoch manchmal erst schrittweise in Gang kommen und ihre Wirkung zeitverzögert entfalten. Beschwerden können sich nach einer Osteopathiebehandlung manchmal auch kurzzeitig verschlimmern.

Osteopathie sollte man jedoch in bestimmen Fällen nicht anwenden. Wenn beispielsweise eine schwere Osteoporose vorliegt, könnten die bereits stark geschwächte Knochen beschädigt werden. Auch bei Krebs, Infektionskrankheiten, fieberhaften Erkrankungen aber auch Knochenbrüchen, Herzinfarkten und Schlaganfällen ist Osteopathie ebensowenig angebracht wie bei rein psychischen Erkrankungen. All diese Erkrankungen müssen von Fachärzten behandelt werden. Als begleitende Behandlung zur Linderung von krankheitsbedingten Beschwerden ist es durchaus denkbar, dass die Osteopathie nach Absprache mit Arzt angewendet werden sollte.

» ANDi27 » Beiträge: 293 » Talkpoints: 0,10 » Auszeichnung für 100 Beiträge


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