Droht uns in Zukunft die digitale Verdummung
Am Mittwoch habe ich einen Beitrag zum Thema "digitale Verdummung" im Fernsehen gesehen. Dort wurde gezeigt, dass uns die digitalen Helfer wie Handy und Laptop zwar einige Aufgaben abnehmen, unser Gehirn dadurch aber weniger gefordert werden muss und somit auch weniger leistet als in der Vergangenheit. Zum Beispiel konnte man früher noch die meisten wichtigen Telefonnummern auswendig. Heutzutage kann man nur noch eine Handvoll aufzählen, da das Handy ja alle Nummern speichert und man sich die Nummern nicht mehr merken muss.
Es wurde auch noch ein Test durchgeführt. Dort sollten zwei Frauen eine Strecke mit dem Auto zurücklegen. Die eine Frau mit dem Navigationsgerät und die andere Frau mit der klassischen Landkarte. Die Frauen sollten die Strecke mit ihren Hilfsmitteln abfahren und anschließend die Strecke nach dem Gedächtnis nochmals zurücklegen. Die Frau mit dem Navigationssystem verfuhr sich gleich zu Anfang, die Frau mit der Karte fuhr den Weg genau richtig ohne Fehler.
Ich finde, dass ist schon ein erstaunliches Ergebnis. Wenn man darüber nachdenkt ist es aber auch eigentlich logisch, da sie sich erst mit der Strecke auseinandersetzen musste und die Frau mit dem Navigationssystem musste nur dem Gerät folgen. Über solche Dinge macht man sich normalerweise keine Gedanken, ich zumindest nicht. Nun ist die Frage, wie sich solch ein Verhalten unsererseits, auf die Zukunft auswirkt.
Der Begriff digitale Verdummung wird ja gerne plakativ verwendet, aber wenn man es mal genau betrachtet, dann steckt dahinter keine Verdummung im eigentlichen Sinne. Denn „dumm“ würde ja bedeuten, dass jemand weniger intelligent ist. Sich etwas zu merken (z.B. Telefonnummern) oder eine Route im Kopf zu behalten, hat aber nichts mit Intelligenz zu tun, das sind halt Gedächtnisaufgaben und man merkt sich meistens auch nur das, was wichtig ist und oft gebraucht wird. Eine effiziente und intelligente Informationsverarbeitung zeichnet sich gerade dadurch aus, dass man sich nicht jeden Mist merkt, sondern nur die relevanten Dinge.
Es ist ja aber nicht wichtig, Telefonnummern auswendig zu können, wenn die eh im Telefonbucht stehen und es ist auch nicht wichtig, eine Route auswendig zu können, wenn man immer mit dem Navi fährt. Würde man eine Strecke immer wieder mit dem Navi entlangfahren, dann würde man die Route auch irgendwann können, aber nach nur einmal abfahren braucht man das ja nicht.
Digitale Demenz durch Smartphone, PC, Tablett, Navi und Co?
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