Schlechte Bilanz für deutsche Politiker in Sachen Pflege
Durch die steigende Lebenserwartung sind von Jahr zu Jahr immer mehr Menschen auf Pflege angewiesen. Vor drei Jahren waren 23 Millionen älter als 80 Jahre. Dass nun dringend mehr Pflegekräfte benötigt werden in Deutschland, ist nicht neu. Aber wie kommt es, dass in anderen europäischen Ländern mehr Pflegekräfte vorhanden sind?
In Deutschland kommen auf 100 Pflegebedürftige ab 80 Jahren nur 11 bis höchstens 15 Pflegekräfte, während zum Beispiel in Schweden sich 33 bis 44 sich diese Arbeit teilen. In Deutschland werden nur 17,5 Prozent der Pflegebedürftigen von den Familienangehörigen gepflegt, in Belgien sind es 28 Prozent und in Österreich 30 Prozent. Dagegen werden Pflegebedürftige zu 80 Prozent von Angehörigen in Polen betreut. Sind Deutsche gleichgültiger gegenüber Familienangehörigen? Oder was ist der Grund? Ein Drittel der Menschen bis zu 79 leben in Spanien mit in größeren Familienhaushalten. Warum geht das in Deutschland nicht? (laut Eurostat. Bevölkerungsstatisk Eurofamcare)
Die Pflegeausbildung in Deutschland ist nicht immer optimal. In Großbritannien erfolgt die Ausbildung ausschließlich an Hochschulen.
Ist es so, dass die Pflege in Deutschland hauptsächlich ein Flickwerk der Politiker ist und schön geredet wird? Ich denke da auch an den besonders gut durchdachten (!) Vorschlag unserer Sozialministerin bezüglich der Schlecker-Frauen. Damals sollten diese Frauen eine Umschulung zur Erzieherin und Altenpflegerin machen. Frau von der Leyen hatte leider nicht bedacht, dass bei diesen Frauen etwas 50 Prozent über 50 Jahren alt waren, 40 Prozent keine Ausbildung hatten und viele keinen Schulabschluss. Die Voraussetzung für eine Umschulung war damals noch, dass nur zwei Jahre die Kosten der Ausbildung übernommen wurden. Sie hatte also wieder Vorschläge gemacht, ohne alles zu bedenken. Aber man kennt es ja, dass sie keinen zu Wort kommen lässt. Von den Frauen macht in NRW nur „eine“ eine Ausbildung zur Erzieherin. Toller Erfolg!
Wenn unsere Politiker später einmal in die Lage kommen, sich pflegen lassen zu müssen, haben sie durch ihr Einkommen natürlich das Geld für eine optimale Versorgung. Aber der normale Bürger ist auf Hilfe angewiesen. Habt ihr Ideen, wie man da Abhilfe schaffen könnte?
Ich finde, dass man erst mal in die Pflege investieren muss. Es kann nicht sein, dass man als Pflegekraft den ganzen Tag arbeiten geht und sich dann nicht mal das tägliche Leben leisten kann. Die Leute müssen auch normal verdienen. Es ist auch irgendwie bescheuert, dass es da keine einheitliche Ausbildung gibt und man teilweise noch selber in die Ausbildung investieren muss. Der Beruf muss ja auch attraktiv gemacht werden. Sicherlich ist es schwierig Menschen zu finden, die sich dafür begeistern können andere zu pflegen, aber mittlerweile ist es ja auch eine Frage, ob man es sich leisten kann in diesem Beruf zu arbeiten.
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