Unterschied zwischen Physiotherapeuten und Motopädagogen?

vom 10.09.2013, 20:14 Uhr

Wie in einem anderen Thread schon geschildert, wurde ich im Kindergarten gefragt, ob ich meinen Sohn in eine Physiotherapie geben möchte. Inzwischen ist auch schon die offizielle "Diagnose" da: Er hat eine motorische Entwicklungsretardierung. Also nichts anderes, als dass er eben in seiner motorischen Entwicklung etwas in Verzug ist. Wie auch schon geschildert, ist es ja in Ordnung, wenn das gefördert wird.

Auch in dem anderen Thread wurden die Motopädagogen erwähnt. Zum anderen eben auch Physiotherapeuten. Was ist nun aber genau der Unterschied zwischen diesen beiden Berufen? Mir ist der Begriff der Motopädagogik zwar durchaus schon öfters untergekommen und von daher würde ich eben auch verstehen, dass sie für die Förderung der motorischen Entwicklung da sind. Das machen sie dann eben eher auf spielerische Art und Weise.

Mein Sohn hat nun eine Kinderphysiotherapie verschrieben bekommen. Da es sich ja um eine Kinderversion handelt, gehe ich auch davon aus, dass es auf spielerische Art und Weise zu einer Förderung kommen wird. Was ist dann also der Unterschied? Oder gibt es da gar keinen Unterschied? Ist die Motopädagogik eben nichts anderes als ein Teilbereich der Physiotherapie?

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» tournesol » Beiträge: 7773 » Talkpoints: 0,38 » Auszeichnung für 7000 Beiträge



Es ist immer schwierig die diversen Spartenberufe zu erklären, die sich aus einer großen Berufsgruppe ergeben haben. Gerade die Physiotherapie hat so viele Teilbereiche und Fachrichtungen, weshalb aus ihr viele dieser Spartenberufe hervorgegangen sind.

Es ist aber falsch zu sagen, sie seien nur ein Teilbereich der Physiotherapie, weil sie nicht nur Teile dieser beinhalten, sondern immer noch Teile anderer Berufszweige. Ich kann nicht genau sagen, wie ein Motopädagoge behandelt, aber ich habe ebenfalls schon viel davon gehört. Der Motopädagoge hat andere Ansätze als die Physiotherapie. Während die Physiotherapie funktionell arbeitet, geht die Motopädie von einem ganzheitlichen System aus Körper, Geist und Seele aus und behandelt nicht nur funktionell, sondern auch sozial, psychisch und erzieherisch. Wie genau das aussieht, kann ich nicht sagen, jedoch ist es durch den Bezug zu Seele und Verhalten eher ein wenig vom wissenschaftlichen Arbeiten der Physiotherapie abgewandt. Ob das richtiger oder besser ist, muss man natürlich selbst entscheiden.

» benutzer7 » Beiträge: 2116 » Talkpoints: 49,80 » Auszeichnung für 2000 Beiträge


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