Körper verändert sich alle 7 Jahre - Mythos oder Wahrheit?

vom 06.09.2013, 13:47 Uhr

Ich habe nun schon oft gehört, dass der Körper entwicklungstechnisch auch im Alter (oder besonders im Alter) alle 7 Jahre verändert. Angeblich verändert sich alle 7 Jahre der Hormonhaushalt und überhaupt könne man davon ausgehen, dass man alle 7 Jahre eine Veränderung am Körper merken müsste. Sicher verändert sich der Körper. Das ist hier auch nicht die Frage. Aber was hat es mit den 7 Jahren auf sich? Ich habe das schon so oft gehört, dass ich es nun schon fast glaube. Aber dennoch zweifel ich, dass es angeblich ziemlich genau alle 7 Jahre passieren soll. Wie kommt man darauf? Habt ihr das auch schon gehört?

Benutzeravatar

» Diamante » Beiträge: 41749 » Talkpoints: -4,74 » Auszeichnung für 41000 Beiträge



Ich habe auch schon öfter gerüchteweise davon gehört, aber ich habe mich nie genau informiert. Ich hatte aber mit 14 Jahren entsetzlichen Haarausfall, der auf keine anderen Gründe zurückzuführen war und der auch vollkommen unbehandelt wieder verschwand. Auch mit 22 oder 23, also ein paar Jahre verzögert, hatte ich noch einmal etwas mehr Haarausfall als gewöhnlich. Aber ich habe deshalb nicht verstärkt darauf geachtet, ob sich sonst noch etwas geändert hat. Denn ich kann keinen biologischen Sinn dahinter sehen, dass sich mein Körper alle 7 Jahre verändern soll. Ich denke vielmehr, dass es Zufall war und es doch einen Grund für den Haarausfall gab, der halt nur nicht gefunden wurde und auch nicht so gravierend war.

Benutzeravatar

» Bienenkönigin » Beiträge: 9448 » Talkpoints: 19,93 » Auszeichnung für 9000 Beiträge


Ich habe es ebenfalls gehört und konnte auch bei meinen Menstruationsbeschwerden feststellen, das an dem Mythos irgendetwas dran ist. Ich hatte jahrelang starke Bauchscherzen wenn ich meine Menstruation bekam und nach ein paar Jahren waren sie verschwunden. Der Zeitraum von sieben Jahren kommt so in etwa hin.

Ähnlich war es bei meinen Eierstockzysten, in regelmäßigen Abständen bekam ich über Jahre immer wieder Zysten, die trotz Medikamente und OP immer wieder kamen. Nach ein paar Jahren war der Spuk vorbei. Das waren nun nicht genau sieben Jahre, aber es passt in etwa in den Zeitraum.

Auch mit den Haaren habe ich so etwas erlebt. Jahrelang hatte ich fettige Haare und nach fast sieben Jahren, war das Ganze vorbei. Fettige Haare habe ich nun schon ewig nicht mehr gehabt. Ob das nun mit dem Mythos zusammenhängt, das sich der Körper aller sieben Jahre berändert, kann ich nicht sagen, aber es wäre möglich.

» ratacrash1962 » Beiträge: 674 » Talkpoints: 7,40 » Auszeichnung für 500 Beiträge



Das wäre einer der Punkte aus der Anthroposophie, die sicher dazu beitragen, dass man mit einem Schmunzeln auf die Sache blickt. Das dogmatische Festhalten oder der Irrglaube, hier für alle Menschen ein Muster - welches sich in ein Zeitschema pressen kann - zu haben, welches stimmen soll, unterschlägt schlicht die Tatsache von der Verschiedenheit. Es finden natürlich Veränderungen statt - aber dies kann nicht am "Jahrsiebt" festmachen. Jedenfalls dann nicht, wenn man darunter fest sieben Jahre versteht. Die festgestellte Reihenfolge der Änderungen dürfte hingegen im groben stimmen. So dürfte der Zahnwechsel vor der ersten Regelblutung kommen.

» derpunkt » Beiträge: 9898 » Talkpoints: 88,55 » Auszeichnung für 9000 Beiträge



Auch wenn es rein physiologisch eine Teilwahrheit beinhaltet, denke ich, dass es eher Aberglaube ist. Die Annahme, nach sieben Jahren würde man sich komplett verändern, kommt daher, dass sich die Zellen im Körper sozusagen austauschen. Zellen sterben und bilden sich neu. Die langlebigsten Zellen "leben" eben besagte sieben Jahre, was bedeutet, dass nach sieben Jahren jede einzelne Körperzelle ausgetauscht wurde und man quasi ein neuer Mensch ist.

Natürlich verändert man sich, wenn sich die Körperzellen verändern, da sich auch das Hormonsystem verändert, jedoch findet dieser Wandel nicht plötzlich statt, sondern schleichend über diesen gesamten Zeitraum, weshalb ich persönlich glaube, dass man diese Veränderungen nicht wirklich wahrnimmt. Sollte man eine Person jedoch nach sieben Jahren wieder treffen, dann wird sich diese vermutlich ziemlich verändert haben - ob das nun am Zellaustausch liegt, mag ich bezweifeln.

» benutzer7 » Beiträge: 2116 » Talkpoints: 49,80 » Auszeichnung für 2000 Beiträge


Unsere Körper ändert sich ständig (ich meine jetzt die Frauenkörper). Als kleines Mädchen sieht man anders aus, als wenn man schon erwachsene Frau ist. Die wichtigsten Änderungen kommen, meiner Meinung nach, in der Pubertät. Dann kann man auch verschiedene neue Signalen bemerken, wenn das erste Baby da ist. Und danach, ganz am Ende, Wechseljahre.

Das alles ist sozusagen Spiel zwischen Hormonen und Genetik. Denke, bei Männer sieht es genauso aus. Es ist die wichtigste Sache, seine eigene Körper aufmerksam observieren, dann wird man auch sicher, was wir tun können, um sich besser zu fühlen.

» Ag-Ness » Beiträge: 20 » Talkpoints: 5,22 »


Ähnliche Themen

Weitere interessante Themen

^