Wecheljahrsbeschwerden - Gynäkologen nehmen sie nicht ernst
A ist Ende 40 und hat ihrer Meinung nach Wechseljahrsbeschwerden. Sie ist schon bei 3 Frauenärzten gewesen, die es lächelnd ab tun und meinen, dass die Beschwerden nicht von den Hormonen, also nicht von den Wechseljahren kommen können, wenn die Periode noch einigermaßen pünktlich kommt. Alle Frauenärzte haben keinen Sinn darin gesehen Blut abzunehmen um einen Hormonspiegel zu bestimmen, weil die Periode ja nur alle paar Monate mal ausfällt und ansonsten eher pünktlich kommt.
A hat Schweißausbrüche, sie hat ein beengendes Gefühl wie Angstzustände und hat oft Kopfschmerzen. A ist oft sehr weinerlich und auch manchmal überfordert mit allem, obwohl sie nicht überfordert sein braucht. Der Hausarzt hat bereits die 3. Überweisung zu einem Gynäkologen gegeben, die A auch bei 3 verschiedenen Ärzten wahr genommen hat. Aber immer steht in dem Bericht, dass Wechseljahre ausgeschlossen sind.
Ist es möglich, dass Ärzte einfach die Beschwerden von Patienten allgemein nicht mehr so ernst nehmen wie früher? Sind die Ärzte überfordert? Noch einen Frauenarzt kann A kaum aufsuchen, weil die wenigen, die in ihrer Nähe sind auch mehrere Monate keine Termine mehr vergeben oder gar keine neuen Patienten mehr annehmen. Kann man eigentlich auch darauf bestehen, dass Untersuchungen gemacht werden? Könnte A hingehen und auf eine Hormonbestimmung bestehen oder muss A das selber bezahlen? Was kann A machen, damit sie ernst genommen wird.
Was A passiert, ist wohl kein Einzelfall. Mir ist es ähnlich ergangen und ich werde auch nicht ernst genommen. Ich bin über 50 und auch bei mir denken die Ärzte, dass es keine Wechseljahrsbeschwerden sein können, wenn die Periode noch regelmäßig kommt. A ist eine gute Bekannte von mir und hat ihr Leid geklagt. A wohnt aber nicht in meiner Nähe also kann es nicht speziell an diesen Ärzten liegen. Es ist schon kurios, dass A ungefähr die gleichen Erfahrungen gemacht hat. Haben wir beide einfach nur Pech bei der Arztwahl?
Vielleicht liegt es irgendwie daran, dass die Ärzte Wechseljahre als natürliche Lebensphase ansehen und nicht prinzipiell als Krankheit? Dass man sich mit den Wechseljahren aber durchaus hundeelend fühlen kann, habe ich an meiner Mutter gesehen. Damals waren aber die Ärzte anders, aber ähnlich unflexibel. Meiner Mutter wurde einfach ohne weitere Untersuchung ein Hormonpflaster verordnet. Als sie das nicht nehmen wollte und schon gar nicht ohne vorherige Abklärung, ob es wirklich vom Wechsel kommt, hatten die Ärzte schon innerlich den Fall abgeschlossen. Frei nach dem Motto, wenn sie das Pflaster nicht nimmt, wird es wohl nicht schlimm sein und dann muss man auch nicht weiter sehen.
Eigentlich ist es die Aufgabe der Frauenärzte, solche Untersuchungen vorzunehmen. Aber heute haben ja alle Ärzte diese seltsamen Kontingente. Wenn sie schon zu viele Patienten in dem Quartal hatten, die Laboruntersuchungen benötigen, dann ist kein Budget mehr da. Wenn ein Frauenarzt viele Schwangere als Patientinnen hat, dann könnte das schon eng werden und die Zurückhaltung erklären. Und das neue ungeborene Leben ist vermutlich in der Versorgungsrangfolge weiter oben, als eine Frau im mittleren Alter, die über Unpässlichkeiten klagt, die aber vermutlich nicht lebensbedrohlich sind.
Ich würde, wenn es mir so ginge, noch mal mit dem Hausarzt Rücksprache halten und mit solchen Beschwerden eine Überweisung zu einem anderen Facharzt erbitten. Entweder man lässt sich vom Internisten oder vom Endokrinologen untersuchen. Endokrinologen sind sogar die absoluten Spezialisten, wenn es um hormonelle Probleme geht. Die können dann auch noch abklären, ob die Beschwerden wirklich von den Geschlechtshormonen oder vielleicht eher von einem Ungleichgewicht in anderen Hormonen, beispielsweise bei der Schilddrüse herrühren. Seltsam ist nur, dass der Hausarzt bei euch beiden, das noch nicht selbst schon vorgeschlagen hat?
Wenn der Gynäkologe die Wechseljahresbeschwerden nicht ernst nimmt, sollte man vielleicht den Arzt wechseln.
Ich habe hin und wieder auch Wechseljahresbeschwerden. Gelegentliche Stimmungsschwankungen und Schlaflosigkeit haben mich im letzten Sommer ganz schön geärgert. Erst wollte ich meinen Arzt gar nicht darauf ansprechen, aber schließlich habe ich doch das Thema angesprochen. Sofort wurde mir Blut abgenommen um den Hormonspiegel festzustellen und siehe da, die Hormone waren total im Keller.
Nun habe wir gemeinsam beraten, wie mich das beeinträchtigt, ob ich Hormone möchte, oder lieber erst die pflanzlichen Sachen ausprobieren möchte. Gemeinsam mit meinem Arzt habe ich mich dann für ein pflanzliches Mittel entschieden und damit komme ich super zurecht. Ich nehme die geringste Dosis ein und nach gut drei Monaten waren meine Beschwerden wie weggeblasen.
Meine Lebenseinstellung hat sich geändert, ich denke mehr an mich, treibe Sport und ernähre mich gesund. mein Arzt hat mir da sehr weitergeholfen.
Was möchtest Du denn, was die Ärzte machen sollen? Wechseljahresbeschwerden sind doch normal in dem Alter und da muss A eben durch. Das ist doch keine Krankheit, sondern eine normale Lebensphase, die zwar sicherlich unangenehm sein kann, aber wo ich jetzt nicht unbedingt behandeln würde. Was bringt denn die Hormonuntersuchung? Dass in den Wecheljahren die Östrogene abnehmen, weiß man doch auch so. Was nützt einem denn die Untersuchung?
Wenn schwerwiegende Beschwerden vorliegen und der Frauenarzt die Wechseljahre ausschließt, dann muss es ja andere Ursachen haben. Ich würde dem Hausarzt einen Vorwurf machen und nicht dem Frauenarzt. Denn eine dritte Untersuchung beim Frauenarzt ist nicht besonders sinnvoll, sondern es ist eher eine umfassende Untersuchung angebracht auf alle Krankheiten, die in Frage kommen könnten. Es könnte ja auch ein Hirntumor sein, die Schilddrüse oder eine Depression.
Wenn die Periode regelmäßig kommt, dann ist man wirklich noch nicht in den Wechseljahren, vielleicht ist es ein verstärkt auftretendes prämenstruelles Symptom? Oder die Hormone spielen aus anderen Gründen verrückt. Ich hatte Gott sei Dank keine Probleme mit den Wechseljahren, ich weiß aber, dass diese schlimm sein können.
Ohne jetzt A näher zu kennen, würde ich einfach mal unterstellen, dass A gerne wissen möchte, woher die Beschwerden kommen? Schließlich ist Wechseljahre ja nur eine mögliche Ursache für die genannten Beschwerden. Und ich finde es als Patient durchaus gerechtfertigt, dass wünscht, ordentlich diagnostiziert zu werden.
Wenn man heraus gefunden hat, dass es tatsächlich die Wechseljahre sind, kann man den Hormonspiegel medikamentös anpassen, bis sich A wieder wohl fühlt. Sollte es sich nicht um die Wechseljahre, sondern um eine möglicherweise ernsthafte Erkrankung handeln, dann ist unter Umständen angesagt, schnell eine entsprechende Therapie oder Behandlung einzuleiten.
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