Bereits die Schutzwirkung eines Fahrradhelms selbst erlebt?

vom 18.07.2013, 22:45 Uhr

Neulich hatte ich einen kleinen Small Talk mit einem Passanten, den eines meiner Kinder angesprochen hatte. Da eines meiner Kinder ihn auf den Helm ansprach, erzählte er recht ausführlich, dass er jetzt einen Helm trage, weil er ungeschützt einen bösen Fahrradunfall hatte und seit dem Angst hat, dass das wieder passieren könnte. Zum eigenen Schutz trägt er nun immer den Helm. Er hat aber noch keinen Unfall mit Helm gehabt, so dass er keinen Vergleich ziehen kann.

Es ist ja mittlerweile eine Binsenweisheit, dass Fahrradhelme vor vielen Kopf-Verletzungen schützen. Ich bin zwar als Kind und Jugendliche schon ein paar mal anders als geplant vom Fahrrad abgestiegen, aber mehr als Schürfwunden am Bein habe ich mir noch nicht geholt. Damals hat man auch eigentlich noch keinen Helm getragen, so dass ich da im Falle eines Falles auch ungeschützt gewesen wäre.

Seit ich einen Fahrradhelm trage ist - toi toi toi - noch nichts passiert und kann da auch nicht aus Erfahrung sprechen. Wie ist das aber bei euch? Hattet ihr schon mal einen Unfall erlebt, bei dem ein Fahrradhelm erfolgreich Schutz geboten hat? Wie habt ihr das erlebt? Wie habt ihr danach eventuell euer Verhalten geändert? Könnt ihr möglicherweise sogar vergleichen, wie ein Radunfall mit Kopfbeteiligung mit und ohne Helm abläuft? Oder kennt ihr jemanden, der die Erfahrung schon gemacht hat und könnt ihr da ein wenig berichten?

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» trüffelsucher » Beiträge: 12446 » Talkpoints: 3,92 » Auszeichnung für 12000 Beiträge



trüffelsucher hat geschrieben:Es ist ja mittlerweile eine Binsenweisheit, dass Fahrradhelme vor vielen Kopf-Verletzungen schützen.

Das tun sie ja auch. Es ist schon ein Unterschied, ob man mit dem Schädel auf dem Asphalt knallt oder ob da noch ein Helm dazwischen ist, der den Aufprall deutlich vermindert. Hier kann man sich den einen oder anderen Bruch sparen, wenn man einen Helm trägt. Eine Binsenweisheit ist das meiner Meinung nach auf keinen Fall, sondern eine Tatsache.

Es ist doch schön zu hören, dass der Passant nun einen Helm trägt, um sich selbst zu schützen. Aber musste vorher erst ein schwerer Unfall sein? Muss immer erst etwas passieren, bevor man sich auf bestimmte Dinge einlässt? Ich will nicht schlau reden, aber vielleicht wäre er besser davon gekommen, wenn er damals schon einen Helm getragen hätte.

Als Radrennfahrer habe ich natürlich schon ein paar Stürze weg, auch wenn es zum Glück keine besonders schweren Stürze waren. Einmal war ich in einen Massensturz verwickelt und bin nach vorn über den Lenker abgestiegen und mit dem Kopf aufgeschlagen. Der Helm hat mich hier also wirklich gerettet, denn ohne Helm wäre hier vielleicht Feierabend gewesen. Auch bei anderen Stürzen schlägt man mehr oder weniger irgendwann immer mit dem Kopf auf und da ist ein Helm Gold wert, wenn er richtig sitzt, denn nur so kann er auch wirklich effektiv schützen.

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» Zohan » Beiträge: 4398 » Talkpoints: 16,33 » Auszeichnung für 4000 Beiträge


Zohan hat geschrieben:
trüffelsucher hat geschrieben:Es ist ja mittlerweile eine Binsenweisheit, dass Fahrradhelme vor vielen Kopf-Verletzungen schützen.

Eine Binsenweisheit ist das meiner Meinung nach auf keinen Fall, sondern eine Tatsache.

Eine Binsenweisheit kann immer auch eine Tatsache sein. Der Begriff Binsenweisheit bedeutet eigentlich nur, dass es eine Information ist, die jedermann selbstverständlich kennt. Der Begriff sagt aber nichts über den Wahrheitsgehalt aus. Falls da noch Unklarheit besteht: Ich hatte nicht die Absicht, diesen Fakt in Frage zu stellen. Es ging mir lediglich darum zu erfragen, ob jemand diese Tatsache schon am eigenen Leib nachvollziehen konnte und wie das einen beeinflusst.

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» trüffelsucher » Beiträge: 12446 » Talkpoints: 3,92 » Auszeichnung für 12000 Beiträge



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