Zecken nach Zeckenbiss zum untersuchen einschicken?

vom 28.06.2013, 21:57 Uhr

Eine Freundin hat ein Enkelkind, welches von einer Zecke gebissen wurde. Die Zecke konnte gut entfernt werden. Wir wohnen hier auch in keinem Gebiet, wo man große angst haben muss wegen Krankheiten. Sicher kann es immer passieren, dass man Borreliose oder diese Hirnhautentzündung bekommen kann. Ganz auszuschließen ist es nie. Aber der Kinderarzt fragte wohl, ob er die Zecke einschicken soll oder nicht. Die Untersuchung muss aber selber bezahlt werden. Man wäre nur sicher, dass auch nichts nachkommen kann. Die Eltern haben zugestimmt und die Zecke wurde eingeschickt.

Würdet ihr die Zecke, wenn sie gut entfernt wurde einschicken und untersuchen lassen oder denkt ihr, dass man einfach das Kind beobachten soll und lieber nach einer gewissen Zeit eine Blutuntersuchung machen sollte? Habt ihr schon Zecken eingeschickt? Die Eltern haben noch keine Rechnung bekommen. Wie teuer ist es eine Zecke untersuchen zu lassen?

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» Diamante » Beiträge: 41749 » Talkpoints: -4,74 » Auszeichnung für 41000 Beiträge



Hier bei uns in der Familie kam es auch schon mal des Öfteren vor, dass die Kinder mit einer Zecke wieder nach Hause gekommen sind. Meist wurde die Zecke dann von einem geschulten Auge oder von einem Kinderarzt entfernt und das meist so ganz ohne Probleme. Wenn ich ehrlich bin, habe ich noch nie davon gehört, dass man die Zecke einschicken sollte in ein Labor, um die Zecke untersuchen zu lassen, um dann gegebenenfalls diverse Krankheiten auszuschließen.

Auf jeden Fall hat das bei mir in der Familie keiner gemacht und die Kinder sind nach dem Zeckenanfall auch noch ziemlich gesund und munter. Ich denke auch, dass das niemand aus meiner Familie machen würde und ich würde die Zecke auch nicht unbedingt einschicken, um sie untersuchen zu lassen. Denn, wenn die Zecke Krankheiten hatte und mein Kind damit angesteckt wurden ist, dann werde ich das Früher oder Später doch mitbekommen. Da nützt mir die Untersuchung der Zecke auch nicht wirklich etwas. So sehe ich es zumindest.

» kai0409 » Beiträge: 3345 » Talkpoints: 72,64 » Auszeichnung für 3000 Beiträge


Ich habe schon gehört, dass jemand Zecken eingeschickt hat. Ich glaube, dass es so 25- 30 Euro kostet. Schlecht finde ich es nicht, die Zecke einzuschicken, weil vielfach nach einem Zeckenstich vorsorglich ein Anibiotikum verordnet wird. Dies ist aber nur selten wirklich notwendig, weil die Zecke eben die Borreliose übertragen hat. Durch die Untersuchung der Zecke kann man dann einfach gezielter vorgehen und nur die Personen behandeln, deren Zecke wirklich mit Borellien infiziert war.

Allerdings finde ich die Untersuchung schon ziemlich teuer. Sicher hat man dann die Gewissheit, dass man nicht umsonst behandelt und eventuell auch gar keine Behandlung braucht. Ich finde es auch nicht gut, dass öfter einfach so nach einem Zeckenstich ein Antibiotikum verordnet wird. Deswegen würde ich eigentlich dazu übergehen, den Zeckenstich genau zu beobachten und dann zum Arzt zu gehen, wenn sich um die Einstichstelle herum ein roter Kreis gebildet hat. Das ist dann ein Zeichen für die bakterielle Infektion.

» Barbara Ann » Beiträge: 28946 » Talkpoints: 58,66 » Auszeichnung für 28000 Beiträge



Ich hatte selber eine Zecke und diese entfernt. Nein, die Zecke selbst würde ich nicht einschicken und untersuchen lassen, das ist der verkehrte Weg. Ich bin sofort zum Hausarzt gegangen, auch wenn ich Zweckengeimpft war, ist es wichtig, sofort zum Arzt zu gehen, wegen Borreliose. Borreliose ist die rote kreisförmige Wunde, die nach einem Zeckenbiss entstehen kann.

Borreliose ist meist nicht gefährlich, dennoch kann der Kreis unterschiedlich ausfallen. Mein Kreis war groß, juckte und war unangenehm. Der Hausarzt verschreibt bestimmte Antibiotika und nach ein paar Tagen bildet sich der Kreis wieder zurück- Ich kann nur dringend empfehlen, sofort nach dem Zeckenbiss zum Arzt zu gehen, weil leicht etwas schief gehen kann und man das nicht auf eigener Faust unbehandelt lassen sollte.

Das Kind würde ich nicht beobachten, das wäre super verantwortungslos, wenn einer schon eine Beobachtung machen soll, dann der Arzt, der dies zu untersuchen hat und nach der Untersuchung mit den richtigen Medikamenten regelmäßig kontrollieren, ob die Schwellung zurück gegangen ist.

Eine Zecke einzuschicken hat keinen Sinn, denn auch ein Zeckenbiss mit einer ungefährlichen Zecke kann dumm ausgehen, weil eben ein solcher Biss niemals gut ist für die Haut. Das ist ein kleines Tier, das auch andere Erreger mitbringen kann, die brauchen auch nicht tödlich zu sein, sondern eine einfache Infektion mit sich bringen. Jede Zecke ist da schon sehr unterschiedlich, aber die Auswirkungen ebenso. Deshalb sofort Arzt konsultieren.

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» kleineAmsel » Beiträge: 205 » Talkpoints: 0,57 » Auszeichnung für 100 Beiträge



Ehrlich gesagt halte ich nicht wirklich viel, wenn man Zecken einschickt. Welchen Sinn sollte es haben? Ich glaube nicht, dass man so viel schneller informiert wird, was die Zecke enthält, denn das Einschicken kostet schon wertvolle Zeit, ebenso das Untersuchen der Zecke. Wenn man die Zecke nicht einschickt, weiß man auch relativ schnell, woran man ist. Man sieht ja relativ schnell, wenn sich ein roter Hof um einen Zeckenbiss bildet. Dann ist sowieso höchste Eile geboten, dass man ein Antibiotikum verschrieben bekommt. Falls sich nichts bildet, war die Zecke auch in Ordnung.

Mein Kinderarzt hat mir beim letzten Zeckenbiss bei meinem damals einjährigen Sohn nur die Zecke fachmännisch entfernt und hat gemeint, dass wir die Stelle einfach eine Zeitlang beobachten sollen und bei Veränderungen wieder in die Kinderarztpraxis kommen sollten. Aber es stellte sich als harmlos heraus, zumal die Zecke auch noch nicht vollgesaugt war und sich erst nur fest gebissen hatte.

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» Nettie » Beiträge: 7637 » Talkpoints: -2,59 » Auszeichnung für 7000 Beiträge


Also ich für meinen Teil hatte schon unzählige Zecken. Allein an einem Tag im Wald letzten Sommer hatte ich über dreizehn Zecken an mir. Das wären dann ja schon Kosten von mindestens 260€, allein für das Untersuchen der Zecken. Das ist mir viel zu teuer! Zumal meine Mutter sowieso Arzthelferin ist und sich mit solchen Zeckenbissen mehr als gut auskennt. Ich lasse die Zecken einfach von ihr entfernen, bekomme noch eine Creme und eventuell ein Pflaster und dann wird das ganze einfach beobachtet. Zwar bin ich gegen Borreliose und FSME, sprich Hirnhautentzündung, geimpft, jedoch gehe ich einfach auf Nummer sicher und beobachte die Zeckenbisse regelmäßig.

Borreliose ist, entgegen dem was kleineAmsel geschrieben hat, nicht die rote kreisförmige "Wunde" um den Zeckenbiss herum, denn diese "Wunde" ist lediglich ein Anzeichen beziehungsweise ein Merkmal von Borreliose. Diese sogenannte "Wanderröte" tritt bereits nach zwei bis zehn Tagen ein. Spätestens hier sollte man beim Arzt vorbeischauen. Tut man dies nicht, dann erwarten einen möglicherweise Gehbeschwerden, Schwindelanfälle, Gesichtslähmungen, Taubheits- beziehungsweise Lähmungsgefühle im Gesicht und den Gliedmaßen sowie sehr starke Nervenschmerzen. Diese lassen sich nicht durch normale Schmerzmittel lindern, weshalb das Ganze mehr oder weniger qualvoll sein kann.

Also tendenziell würde ich sagen, dass man durchaus auf eine Laboruntersuchung verzichten kann. Das Einschicken, das Untersuchen sowie das Übermitteln des Ergebnisses dauert letzten Endes mehrere Tage, in denen man schon gewiss einen roten Kreis erkennen kann. Und auch zu diesem Zeitpunkt kann man bereits medikamentös behandelt werden. Es ist sehr wichtig, dass man den Zeckenbiss beobachtet, denn wer sich auf die Laboruntersuchung verlässt und friedvoll einfach abwartet, denn kann es möglicherweise böse überraschen. Ich bin bisher auch ohne Labor gut ausgekommen und ich denke, dass es niemand nötig hat, die Zecke ins Labor einzuschicken. :wink:

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» KingTarzan » Beiträge: 722 » Talkpoints: 0,49 » Auszeichnung für 500 Beiträge


Auch dort wo du wohnst, Diamante, bist du nicht sicher, dass eine Zecke keine Borreliose überträgt. Sieh dir bitte die Ausführung von KingTarzan an. Er hat die möglichen Krankheiten aufgeführt.

Eine Borrelienuntersuchung kostet etwa 25 Euro. Die Untersuchung auf FSME ist etwas teurer und liegt bei 45 Euro. Damit hätte man nach kurzer Zeit den Nachweis und könnte gezielt gegen Borrelien angehen. Eine Borreliose tritt nicht nur regional auf, wie FSME, sondern kann überall auftreten in Mitteleuropa. Eine Infizierung mit der Viruserkrankung FSME ist in regionalen Risikogebieten möglich. Es kann zu einer Rückenmarks-, Gehirn- oder Hirnhautentzündung kommen.

» Cid » Beiträge: 20027 » Talkpoints: -1,03 » Auszeichnung für 20000 Beiträge



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