Ab welcher Dosis ist Tee schädlich?
Tee hat an sich einen überaus positiven Ruf. Nicht nur, dass das Getränk einen wohlgewärmt durch die Wintermonate bringt; kürzlich wurde auch herausgefunden, dass bestimmte Inhaltsstoffe des Tees (insbesondere des Schwarzen) lebensverlängernd wirken können, da sie das Erbgut stabilisieren. Damit dürfte sogar das Krebsrisiko sinken.
Auf der anderen Seite steht ein ziemlich schockierender Fall, von dem ich neulich auf Spiegel Online gelesen habe: Einer Frau fielen nach und nach immer mehr Zähne heraus; die Ursache zu finden gestaltete sich schwierig - bis die Patientin von ihrem Teekonsum berichtete: dieser belief sich auf 50 (!) Teebeutel am Tag! In so einer Konzentration könne angeblich Phosphor oder irgend ein anderer Stoff die Knochen schädigen. So hieß es in dem Artikel. Nun, ich für meinen Teil verbrauche bis zu 12 Teebeutel am Tag. Ist das wohl auch schon bedenklich?
Ich denke nicht, dass der Tee hier Auslöser für das Ausfallen der Zähne war. Phosphor ist in den meisten Lebensmitteln, um sie haltbar zu machen und so kann man eben auch nicht sagen, ob es nun der Tee oder irgendetwas anderes war. Im Tee sollten ja auch eigentlich keine schädlichen Stoffe vorhanden sein.
Wenn man einen Tee zu lange ziehen lässt, kann sich die Wirkung ändern, aber schaden tut ein Tee meiner Meinung nach nicht. Gerade bei so Zeitungsartikeln kann man sich auch nie darauf verlassen, weil die ja auch viele Leser haben wollen.
Die einzig mir bekannte "Nebenwirkung" von massivem Teekonsum ist Verstopfung (=Obstipation) - das ist auch nachgewiesenermaßen der Fall, habe es auch am eigenen Leib gespürt als leidenschaftlicher Teetrinker. Der Grund soll in der längeren Ziehzeit liegen: Lässt man den Schwarztee 2-4 Minuten ziehen, soll er "pushend" auf das Herz-Kreislaufsystem wirken, ähnlich wie Koffein. Beträgt die Ziehzeit allerdings länger als 6 Minuten, erhöhe sich das Risiko eines verstopfenden Effektes bei erhöhtem Konsum signifikant. Womit das Ganze physiologisch zusammenhängt, weiß ich nicht, es kann sein, dass durch bestimmte Inhaltsstoffe die Darmperistaltik gehemmt wird oder ähnliches. Um diesem aus dem Weg zu gehen, bin ich nun - nahezu bei gleich gebliebener Menge - auf Kamillentee umgestiegen und seitdem Verzicht auf Schwarztee habe ich keine Verstopfung mehr.
Beim von dir beschrieben Fall wäre ich mir nicht so sicher, ob wirklich der Tee daran Schuld ist, dass die Zähne ausfallen. Angefangen von genetisch bedingten Kollagenstoffwechselstörungen bishin zu einer simplen Mangelerscheinung kann alles eine Rolle gespielt haben. Denn um dem Tee solch einen Nebeneffekt zuschieben zu können, sollten Zufälle ausgeschlossen werden, dafür liegen aber meines Wissens nach einfach kaum Studien vor.
Ich glaube nicht, dass zwölf Beutel Tee schon schädlich sind. Die hat man als Teetrinker doch schnell, wenn man sich in eine Kanne Tee mehrere Beutel hängt.
50 Beutel sind natürlich schon sehr viel. Alle Lebensmittel haben schädliche Nebenwirkungen, wenn man zu viel davon zu sich nimmt. Das gilt natürlich für Tee genauso wie für Kaffee oder sogar für Leitungswasser. Es sind schon Todesfälle bekannt geworden, wo jemand zwölf Liter Leitungswasser getrunken hat.
Wie bei so unzähligen, vielen Dingen, so ist es auch bei Tee: Die Menge macht das Gift! Fünfzig Teebeutel am Tag, meiner Meinung nach total übertrieben und unmöglich so viel zu trinken, sind schon wirklich enorm viel! Zwar sind zwölf Beutel auch nicht wirklich wenig, jedoch ist dies verkraftbar, denn das "böse" im Tee ist ja eigentlich, wie getku schon erklärt hatte, der Phosphor. Dieser wirkt in hohen Dosen abführend, kann Herz- und Kreislaufschäden verursachen und könnte rein theoretisch sogar töten.
Wie hoch die sogenannte letale Dosis, also die Menge bei der ein normaler Mensch nach deren Konsum sterben würde, weiß ich nicht genau, jedoch könnte ich mir gut vorstellen, dass diese bei circa fünfundsiebzig Teebeuteln am Tag über einen längeren Zeitraum, beispielsweise fünf Jahre, hinweg, erreicht wird.
Ich finde jeder sollte selber wissen was er da isst oder trinkt. Man sollte sich über die Nebenwirkung der zu konsumierenden Produkte im Klaren sein, diese verstehen und dem entsprechend agieren beziehungsweise ein bewusstes Konsumverhalten pflegen. Gleiches Spiel bei Alkohol, gleiches Spiel bei Kaffee und bei Zigaretten. ![]()
Ich weiß nicht, ab welcher Menge Tee schädlich ist. Aber ich sehe es so, dass alles, was man im Übermaß zu sich nimmt irgendwie schädlich werden kann. So wird es auch beim Tee sein. 50 Teebeutel sind eine ganze Menge pro Tag.
Ich trinke neben Kaffee auch jeden Tag Tee, mindestens zwei Kannen voll grünen, schwarzen oder weißen Tee. Meist sind es über den Tag verteilt drei Kannen, zusätzlich zum Kaffee und klarem Sprudel. Allerdings nehme ich nur in Ausnahmefällen Teebeutel, ansonsten habe ich losen Tee, der mir besser schmeckt. Den Tee trinke ich pur, ohne Zucker. Übrigens habe ich wiederum gehört, dass gerade der grüne Tee gesund sein soll.
Wenn du nun 12 Teebeutel am Tag verbrauchst, kommt es darauf an, wie viel Tee du von einem Teebeutel machst. Wenn du ihn nur für eine Tasse nimmst, dürften das bei 12 Beuteln rund drei Liter sein, also etwa so viel, wie ich mir koche. Ich glaube nicht, dass der Tee in der Menge schon bedenklich ist. Jedenfalls habe ich noch keine Probleme durch den Tee bekommen. Oder aber, sie sind da und ich weiß nicht, dass sie vom Tee kommen. Zähne sind mir deswegen noch nicht ausgefallen, aber sonst wüsste ich keine Nebenwirkungen.
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