Welche speziellen Medikamente gegen Reisekrankheiten?
Meinem Bruder wird es im Zug oder im Bus immer schlecht. Bisher hat er immer durch Kaugummi kauen und auch mit Wasser trinken seine Übelkeit überwinden können. Aber das ist nun auch nicht mehr so und neulich mussten wir sogar aus einem Bus aussteigen und den nächsten nehmen. Auch im Auto fängt diese Übelkeit schon an.
Da meine Eltern mit meinen beiden Brüdern aber mit dem Auto in Urlaub fahren wollen und dann am Urlaubsort auch den Bus als Ausflugstransportmittel nehmen wollen, wäre es gut, wenn mein Bruder ein Medikament gegen Reisekrankheit nehmen könnte. Natürlich werden meine Eltern noch einen Arzt aufsuchen. Aber dennoch wollte ich mich schon mal erkundigen, was es alles für Medikamente gibt, die man bei Reisekrankheit nehmen kann. Nehmt ihr Medikamente gegen Reiseübelkeit? Wenn ja, welche nehmt ihr da ein?
Es gibt im Prinzip nicht allzu viele Medikamente gegen Reiseübelkeit. Es gibt in der Apotheke frei verkäufliche Tabletten, zum Beispiel Reisetabletten oder Reisegold, die Dimenhydrinat oder Diphenhydramin enthalten. Das sind Wirkstoffe, die gegen die Übelkeit wirken. Leider (oder auch zum Glück für manch einen) machen diese Tabletten auch müde, so dass sie für Leute nicht geeignet sind, die selber hinter dem Lenkrad sitzen. Diese Tabletten nimmt man etwa eine Stunde vor Reiseantritt ein.
Weiter gibt es den Superpepkaugummi mit dem gleichen Wirkstoff. Diesen Kaugummi kaut man aber im Gegensatz zu den Tabletten zu Beginn der Übelkeit, also nicht vorbeugend vor Antritt der Reise. Dieser Kaugummi ist dann natürlich auch rezeptfrei in den Apotheken zu bekommen.
Weiter gibt es auch noch etwas Verschreibungspflichtiges mit den Scopolaminpflastern, die man etwa 5 bis 6 Stunden vor der Reise hinter das Ohr klebt. Diese Pflaster sind vor allem für längere Reisen geeignet, aber nicht für Kinder unter 10 Jahren zugelassen. Zudem sollte man sich auch bei all diesen Mitteln in der Apotheke beraten lassen, ob es für einen selber geeignet ist, denn es gibt gewisse Anwendungsbeschränkungen.
Ich habe damit auch immer wieder zu kämpfen. Es liegt wohl an einer Gleichgewichtsstörung im Ohr. Helfen können Gleichgewichtsübungen, also auf einem Bein stehen, sich umdrehen und dann Bälle fangen, etc. wurde mir vom Arzt empfohlen.
Medikamente versuche ich in der Regel zu vermeiden und außerhalb von Schiffen habe ich die Übelkeit auch meistens gut im Griff. Ich weiß, dass ich besser nicht rückwärts fahren sollte, nicht lesen, bzw. allgemein nach unten schauen. Und wenn ich es doch tue, bemerke ich meist die ersten Anzeichen von Übelkeit und kann gegensteuern.
Wenn ich selbst fahre, hatte ich auch über 1500 Kilometer noch nie Probleme, das liegt wohl daran, dass man dabei eben vorwärts fährt und konzentriert auf die Straße schaut. Kann ich jedem nur empfehlen. Also auch wenn man nicht selbst fährt, auf die Fahrbahn schauen und vorwärts sitzen.
Schon seit ich klein bin habe ich auch immer wieder mit dieser lästigen Reiseübelkeit zu kämpfen. Wie schon oben geschrieben gibt es dafür den Wirkstoff Dimenhydrinat, der in handelsüblichen Reisetabletten enthalten ist. Aber auch vorbeugend kann man natürlich etwas tun.
Sinnvoll ist es, vor Antritt der Reise keine schweren Speisen zu sich zu nehmen und auch säurehaltige Lebensmittel, wie zum Beispiel Orangensaft, sollte man lieber weglassen. Während der Fahrt hilft es ganz gut, wenn man sich unterhalten kann, denn das lenkt von der Übelkeit gut ab. Tja, und ansonsten: Immer schön ein Kotztütchen einpacken.
Mein Bruder hat dasselbe Problem und ich zumindest, wenn ich im Auto oder Bus lese oder irgendetwas dergleichen mache. Wenn ich die ganze Fahrt über nach draußen sehe, dann geht es eigentlich, nur ja nicht länger als ein paar Minuten am Stück lesen. Das hat natürlich auch mit dem Gleichgewichtssinn zu tun. Das Gehirn kann sich das Schaukeln besser erklären, wenn die Augen nach draußen sehen und mitverfolgen, wieso es jetzt so "schaukelt". Dahingehend kann man schon mal der Reiseübelkeit vorbeugen.
Ansonsten nehmen wir die freiverkäuflichen Tabletten aus der Apotheke, die wurden hier schon angesprochen: Reisegold. Die nimmt man eine Stunde bis eine halbe Stunde vor Fahrtantritt und helfen super. Ich persönlich werde davon auch nicht oder kaum merklich müde. Die kann ich total empfehlen. Nebenwirkungen habe ich keine festgestellt und man verreist ja nun auch nicht jeden Tag und muss so lange Strecken hinten im Auto ausharren oder als Beifahrer.
Was ich persönlich gar nicht empfehlen kann, sind diese Reisekaugummis, die man einnehmen soll, wenn man die ersten Anzeichen verspürt. Ich nenne da mal das Medikament "Superpep". Meiner Mutter helfen sie wie die Tabletten, aber ich habe damit keine guten Erfahrungen gemacht.
Erstens möchte ich Übelkeit vermeiden und nicht erst warten, bis sie auftritt. Da finde ich die Kaugummis schon mal dämlich in dieser Hinsicht und zweitens verschlimmern sie meine Reiseübelkeit immer nur und dabei habe ich wirklich keine Schwierigkeiten mit Kaugummis an sich.
Ich erinnere mich an unsere Klassenfahrt nach London. Da waren wir an die siebzehn Stunden mit Bus und Schiff unterwegs. Schon nach einigen Stunden deutete sich die Übelkeit an und ich nahm einen Kaugummi ein. Es dauerte nicht lange, da wurde mir richtig übel. Mein Magen drehte sich wie verrückt, obwohl ich nicht gelesen habe und gar nichts gemacht habe. Aber nicht nur das, ich bekam fürchterliche Unruhe, ich war auf einmal total reizüberflutet von den Lampen auf der Autobahn (es war dann schon dunkel draußen), ich habe teilweise auch Lichter und Blitze gesehen, wo gar keine waren, mir wurde schwindlig, ich bekam unglaubliche Platzangst, obwohl ich damit sonst nichts zu tun hatte. Ich weiß noch genau wie ich zu jeder Pause rausgerannt bin und mich ins Gras gelegt habe, mir war Angst und Bange, ich hatte Herzrasen. Dann in Frankreich am Hafen angekommen bekam ich auch noch Durchfall.
Als wir dann aber an Deck auf dem Schiff gegangen sind, half mir allein die Frischluft. Es wurde alles wieder gut, ich war wieder beruhigt, mir war nicht mehr übel und der Durchfall war dann auch vorbei. Seitdem nehme ich nie mehr diese Reisekaugummis. Das war ein Horrortrip, wie auf Drogen habe ich mich gefühlt, keine guten Drogen.
Im Nachhinein habe ich mir dann auch die Nebenwirkungen durchgelesen, man soll ja nicht im Vorfeld alles so genau studieren, sonst trifft es ein. Und da steht tatsächlich, dass die Kaugummis zu Halluzinationen, Unruhe, verstärkter Übelkeit und solchen Sachen führen können und ja, das unterschreibe ich sofort. Und ich bin sonst wirklich nicht empfindlich bei Medikamenten.
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