IQ anhand eines simplen Videos herausfinden?

vom 25.05.2013, 18:20 Uhr

Vor kurzem ist auf YouTube ein Video erschienen, mit dessen Hilfe man den sogenannten "Motion Quotient" ermitteln kann. Dieser soll angeblich mit dem IQ stark korrellieren. Die Idee dahinter: Je intelligenter der Teilnehmer, desto schwerer tut er es sich damit die Bewegunsrichtung der Streifen zu erfassen, wenn von letzteren ein größerer Ausschnitt gezeigt wird. Intelligente Menschen würden viel eher dazu neigen, Dinge außerhalb eines fixierten Sichtbereichs auszublenden. So in etwa lautet die Begründung der Forscher.

Ich persönlich finde den Test irgendwie cool, weil handlich und praktisch. Andererseits ist er aber wahrscheinlich genauso ungenau wie simpel, da man hier versucht anhand einer einzelnen Fähigkeit - nämlich derer der Verarbeitung visueller Reize - Rückschlüsse auf völlig andere Fähigkeiten zu ziehen. Außerdem ist das Experiment vermutlich sehr anfällig für Verzerrungen. Ich für meinen Teil gucke z.B. am liebsten mit dem linken Auge und über ein dauerhaftes Stereo-Sehen verfüge ich nach Aussage diverser Augenärzte nicht. Ich kann mir vorstellen, dass sich genau sowas schon irgendwie auf das Ergebnis des Tests auswirken kann, ohne dass es etwas mit dem IQ zu tun hätte. Was haltet Ihr denn von dem Test?

» MasterOers » Beiträge: 348 » Talkpoints: 1,16 » Auszeichnung für 100 Beiträge



Ich halte von dem Test nichts, der beruht auf Quasi-Wissen und klingt rational zusammen gereimt. Man hat nach vielen Komponenten gesucht, die unmittelbar oder mittelbar mit dem IQ in Verbindung stehen. In diesem Test kann man genau so gut die Umkehrung meinen: Je intelligenter die Testperson ist, desto besser kann sie die Streifen differenzieren oder durch unbewusst reine Deduktion eruieren. So ein test ist einfach nur lieb gemeint.

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» kleineAmsel » Beiträge: 205 » Talkpoints: 0,57 » Auszeichnung für 100 Beiträge


Die bisher üblichen multiple choice Tests werden ja oft kritisiert, weil zum Teil angelerntes Wissen abgefragt wird, was mit Intelligenz reichlich wenig zu tun hat, und weil man durch Üben sein Ergebnis nachweislich verbessern kann. Außerdem ist da natürlich auch noch die Tatsache, dass man rein zufällig das richtige Ergebnis ankreuzen kann. Die Aussage, dass ein Intelligenztest nur feststellt, wie gut man einen Intelligenztest lösen kann, ist nicht so weit hergeholt.

Aus diesen Tatsachen schließe ich jedenfalls, dass ein verlässlicher Intelligenztest diese Faktoren ausschließen müsste. Das Ergebnis müsste immer das gleiche sein, egal ob man den Test kennt oder nicht und egal, wie oft man ihn schon gemacht hat. Ich möchte damit jetzt nicht sagen, dass dieser Test ganz toll ist, das könnte ich auch gar nicht, weil ich nicht über das nötige Wissen verfüge. Aber ich finde den Ansatz interessant und die Überlegung, die dem ganzen wahrscheinlich zugrunde liegt.

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» Cloudy24 » Beiträge: 27476 » Talkpoints: 0,60 » Auszeichnung für 27000 Beiträge



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