Vertraut ihr den Herstellerangaben bei Textilien?

vom 13.05.2013, 13:50 Uhr

Auf Shirts, Hemden, Hosen steht ja einiges drauf, was der Verbraucher glauben kann oder nicht. Meine Mutter hat bei einem Textildiskounter ein Shirt für meinen kleinen Neffen gekauft, wo ein Biosiegel drauf war. Ein Bild mit einer Baumwollpflanze und ein Schriftzug, dass die Baumwolle aus biologischem Anbau ist war auch dabei.

Vertraut ihr den Herstellerangaben oder denkt ihr, dass die viel schreiben können und es stimmt dann doch nicht? Ich bin auch manchmal skeptisch, was die Inhaltsstoffe betrifft. Selbst die Waschanleitung hinterfrage ich oft und mache es dann doch anders als drauf steht.

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» Sherlock-Holmes » Beiträge: 2011 » Talkpoints: 0,00 » Auszeichnung für 2000 Beiträge



Es gibt viele Zettelchen in diverser Wäsche, wie zum Beispiel in Jeanshosen oder Baumwollhosen, in Unterwäsche, in Pullover oder T-Shirts und desgleichen. Und im Großen und Ganzen vertraue ich den Herstellerangaben schon, aber ich lese sie meist nicht, da ich meine Wäsche so wasche, wie ich es gelernt habe und, so wie ich der Meinung bin, dass die Wäsche gewaschen werden kann.

Da ich mich eigentlich nicht für die Herstellerangaben in der Wäsche interessiere und meine Wäsche so wasche, wie ich das möchte, interessiert es mich eigentlich auch gar nicht, ob die Wäsche nun ein Biosiegel hat oder nicht. Bis jetzt ist auch alles gut gegangen, meine Wäsche hat alles überlebt, obwohl ich mich nicht an die Herstellerangaben halte und es anders mache, als es auf den Zettelchen steht. Aber im Großen und Ganzen denke ich nicht so ganz, dass die Hersteller dass auf ihre Angaben schreiben dürfen, was sie wollen.

Immerhin kann es dann ja sein, dass ein Kunde die Lüge dann entlarvt und die Wäsche dann reklamiert und der Hersteller profitiert dann ja nicht davon. Der Hersteller macht dann ja mehr Verlust, als Gewinn, wenn die Kunden die Wäsche erst kaufen, die Lüge entlarven und die Wäsche dann reklamieren. Dann hat der Hersteller eine Menge an Ausgaben und dann bekommt er auch noch am besten gebrauchte Wäsche wieder.

» kai0409 » Beiträge: 3313 » Talkpoints: 58,14 » Auszeichnung für 3000 Beiträge


Wenn ich es noch richtig im Hinterkopf habe, ist der Begriff "bio" inzwischen gesetzlich geschützt. Da gab es mal irgendeine EG-Verordnung. Das Kuschelmuschel von früher sollte damit vorbei sein. Die Frage ist aber auch, ob diese Produkte dann z. B. auch sozialverträglich ("fair") produziert wurden und ob es z. B. wirklich sinnvoll ist, Biowolle von Schafen aus Neuseeland zu kaufen?

Ich glaube den europäischen Siegeln schon, aber die Frage ist, was hinter dem Siegel steht. Da sollte man sich dann eben im Fall des Falles informieren. Die Inhaltsstoffe sollten den gesetzlichen Vorgaben entsprechen, aber es ist eben nicht alles geregelt und wenn Grenzwerte eingehalten werden, heißt das auch nicht, dass es zwingend für jeden "ungefährlich" ist, einen bestimmten Stoff zu tragen. Im Rahmen der EU wurden auch viele deutsche Grenzwerte nach oben angepasst. Da muss man sich nichts vormachen.

Waschanleitungen befolge ich allerdings gnadenlos. Wobei ich zwischen 30 und 40 Grad eigentlich keinen Unterschied mache. Aber wenn da steht "kein Weichspüler", dann verwende ich den auch keinesfalls.

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» Richtlinie2 » Beiträge: 1874 » Talkpoints: 0,01 » Auszeichnung für 1000 Beiträge



Seit dem Pferdefleischskandal vertraue ich gar keinen Etiketten mehr, egal ob es sich dabei um Nahrungsmittel, Technik oder Kleidung geht. Denn seien wir ehrlich, man versucht immer so viel Gewinn wie möglich zu machen und das klappt eben am besten mit "hochpreisigen" Etiketten, denn so kann man hohe Preise vor den Kunden eher durchsetzen. Kein Mensch würde für ein Kik-Shirt freiwillig 30 Euro zahlen, aber wenn das "bio", "vegan" und "fairtrade" ist, bezahlen die Leute schon eher, egal ob es stimmt oder nicht.

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» Täubchen » Beiträge: 31073 » Talkpoints: 0,51 » Auszeichnung für 31000 Beiträge



Die Frage ist doch, was dir das persönlich überhaupt bringt. Was versprichst du dir von einem Kleidungsstück aus "Bio-Baumwolle"? Das sagt etwas darüber aus, wie die Baumwolle angebaut wurde, aber mehr auch nicht. Baumwolle wird aber im Verarbeitungsprozess chemisch behandelt, beim Färben natürlich auch und in die Transportcontainer kommt ein Mittel, das vor Schädlingsbefall schützen soll.

Klar, biologisch angebaute Baumwolle ist besser für die Umwelt als konventionell angebaut, aber im kompletten Herstellungsprozess macht das nur sehr wenig aus und für dich als Endverbraucher bringt das gar nichts, also wenn du dir dadurch ein Produkt mit weniger Schadstoffen versprichst.

Biologischer Anbau ist beim Baumwolle heute sehr weit verbreitet, diesem Siegel kann man schon vertrauen, aber wie gesagt, bringt nicht viel. Und es ändert auch nichts daran, dass Baumwollanbau extrem viel Wasser verbraucht und Wegwerf-T-Shirts vom Discounter damit zu einem großen Umweltproblem macht.

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» Cloudy24 » Beiträge: 22423 » Talkpoints: 84,93 » Auszeichnung für 22000 Beiträge


Wirklich sicher sein, kann man sich da bestimmt nicht, dass die Angaben bei Textilien stimmen. Das wird sicherlich wie bei allen Produkten sein, so dass da auch Labels, Aufkleber und Etiketten gefälscht werden. Ich würde mich da mal kundig machen, wenn ich es ganz genau wissen möchte, worauf man da achten sollte. Ich denke auch, dass sich viele Sachen einfach besser verkaufen, sie mit Bio gekennzeichnet sind oder eben ähnliche Hinweise aufgedruckt haben. Da werden sicherlich viele schwarze Schafe unterwegs sein.

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» Nelchen » Beiträge: 31353 » Talkpoints: 4,38 » Auszeichnung für 31000 Beiträge


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