Schlimmste Nebenwirkungen, die ihr bisher ertragen musstet
Es ist ja allseits bekannt, dass viele Medikamente, Nahrungsmittel oder Getränke Nebenwirkungen aufweisen. Hierbei wird immer auf den Beipackzettel verwiesen, den man sich durchlesen soll. Dort sind die häufigsten Nebenwirkungen aufgelistet. So kommt es sogar vor, dass im Beipackzettel des Aspirins unter Nebenwirkungen "Kopfschmerzen" vermerkt ist. Erscheint mir ganz schön paradox. Auch auf der Rückseite der Kaugummiverpackung von 5GUM ist vermerkt, dass übermäßiger Verzehr abführend wirken kann. Diese Beispiele sind ja noch harmlos, doch es gibt durchaus schlimmere.
Was waren eure schlimmsten Nebenwirkungen, die ihr jemals ertragen musstet? Bei welchem Medikament, Nahrungsmittel oder gar einem Getränk kam das vor? Habt ihr danach direkt aufgehört, auf dieses Mittel zurückzugreifen, oder seid ihr zum Arzt gegangen?
Ich musste mal ein Antibiotikum nehmen, was ich nicht so gut vertragen habe. Ich hatte nach der Einnahme Übelkeit und starke Kopfschmerzen. Sicherlich muss man aber bei so einem Medikament immer auch den Nutzen sehen und der war auf jeden Fall auch gegeben. Ich habe es dann zwar mit meinem Partner besprochen, aber ich habe es auch zu Ende genommen. So viele musste ich nicht nehmen und da ging das noch. Schlimmere Nebenwirkungen hatte ich zum Glück noch nicht.
Also den übermäßigen Verzehr von Hustenbonbons und dessen durchschlagenden Erfolg kann ich bestätigen. Außerdem gibt es von einer Hustensaft-Firma Hustenmittel in Form von Lutschbonbons, aber mit der Konsistenz von englischem Weingummi. Die schlagen mir unglaublich auf den Magen, da bekomme ich Sodbrennen von, wenn ich mehr nehme als die Dosierung für Kinder.
Ich hatte einen anaphylaktischen Schock, weil ich ein bestimmtes Medikament nicht vertragen habe. Es war sehr schlimm, hatte noch nach dem Schock tagelang Herzrhythmusstörungen und jedes Mal, wenn ich zb. versuchte lauter zu reden, polterte mein Herz. Das empfand ich schon als eine beängstigende existenzielle Gefährdung. Das Medikament wurde gewechselt und ich kam noch mit einem blauen Auge davon.
Leider vertrage ich ziemlich viele Antibiotikum nicht. Von daher bin ich in dieser Hinsicht wirklich sehr vorsichtig geworden und lasse mir auch nur dann ein Antibiotikum verschreiben, wenn es wirklich absolut notwendig ist und es nicht anders geht.
Von einigen Antibiotikum ist es mir passiert, dass ich furchtbare Bauchschmerzen bekommen habe und mir so schlecht war, dass ich mich dauernd übergeben musste. Das war wirklich kein schöner Zustand, vor allem deshalb nicht, weil er die ganze Zeit über angehalten hat, bis ich das Medikament abgesetzt hatte.
Mindestens zweimal ist es mir allerdings auch passiert, dass ich vom Antibiotikum so dermaßen Ausschlag bekommen habe, dass ich aussah, als wenn ich Masern im höchsten Stadium hätte. Ich habe so viele rote Flecken bekommen, dass meine Haut nach einigen Tagen ein einziger roter Fleck war und sich sogar richtig blau verfärbt hatte. Dazu juckte meine Haut auch so sehr, dass ich fast wahnsinnig wurde. Zudem konnte ich mich auch nicht aus dem Haus trauen, da nicht einmal mein Gesicht verschont war und ich wirklich katastrophal aussah. So würden alle Leute denken, ich hätte eine ansteckende Krankheit. Zudem hätte ich mich auch gar nicht getraut, mich so überhaupt in der Öffentlichkeit zeigen zu lassen.
Ich hatte sehr starke Nebenwirkungen nach zwei verordneten Antibiotika. Ich sollte die Tabletten zehn Tage nehmen. Mir war es dann gar nicht so gut und ich habe etwa die Hälfte der Zeit nur gelegen. Ich hatte versucht, den Arzt zu erreichen, der mir die Tabletten verordnet hatte, aber der war in Urlaub. Ebenso meine Hausärztin hatte Urlaub. So habe ich mich zu Hause hingeschleppt, bis ich alle Tabletten genommen hatte. Noch am gleichen Tag konnte ich nicht mehr und ließ mich zur Vertretung meiner Hausärztin fahren. Der Arzt rief sofort im Krankenhaus an und schickte mich dahin.
Als ich ankam wurde ich bereits von einer Ärztin empfangen, die mich untersuchte und mir Blut abnahm. Ich bekam dann gleich zwei Blutübertragungen und sehr viel Kortison. Sie sah immer wieder nach mir. Am nächsten Tag sagte sie mir dann, dass ich den Tag nicht mehr erlebt hätte, wenn sie nicht sofort etwas unternommen hätte. Das Antibiotikum hatte eine allergische Reaktion ausgelöst und meine Nieren hatten versagt. Deshalb bin ich nun sehr vorsichtig mit Antibiotikum.
Ich habe, was solche Dinge betrifft, bisher wohl einfach Glück gehabt. Ich habe zwar erst einmal am eigenen Leib erfahren müssen, dass ich von einer bestimmten Sorte Hustenbonbons wegen eines darin wohl enthaltenen Krauts Durchfall bekomme, aber das war nicht unbedingt weiter tragisch. Schade ist es bloß, auf die Bonbons seitdem verzichten zu müssen, denn sie schmeckten wirklich gut.
Ansonsten hatte ich bisher nur einmal richtig schreckliche Urtikaria am Körper, was mir ziemlich Angst gemacht hat, weil ich damals von der gesamten Thematik keinerlei Ahnung hatte. Was nun wirklich der Auslöser war, ist bis heute nicht bekannt, ich vermute allerdings eine bestimmte Art Sesam-Knäckebrot. Wieso das so war, weiß ich auch nicht, weil ich Sesam und die anderen typischen Inhaltsstoffe von Knäckebrot sonst immer vertragen habe und auch heute noch vertrage, aber um diese Sorte, die ich kurz vor dem Auftreten der Symptome zu mir genommen hatte, habe ich seitdem bis heute immer einen riesigen Bogen gemacht. Essen werde ich sie auch in Zukunft nicht mehr, das ist mir einfach zu riskant. Auch, wenn die Urtikaria damals sehr schnell wieder verschwunden war, sogar noch vor dem möglichen Arztbesuch. Sie war wirklich am gesamten Körper zu finden und sah einfach nur erschreckend aus.
Ansonsten hatte ich "nur" allergische Symptome gegenüber Nahrungsmitteln, von denen ich zu dem Zeitpunkt leider noch nicht wusste, dass ich allergisch gegen sie bin. Ich mache zwar ab und zu Allergietests, weil meine Allergien merkwürdig oft wechseln, aber manches Mal hat es mich eben leider schon mit einer allergischen Reaktion erwischt, bevor ich über einen Test von der Allergie auf dieses Allergen erfahren und demnach den Konsum diesen Allergens unterlassen konnte. Zugezogen habe ich mir dabei leichten Hautausschlag, besonders auf den Wangen, sehr leichte Schwellungen am Mund, außerdem Juckreiz. Aber zum Glück nichts Lebensbedrohliches. Außerdem würde ich allgemein noch einmal thematisch zwischen Nebenwirkungen von Medikamenten und "gewöhnlichen" allergischen Symptomen differenzieren.
Schlimmer erwischt hat es in Sachen Medikamenten-Nebenwirkungen meinen letzten Ex-Partner. Bei dem war offiziell nur eine Laktose-Intoleranz bekannt, er reagierte aber auf manche Sorten von Schmerzmitteln mit deutlich sichtbaren Schwellungen im Gesicht. Natürlich wurde zukünftig die Einnahme dieser unterlassen und stattdessen auf andere Medikamente umgesattelt. Aber das erste Mal, dass das völlig unerwartet auftrat, war es schon sehr Besorgnis erregend, da immer die Befürchtung bestand, die Schwellung könnte sich auch auf den Mundraum ausbreiten und die Atmung blockieren. Natürlich wurde ein Arzt kontaktiert. Zum Glück geschah aber nichts Schlimmeres, die Schwellung klang mit der Zeit problemlos wieder ab. Übrigens war das einmal eine real aufgetretene Nebenwirkung, die in den Packungsbeilagen der Medikamente damals gar nicht verzeichnet war. Ob es sich mittlerweile geändert hat, weiß ich nicht. Die Hersteller wurden von uns allerdings auf jeden Fall informiert.
Ich hatte die schlimmsten Nebenwirkungen, als ich ein Antidepressivum bekommen habe. Da hatte ich die volle Palette der möglichen Nebenwirkungen, mit Ausnahme von Übelkeit und Verdauungsbeschwerden. Es fing an mit einem völlig benebelten Gefühl im Kopf, Schwindel und genereller Müdigkeit. Ich war so müde und schwindelig, dass ich ganze Tage durchgeschlafen habe. Dazu kam dann, dass ich einen völligen Appetitverlust hatte, Alpträume und Schlafstörungen sowie sehr unheimliche Muskelzuckungen, Kopfschmerzen, verschwommenes Sehen, Zittern, Unruhe.
Ich habe das Mittel weder abgesetzt, noch bin ich deswegen zum Arzt gegangen. Ich habe es einfach irgendwie ausgehalten und nach gut einer Woche war die Intensivität der Nebenwirkungen auch wesentlich minimiert. Nach etwa einem Monat hatte ich dann gar keine beeinträchtigenden Nebenwirkungen mehr.
Ich nehme regelmäßig Medikamente ein weil ich es muss. Bei einem Medikament bekam ich mal ein anderes Präparat in der Apotheke und davon musste ich mich fast jeden Tag übergeben. Ich konnte das dann über ein neues Rezept verändern, aber bis dahin vergingen ein paar Tage. Da ich das Medikament nehmen muss, war das natürlich sehr unangenehm.
Ansonsten hatte ich bisher nicht wirklich schlimme Nebenwirkungen. Vor vielen Jahren, als ich noch die Pille nahm, hatte ich mal ein Präparat, bei dem ich am ganzen Körper einen Ausschlag bekam. Das wurde dann auch umgestellt und es ging dann. Sonst bin ich eigentlich nicht empfindlich und vertrage die meisten Sachen ganz gut.
Ich hatte noch nie irgendwelche Nebenwirkungen oder Allergien von Arzneimitteln oder Ereignisse, die sich auf Lebensmittelund zurück führen ließen. Ich bin in dieser Hinsicht echt robust
.
Aber ich kenne viele Leute, die die heir schon erwähnten Nebenwirkungen von Arzneimitteln hatten. Gerade bei Antibiotika ist oftmals mit einem Durchfall zu rechnen, weil einfach nicht nur die "bösen", sondern auch die "guten" Bakterien im Darm geschädigt werden und so die Darmschleimhaut so weit in Mitleidenschaft gerät, dass es zu Durchfall kommt. Ebenso gibt es Allergien auf Atibiotika oder eben Kopfschmerzen und Übelkeit, weshalb sich vielfach beklagt wird und wo man dann schauen muss, was man macht.
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