Schaut ihr auch erst bei Google und geht dann zum Arzt?
Wenn ich irgendwelche Schmerzen habe, dann schaue ich eigentlich erst kurz mal bei Google rein, um mir schon mal ein Bild zu machen, was es sein könnte. Eigentlich ist es ja Quatsch, weil man dann auf hunderte Krankheitsbilder stößt, aber ich mache es trotzdem. Ab und zu treffe ich auch voll ins Schwarze.
Schaut ihr auch erst immer im Internet ob ihr was zu den Symptomen, findet oder ihr immer gleich zum Arzt geht? Trefft ihr dann meistens ins Schwarze bei der Suche, oder liegt ihr immer voll daneben? Hilft es euch wenn ihr danach googelt, um vor dem Arzttermin einige Hilfsmittel auszuprobieren?
Ich schaue auch gerne mal vorher bei Google, was diese Krankheit sein könnte. Ich meine, im Internet findet man heutzutage wirklich alles, und es gibt durchaus auch gescheite Informationen bezüglich Krankheiten und Schmerzen. Deswegen schadet es nicht, wenn ich mich vorher informiere. Es kann auch leicht sein, dass im Internet eine einfache Lösung angeboten wird. Dieser gehe ich dann nach, und der Arztbesuch hat sich ergeben. Deshalb ist es schon ratsam, danach zu suchen.
Manchmal kommt es jedoch vor, dass ich nichts finde, außer den Rat zum Arzt zu gehen. Ich suche auch nicht nur ausschließlich, sondern manchmal stelle ich meine Frage ins Internet, beispielsweise auf Gute-Frage. Dann wird mir noch explizierter geholfen.
Damit würde ich mich nicht verrückt machen. Für jedes Symptome gibt es irgendwo auch eine sehr ernste Krankheit und wenn man davon dem Arzt erzählt, steht man als Hypochonder da, vor allem wenn man sich dann auch noch hineinsteigert, wie es eine Bekannte von mir unter starkem Stress passiert ist.
Ich halte es für eine Unart, seine Symptome vor dem Arztbesuch im Internet zu suchen und dennoch kann ich mich nicht davon freisprechen, wenn ich auch selbst diese Symptome mal bei Google eingebe. Irgendwie ist es beruhigend zu wissen, wenn man nicht allein mit diesen Problemen dasteht und trotzdem bin ich da skeptisch. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, man versteift sich manchmal auf bestimmte Erkrankungen und dann sagt der Arzt doch etwas ganz anderes, zudem sind manche Krankheitsverläufe doch anders oder die Symptome sind anders zu deuten.
Gerade, wenn ein Arzttermin nicht schnell genug kommen kann, muss ich sagen, reagiere ich aber auch so, dass ich etwas suche. Die Realität zeigte aber dann, dass es doch etwas anderes war, als vermutet und man auch eine andere Diagnose bekam. Dafür muss man einfach auch die eigene, individuelle Geschichte betrachten, und gegebenenfalls bestehende Erkrankungen mit einfließen lassen. Manchmal kommt man dann auch auf eine logische Erklärung oder auf eine bestimmte Verbindung.
Google ist auch für mich stets die erste Instanz der Diagnose. Besonders gut finde ich es allerdings nicht seine Symptome vorab zu googlen. Oftmals haben sich bei mir die Recherchen über ganze Stunden erstreckt und schlauer wurde ich daraus auch nicht. Besonders bei eher diffusen Symptomen, wie "gesteigertes Durstgefühl" oder "Knieschmerzen" kann Google einem in aller Regel nicht helfen.
Beim Ersteren habe ich gut zwei Stunden gebraucht um auf eine Seite zu stoßen, die eine plausible Ursache für das Symptom liefern konnte. Zuvor hatte ich mich aber durch etliche Internetseiten wühlen müssen, mit den unterschiedlichsten Erklärungen. Dies habe ich zwar als Biologie-Interessierter als recht hinnehmbar empfunden, aber an sich ist das ja nicht besonders effizient.
Bei der Ursachenfindung meiner Kniebeschwerden konnte mir Google hingegen überhaupt nicht helfen. Ich las dann von etwa 20 möglichen Ursachen, von den dann aber doch keine besser in Frage kam als die andere, und so hatte ich mit dem Googlen eigentlich nur Zeit verschwendet.
Ein selten positives Beispiel: Einst habe ich an meinem Knie eine kleine Beule entdeckt, die wohl von einer Prellung kam. Mich hat dies sehr beunruhigt, dank Google fand ich dann aber heraus, dass solche kleinen Beulen komplett unproblematisch sind. Aber auch da habe ich lange gebraucht, um an diese Information zu kommen. Insofern ist der beste Weg immer der zum Arzt, wobei es natürlich nie schaden kann sich vorher zu den Symptomen etwas einzulesen um mit dem Arzt dann auf einer Augenhöhe sprechen zu können.
Da ich eigentlich sehr selten irgendeine außergewöhnliche Krankheit habe, google ich meine Symptome fast nie. Ich finde es sogar manchmal ein wenig nervig, wenn Freunde beziehungsweise Bekannte von mir mit mir über ihr jeweiliges Krankheitsbild reden und dann felsenfest überzeugt davon sind, eben diese Krankheit zu haben. Wenn man mit dieser Einstellung zum Arzt geht, kann man schon als Hypochonder rüberkommen, der sich so gut wie möglich über diese Krankheit informiert hat.
Wenn ich mich richtig erinnere, habe ich bisher nur Spannungskopfschmerzen und Migräne "gegooglet", weil ich wissen wollte, was der Unterschied ist und was da auf mich zutreffen könnte. Hoffentlich keins von beiden. Aber anhand dieses Beispiels habe ich schon viele Leute kennengelernt, die meinen, dass sie Migräne hätten, da sie (angeblich) dieselben Symptome wie Lichtempfindlichkeit, wie ein Messerstechen etc. verspüren, wobei ich bei einigen eher glaube, dass sie es sich einreden.
Im Prinzip glaube ich aber, dass bisher jeder Mensch, der mit Google umgehen kann, eines seiner Krankheitsbilder schon gegooglet hat.
Sicherlich bekommt man im Internet viele Krankheiten erklärt und kann auch schön bei Google eingeben, was man hat, aber ich halte das wirklich für eine schlimme Sache und ich möchte auch erklären warum. Nun kann ja im Internet jeder schreiben, der das möchte und auch jeder kann eine Seite betreiben. Sicherlich wissen auch einige Menschen nicht so wirklich, was sie da schreiben oder aktualisieren ihren Wissensstand nicht und dann hat man vielleicht die Symptome für eine Migräne eingegeben und bekommt als Antwort Hirntumor. Geht man dann sofort zum Arzt? Sicherlich nicht. Man muss ja erst mal damit klarkommen, was kommen könnte. In der Zeit hätte man seine Kopfschmerzen schon los sein können.
Vor allem kann man sich ja nicht auf Verdacht hin selber behandeln und muss dann am Ende doch zum Arzt gehen. Was hat man also gekonnt? Nichts. Der Arzt weiß doch auch was er tut und hat mit Sicherheit ein größeres Fachwissen. Zumal man ja auch nicht immer nur eine Krankheit sehen kann, sondern auch den Zusammenhang. Sind Krankheiten in der Familie bekannt oder war schon mal eine ähnliche Sache, was wurde getestet und wie ist das auszuwerten das kann einen Google nicht sagen.
Ich habe auch schon nach irgendwelchen Symptomen bei Google gesucht, allerdings ist es auch nicht so gut, weil man sich manchmal auch unnötig verrückt macht. Meistens verlasse ich mich auf meine Mutter, welche viele Symptome aufgrund von ihrer Lebenserfahrung deuten kann, das finde ich auch ganz gut und ich bin einfach froh, dass meine Mutter auch immer ein offenes Ohr für mich hat. Ansonsten ist es schon besser, wenn man direkt zum Arzt geht und nicht bei Google schaut, es gibt ja immerhin auch einen Grund, wieso Ärzte so lange Medizin studieren müssen, das ist eben ein kompliziertes und umfangreiches Thema.
Ich halte es auch für völligen Quatsch, wenn man vor einem Arztbesuch im Internet nachschaut, was man haben könnte. Vielfach sind Symptome gleich, aber trotzdem haben zum Beispiel zwei verschiedene Personen mit den haargenau gleichen Symptomen zwei grundsätzlich verschiedene Krankheiten. Somit ist es nur Zeitverschwendung und man macht sich unter Umständen umsonst Angst. Zudem schaue ich nicht noch extra ins Internet, wenn es mir schlecht geht, sondern schaue zu, dass ich möglichst schnell zum Arzt fahre. Ein Arzt ist für die Diagnose zuständig.
Ich schaue auch immer vorher in Google. Da kann man schon so einiges herausfinden. Wenn ich das zum Beispiel nicht gemacht hätte würde es mir vermutlich immer noch ziemliche bescheiden gehen. Hat meine Beschwerden doch nie ein Arzt ernst genommen und ich wurde schon in die Psychoecke geschoben. Habe dann mal lange in Google gesucht und bin auf Hashimoto gekommen. Erst auf diese Internetdiagnose hin hat der Arzt eine Untersuchung veranlasst und siehe da, ich habe Hashimoto. Und seit ich jetzt Tabletten nehme geht’s mir wieder relativ gut.
Auch bei allem anderen schaue ich im Internet nach. Für mich ist es wichtig sich zu informieren und oft kann einem das helfen. Sicher gibt es für Symptome auch immer schwere Erkrankungen die dort stehen, aber ich gehe ja eh zum Arzt und lasse alles abklären, aber ein wenig Information hat noch nie geschadet.
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