CAP Zahn17 behandelt - nach 2 Monaten Nachwehen noch normal?

vom 15.04.2013, 20:58 Uhr

Nach dem Durchwühlen viele Zahnarztforen und der Endbehandlung von CAP Zahn 17, frage ich hier nochmals nach, ob jemand nach einer Wurzelrevision 70 bis 80 Prozent der Schmerzen los bekommen hat und noch eine Art Pulsieren und so etwas wie Ziehen, Prickeln oder sanftes Stechen an der Kopfhaut im oberen Schädelbereich verspürt hat. Ich habe schon so viel gesucht und sogar bei wikipedia gelesen, aber so wie ich, beschreibt das niemand. Ich versuche das auch meiner Zahnärztin klar zumachen, aber sie kann sich das auch nicht vorstellen.

Um alles auszuschließen habe ich auch eine MRT des Schädels machen lassen, die Gott sei Dank keine Anomalien oder Raumforderungen im Schädel feststellte. Ich habe noch eine CAP, die nicht so groß sein soll, unter Zahn 15. Das Problem ist, dass der recht klein ist und auch noch eine Krone darauf ist. Noch dazu ist die Wurzelbehandlung unterfüllt. Meine Ärztin scheut sich davor, weil vielleicht ein Stift drinnen ist oder die Krone brechen könnte. Der letzte Termin am Dienstag endete in einer Zahnsteinentfernung an den unteren Schneidezähnen und einem antibakteriellen Streifen zwischen dem CAP Krone-Zahn 15 und der Krone 16.

Dort hat sie mir beim Zahn 14 nebenan auch die Taschen gereinigt, weil ich sagte, dass ich mit der Zunge dort immer einen komischen Geschmack wahrnehmen würde. Das wären Bakterien gewesen, die jetzt weg wären. Ich sollte gut und fest putzen. Das tat ich auch und wohl zu fest, weil mir jetzt das gesamte Zahnfleisch ringsum wehtut. Der Zahn fühlt sich jetzt nicht mehr eklig schmeckend an, sondern als ob er wie Eis wäre. Der hat eine große, weiße Kunststofffüllung, dessen Ränder dunkelbraun sind, obwohl ich weder Kaffee trinke noch rauche. Sie meinte, das wäre keine Karies. Wir sollten auch diese Zahnfleischentzündung erst in den Griff bekommen, bevor wir den CAP-Kronen-Zahn 15 aufmachen.

Jetzt zieht sich alles seit Oktober 2012 hin und es widert mich so an. Ich war bei vier Zahnärzten und im Krankenahaus und habe die zu einer Computertomographie gejammert, die erst die Ursache zeigte. Diese hat vorher niemand im Röntgen gesehen. Jetzt stehe ich ohne Termin und mit einem Status quo des Prickeln und leichten Werken der Kopfhaut da und schütte mir, wenn es mir zu doll wird, Franzbranntwein oder Perskindol auf die Stellen. Vielleicht ist das auch schlecht oder ungeeignet, aber damals, wie der Zahn 17 noch voll wütete, hemmte dies ein bisschen das Stechen und die Schmerzen über dem Ohr bis zur Schläfe. Ich weiß echt schon nicht mehr, was ich tun soll. Ich will nicht jeden nerven und dieses Unbehagen soll weg und ich kann nicht alle 5 Minuten den Zahnarzt wechseln.

Die Zahnärztin meinte, dass könnten noch Nachwehen von der ausheilenden Entzündung unter dem Zahn 17 sein, wo sie alle drei Kanäle aufbereitet und einer nie! gefüllt war und beim Bohren und Feilen sehr streng roch. Ich kann aber nirgends im Internet solche Aussagen finden. :twisted:

» celles » Beiträge: 8677 » Talkpoints: 4,08 » Auszeichnung für 8000 Beiträge



Nach so einer langen Zeit sollten meines Wissens keine derartigen Schmerzen mehr vorhanden sein. An Deiner Stelle würde ich, wenn Deine Zahnärztin sich uneinsichtig zeigt, zu einem anderen Zahnarzt gehen und den noch einmal nachkontrollieren lassen, was bei Dir los ist.

Es muss natürlich nicht unbedingt ein Behandlungsfehler sein, sondern auch Missempfindungen sind an Zähnen durchaus möglich. Man könnte es etwa mit "Phantomschmerzen" vergleichen. Aber auf jeden Fall solltest Du bei einem kompetenten Arzt abklären, was bei Dir los ist, und nicht einfach abwarten! Sollte wirklich etwas schiefgelaufen sein bei Deiner letzten Behandlung, so sollte man das nicht zu lange ruhen lassen, sondern sich möglichst bald darum kümmern.

Vielleicht wäre, wenn sich zahnärztlich nichts finden lässt, auch ein Neurologe einen Versuch wert? Bei zahnärztlichen Behandlungen kann es durchaus dazu kommen, dass wichtige Nerven im Kopfbereich verletzt werden. Dann können Empfindungsstörungen auftreten, von Taubheit bis hin zu Schmerzen. Das könnte ich mir bei Dir auch vorstellen, bei dem, was Du beschreibst.

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» Wawa666 » Beiträge: 7277 » Talkpoints: 23,61 » Auszeichnung für 7000 Beiträge


Ich war schon beim Neurologen und die MRT hat keine Abnomalien im Kopf festgestellt. Donnerstags wurde das Ziehen und Brenne der Kopfhaut mit dem wechselnden stechenden Prickeln schon so störend, dass ich schon am Heulen war. Am Freitag wollte ich zu meiner neuen Zahnärztin, aber die hatte keine Zeit und ist zwei Wochen auf Urlaub.

Daher ging ich jetzt zu meinem alten Zahnarzt zurück. Der nahm mich gleich dran und für Montag nach den Möbelpackern habe ich den ersten Eingriff und am Dienstag um 15:00 den zweiten. Er meinte, es läge vielleicht auch an Zahn 14 und Zahn 15, dem mit der Krone. Er ist schwach klopfempfindlich, aber wurzelbehandelt, daher spüre ich nichts oder fast gar nichts. Am Mittwoch habe ich ewig lange Arbeit, da kann ich wieder erst am Donnerstag hin.

Er hat wieder ein Kleinbildröntgen gemacht, aber man sieht einfach nichts und bei der Krone schon gar nichts. Mir wurde dieses Mal Augmentin verschreiben und zur Not in Paarung mit Parkemed. Ich nehme das schon seit Freitag und jeden Tag ein Parkemed. Zuerst spürte ich gar nichts, aber an Tag 3 nehme ich trotz Parkemed wieder ein leichtes Prickeln auf der empfindlichen Kopfhaut wahr. Es nervt im Moment mehr, als es weh tut. Ich weiß auch nicht, ob ein Ziehen und Brennen gemeinsam mit prickelnden Stichen mal links, mal rechts und dort an einer Triggerstelle Schmerzen sind oder einfach ein sehr störendes Unbehagen.

Wenn Zahn 14 und 15 nach den Eingriffen keine merklichen Besserungen ergeben, denke ich daran mal Zahn 17, der neulich mit drei Wurzelkanälen neu aufbereitet wurde, ziehen zu lassen. Ein halbes Jahr nur Zahnarzt, HNO, Neurologe, Allgemein Praktiker und Krankenhaus machen meinen Alltag zur Hölle.:twisted:

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Mein CAP Zahn 15 und der 14er wurden heute in einer einstündigen Sitzung aufgemacht. Der Wurzelkanal bei 15 wurde verlängert. Dazu musste erstmals die Krone weg. Der Zahn war tot und ich habe nichts gespürt. Bei 14 tat schon ein leichtes Anbohren sehr weh und ich bekam eine Spritze, die mir sogar noch nach vier Stunden eine taube Oberlippe beschert. Beim Bohren roch es leicht komisch.

Die beiden Wurzelkanäle werden jetzt aufbereitet. Das Stechen im Kopf ist momentan weg, aber ich will nicht zu früh frohlocken, weil jedesmal, wenn ich glaube, dass alles nachlässt, beginnt es wieder zu stecken. Zwei Augmentin Tabletten muss ich noch fertig nehmen und vielleicht ergibt sich anschließend ein neues Bild, ohne oder mit weniger oder anderen Schmerzen. :oops:

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Nach vielem Stechen und Schmerzen war ich gerade nochmals beim Zahnarzt. Der hat mir Zahn 14 gemacht, obwohl der gar nicht befundet war. Dort hat er einen Wurzelkanal gemacht, der nicht gefunden wurde. Der hat beim Bohren sehr gestunken. Auch die Computertomographiefotos hat er sich geholt und studiert. So konnte er sehr gut arbeiten. Ich habe ihn gebeten, den CAP Zahn 17 zu ziehen, weil ich seitlich noch immer Schmerzen hatte. Nach der Extraktion stellte sich heraus, dass ich an der Doppelwurzel eine Fistel hatte. Die hat er auch fotografiert und die hatte niemand gesehen. Ich fühlte mich gleich viel besser und hoffe, dass es jetzt vorbei mit dem Schrecken ist. Er wird zwei Kronen auswechseln, eine wurde sowieso abgenommen und wurzelbehandelt und über den gerissenen Zahn eine Brücke machen. :lol:

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