Neue Pullmoll Bonbons homöopathieverträglich

vom 12.04.2013, 02:35 Uhr

Ich habe neulich eine für mich neue Sorte Pullmoll-Hustenbonbons in einem Drogerie-Regal gesehen. Es handelt sich um die Sorte "Milch und Honig". Ob die wirklich so nagelneu ist, oder ob es sie schon länger gibt, weiß ich nicht genau. Fakt ist aber, ich habe sie erst vor Kurzem zum ersten Mal zu kaufen gesehen. Und weil mir die Geschmacksrichtung "Milch und Honig" zusagt und ich sowieso neue Hustenbonbons besorgen wollte, habe ich auch eine dieser runden Metalldosen davon gekauft.

Erst zuhause viel mir auf, dass auf der Dose die Aussage aufgedruckt ist, die Bonbons seien "homöopathieverträglich". Auch, wenn ich der Wirkungsweise von Homöopathie sehr skeptisch gegenüberstehe, kenne ich ihre grundliegenden Prinzipien, denn ich habe darüber schon viel gelesen, um mich genauer zu informieren. Ich weiß daher, dass es Stoffe geben soll, die während der homöopathischen Behandlung einer Krankheit die Krankheit verschlimmern können sollen. Beispielsweise soll oft Menthol oder Minze vermieden werden, wodurch es wohl schon seit längerer Zeit "homöopathieverträgliche" Zahncreme geben soll.

Aber wie ist das mit diesen Bonbons? Wieso sollen speziell diese homöopathiverträglich sein? Liegt das nur daran, dass kein Menthol darin enthalten ist? Aber das könnte ja auch einfach so dort notiert werden, ohne einen Verweis auf die Homöpathie. Ebenso glaube ich, dass es auch noch andere Bonbons von Pullmoll gibt, die keine Minze enthalten. Diese werden aber auch nicht explizit als homöopathieverträgliche Bonbons verkauft. Wieso also macht man diesen Verweis bei den Milch-und-Honig-Bonbons? Woran liegt es? Haben sie irgendeinen speziellen, in der Homöopathie wichtigen, Inhaltsstoff? Oder kann man das getrost als Werbegag mit dem Hintergedanken der Gewinnmaximierung mit einer weiteren neuen gesundheitlichen Thematik betrachten?

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» Wawa666 » Beiträge: 7277 » Talkpoints: 23,61 » Auszeichnung für 7000 Beiträge



Für mich klingt das nach reiner Geschäftemacherei. Aber da ich eh nichts von Homöopathie halte, kann ich das leicht sagen. Für mich ist das genauso, als ob man auf Butter und Brot schreiben würde, dass sie keinen Fisch enthalten, oder auf Zucker, dass keine Laktose drin ist. Wenn man auf alles draufschreibt, womit es verträglich ist, käme eine lange Liste zusammen. Aber natürlich kann es sein, dass Homöopathie-Anhänger im Normalfall auf Hustenbonbons verzichten müssen. Das weiß ich nicht.

» anlupa » Beiträge: » Talkpoints: Gesperrt »


Ich kenne diese Bonbons noch nicht, weil ich mich auch nicht so sehr mit der Homöopathie und den Dingen auseinandersetze, die damit verträglich sind. Aber schlecht finde ich es eigentlich nicht, dass es Bonbons gibt, die verträglich mit der Homöopathie sind. Es ist ja so, dass bei der Einnahme von homöopathischen Mitteln, besonders bei stärkeren Mitteln, die gleichzeitige Einnahme ätherischer Öle möglichst zu vermeiden ist, weil es sonst sein kann, dass das homöopathische Mittel nicht wirkt. Bei den meisten Bonbons sind aber ätherische Öle enthalten, weil diese den Geschmack geben.

Aber natürlich ist es auch eine Marketing- Strategie der Firma, wenn sie auf die Packung schreiben, dass die Bonbons sich mit der Einnahme homöopathischer Arzneimittel vertragen. Es gibt sicher einige Menschen, die diese Bonbons aufgrund dieser Tatsache kaufen, weil sie vielleicht auch nicht wissen, welche Bonbons sie sonst noch in der Verbindung mit homöopathischen Arzneimitteln zu sich nehmen können. Mit diesem Hinweis fühlen sie sich einfach sicherer und die Firma verdient mehr Geld.

» Barbara Ann » Beiträge: 28946 » Talkpoints: 58,66 » Auszeichnung für 28000 Beiträge



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