Welche Genesungsaussichten bei jahrelangem Koma?
In meinem weiten Bekanntenkreis liegt ein mittlerweile 40 jähriger Mann schon seit mehreren Jahren im Koma. Die Ärzte haben wohl gesagt, dass es passieren kann, dass er dennoch wieder aufwacht. Natürlich hoffen die Angehörigen darauf, dass er wieder aufwacht. Aber kann ein Mensch, der lange Jahre im Koma lag überhaupt wieder wirklich gesund werden? Welche Genesungsaussichten hat so ein Mensch, wenn er wirklich aufwacht?
Ist es nicht eher so, dass dieser Mensch bis zum Lebensende behindert sein wird oder kann es wirklich sein, dass ein Mensch nach mehreren Jahren aufwacht und wieder völlig "normal" sein wird, als wenn nie was gewesen ist? Habt ihr schon von Fällen gehört, wo ein Mensch wirklich jahrelang im Koma lagt und nun völlig gesund ist?
Ich habe neulich im Fernsehen den Bericht über eine Frau gesehen, die nach Jahren aus dem Koma wieder erwacht ist. Sie war zwar blind, aber geistig wieder voll fit. Natürlich musste sie Einiges wieder lernen, aber sie war voll bei Verstand und wollte sogar ihre Doktorarbeit schreiben, was sie vor dem Koma auch schon vorhatte.
Es ist anscheinend schwer, Voraussagen zu treffen. Es kommt darauf an, wie stark das Gehirn geschädigt ist. Eine Frau wurde vorgestellt, die im Koma lag und bei der man im Gehirn wohl sehen konnte, dass das nichts mehr zu machen war. Aber man weiß anscheinend noch sehr wenig über diesen besonderen Gehirnzustand, wenn man im Koma liegt.
Ampelmännchen hat geschrieben:oder kann es wirklich sein, dass ein Mensch nach mehreren Jahren aufwacht und wieder völlig "normal" sein wird, als wenn nie was gewesen ist?
Ja sein kann das schon. Man sollte sich aber immer im Klaren sein, dass dies die absolute Ausnahme ist. Überhaupt nach mehreren Jahren im Koma wieder aufzuwachen ist schon sehr selten, dann auch noch kaum schwerwiegende Beeinträchtigungen davon zu tragen eine Rarität.
Vorraussagen kann sowas natürlich niemand, sonst wäre das ja alles kein Problem. Der Arzt sagt einem genau nach wieviel Tagen man wieder aufwacht und wie geschädigt der Patient dann ist und schon ist es ganz einfach eine Entscheidung zu treffen wie lange man noch therapiert. Das geht aber nun einmal nicht. Man kann nur das Ausmaß der Schädigung abschätzen, aber auch wenn man im CT oder MRT sieht, wieviel Gehirnanteil zum Beispiel von einem Schlaganfall betroffen heißt, weiß man deswegen noch nicht, was bei dem einzelnen Patienten damit genau an Funktionen ausfällt und was davon wieder erlernt werden kann.
In den überwiegenden Fällen tut man sich weder als Angehöriger noch dem Patienten damit einen Gefallen auf so eine "Wunderheilung" zu hoffen. Das bringt fast immer nur jahrelanges Leid mit sich, weil man dem Sterbeprozess ewig zugucken muss und am Ende ja doch nichts tun kann.
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