Welche Warnsignale sendet ein drohender Herzinfarkt aus?

vom 30.03.2013, 14:16 Uhr

In meinem Bekanntenkreis ist in den letzten Wochen einer an einem Herzinfarkt gestorben und ein Kollege liegt wegen eines Herzinfarktes im Krankenhaus. Wenn ich darüber nachdenke, waren die beiden nicht älter als ich und ich mache mir da schon meine Gedanken.

Welche Warnsignale sendet der Körper eigentlich bei einem drohenden Herzinfarkt aus? Welche Warnsignale sollte man wirklich ernst nehmen? Woran kann man erkennen, dass man schon gefährdet ist?

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» Sherlock-Holmes » Beiträge: 2025 » Talkpoints: 0,00 » Auszeichnung für 2000 Beiträge



Sämtliche Formen der koronaren Herzkrankheit können theoretisch Vorboten vom Herzinfarkt sein, müssen es aber nicht. Die Erstmanifestation einer KHK zeichnet sich bei 50% durch das sogenannte akute Koronarsyndrom (ACS) aus, 40% gehen zurück auf eine stabile Angina pectoris (Brustenge) und weitere 10% manifestieren sich leider sofort in einem plötzlichen Herztod. KHK ist ja, um es kurz nochmal aufzufassen, die Manifestation einer Arteriosklerose der Herzkranzgefäße. Wird in irgendeiner Weise die KHK manifest, kann man davon ausgehen, dass man ein erhöhtes Risiko für einen Herzinfarkt hat.

Weiterhin kann man sich sein eigenes Risiko anhand folgender "Major"- und "Minor"-Kriterien zusammenbasteln: Zu den Major-Kriterien zählen a) ein erhöhter LDL-Cholesterin und zugleich ein erniedrigter HDL-Cholesterin, b) arterieller Hypertonus, c) Diabetes Mellitus, d) Alter, e) Nikotinabusus, f) Familienanamnese (wenn also in einer Familie Herzinfarkte/KHK in jüngeren Jahren aufgetreten ist). Minor-Kriterien hingegen sind Faktoren wie Adipositas, Bewegungsmangel, Glucosetoleranzstörung, Lipidstoffwechselstörungen, Entzündungszustände. Bei Patienten, die vor allem die Major-Kriterien erfüllen, liegt meist bereits eine Form der KHK vor.

Die Manifestationformen der KHK sind übrigens folgende: asymptomatische KHK (auch stumme Ischämie genannt, gibt kaum "Warnsignale"), symptomatische KHK mit den Subformen ACS (darunter zählt man die instabile Angina pectoris (plötzlich aufgetrene Brutsenge, durch Nitro nicht behandelbar, an Intensität immer zunehmend), NSTEMI (Herzinfarkt ohne ST-Hebung im EKG) und STEMI (Herzinfarkt mit ST-Hebung im EKG)), Herzrhythmusstörungen und plötzlicher Herztod.

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» getku » Beiträge: 883 » Talkpoints: 11,06 » Auszeichnung für 500 Beiträge


Vorab: Meines Wissens nach kann man sich ab dem 35 .Lebensjahr auf Kosten der gesetzlichen Krankenkasse vom Arzt vorsorglich untersuchen lassen: Risilofaktoren liegen hierfür oft in der Familie und können meist mit Medikamenten unter Kontrolle gebracht werden wie z. B. Cholesterinwerte. Beim Rauchen ist der Homocysteinwert interessant, wobei Rauchen, Übergewicht, fettreiche Ernährung wie Chips oder viel Fleisch und zu wenig Sport natürlich nicht gerade ideal sind . => BLUTTEST

Einen akuten Herzinfarkt kann man an folgenden Alarmzeichnen erkennen:

    - Atemnot, insbesondere bei Bewegung,
    - Schmerzen in der Brust, die länger als 5 Minuten anhalten,
    - Druck im Brustkorb,
    - Schwächeanfall
Rede am Besten mal mit deinem Hausarzt darüber.

» Juri1877 » Beiträge: » Talkpoints: Gesperrt »

Zuletzt geändert von ten points am 01.04.2013, 22:19, insgesamt 1-mal geändert. Zeige Beitragsversionen


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