Übelkeit und Brechreiz, wenn man friert?

vom 20.03.2013, 20:28 Uhr

Schon vor vielen Jahren, eigentlich schon seit meiner Kindheit, ist es bei mir so, dass ich, wenn ich extrem friere, davon Übelkeit beziehungsweise Brechreiz, allerdings nicht bis zum tatsächlichen Erbrechen, bekomme. Weil es schon immer so war, habe ich noch nie einen Arzt danach gefragt. Genau genommen habe ich immer mal wieder daran gedacht, zu klären, ob das "normal" ist, oder woher dieser Zusammenhang zwischen Frieren und Brechreiz kommen könnte, aber ich habe es dann immer vergessen, zu fragen, wenn ich dann doch einmal wegen irgendeiner anderen Sache zu einem Arzt gegangen bin. Und ich gehe ja auch nur alle paar Jahre mal zu einem Allgemeinmediziner. Bisher habe ich es also noch nicht geschafft, einen Fachmann zu befragen, wie es dazu kommen kann, dass mir vom Frieren schlecht wird, also dachte ich, frage ich einfach mal hier im Forum. Vielleicht kennt jemand von euch ja dieses Phänomen von sich selbst, oder weiß eine medizinische Begründung dafür?

Es ist übrigens nicht gleich so, dass ich sofort Brechreiz bekomme, wenn mir bloß ein bisschen kalt ist. Da muss ich schon sehr frieren, so sehr, dass ich zittere oder sogar mit den Zähnen klappere. Das kommt zum Glück nicht allzu oft vor, aber wenn ich im Winter aus dem warmen Zug oder warmen Auto ins Kalte nach draußen steige, dann habe ich das durch diesen plötzlichen Temperaturunterschied leider manchmal.

Ich kann mir vorstellen, dass diese Übelkeit vielleicht damit zusammenhängt, dass ich, wenn ich stark friere, teilweise auch etwas verkrampfe. Zumindest habe ich das Gefühl, dass ich dann den Kiefer irgendwie versteife. Vielleicht trifft das auch irgendwie auf die Magengegend zu, oder behindert irgendwie ein wenig die Atmung, sodass dies irgendwie Übelkeit hervorruft. Das wäre zumindest eine Theorie, die mir dazu einfiele. Aber kann das wirklich sein? Oder was sind die richtigerweise zutreffenden Gründe?

Und sollte man deswegen einen Arzt aufsuchen, oder ist das vollkommen harmlos? Ich habe das, wie gesagt, im Grunde schon "immer". Das erste Mal, das ich mich bewusst daran erinnern kann, muss im Alter von sieben oder acht Jahren gewesen sein. Andere Beschwerden in diese Richtung hatte ich aber in all den Jahren noch nie.

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» Wawa666 » Beiträge: 7277 » Talkpoints: 23,61 » Auszeichnung für 7000 Beiträge



Und ich dachte ich wäre der einzige. Bei mir ist es allerdings so, dass, wenn ich mit offenem Fenster schlafe, ich mich am nächsten morgen wirklich krank fühle, also nicht nur ein wenig, sondern wirklich richtig krank, mit Brechreiz, Kopfschmerzen und allem drum und dran. Doch das wusste ich bis vor einem halben Jahr selbst nicht. Mir war jeden morgen extrem übel und ich wusste einfach nicht woran es lag, hab alle möglichen Flüssigkeiten vom Arzt ausprobiert, hab sogar mal meine Nahrung von "Hauptsächlich Fleisch" auf "Hauptsächlich Gemüse&Obst" geändert, das hat allerdings auch nichts gebracht.

Dann hab ich, wie der Zufall es will, mit geschlossenem Fenster geschlafen, weil meine Mutter das Fenster, als ich eingeschlafen bin, geschlossen hat. Und ich hab gemerkt: Hey, mir geht es nicht so schlecht wie gestern. Am nächsten Tag hab ich das Fenster direkt zu gelassen und mir ein T-Shirt angezogen und der Brechreiz war weg!
Ich konnte gar nicht glauben, dass es an so einer Kleinigkeit lag.

Also was ich dir einfach mal empfehle, zieh dich immer so warm an, dass du gar nicht erst zum frieren kommst!
Oder falls du mit offenem Fenster und nur in Unterhose schläfst, zieh dir etwas an und mach das Fenster zu.

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» MrRoomservice » Beiträge: 120 » Talkpoints: 0,20 » Auszeichnung für 100 Beiträge


Mir ging es ja eher um das Frieren, wenn man bei Kälte draußen unterwegs ist, aber das, was Du schreibst, passt natürlich auch super zum Thema! Ich hatte das schon fast vergessen, aber genau das Problem, das Du beschreibst, hatte ich nämlich auch eine Zeit lang, als ich noch bei meinen Eltern gelebt hatte und zur Schule gegangen bin.

Wobei es bei mir so war, dass mein Vater, ein unbelehrbarer Geizhals, immer Heizkosten sparen wollte und daher andauernd die Heizung abklemmte. Da hieß es dann, heizen sei Geldverschwendung und Kälte härtet außerdem ab. Nachts konnte ich kaum schlafen, weil ich so gefroren habe, und morgens habe ich Brechreiz gehabt. Das sogar bei geschlossenem Fenster, aber verwunderlich war das nicht, weil das Thermometer trotzdem nie mehr als 12 Grad im Zimmer anzeigte. Einigen Menschen mag das genügen, aber ich habe dabei gefroren, obwohl ich mich schon wärmer angezogen habe. Aber man kann ja nachts auch kaum mit zwei Pullovern im Bett liegen. Ich jedenfalls kann dann auch nicht einschlafen. Aber meinem Vater war das alles völlig egal, für den war ich bloß verweichlicht.

Das ganze Problem löste sich dann erst dauerhaft, als ich ausgezogen bin und in meiner eigenen Wohnung natürlich so viel heizen konnte, wie ich wollte. Beziehungsweise habe ich auch bemerkt, dass ich im Sommer morgens keinen Brechreiz hatte, da war mir dann bald klar, dass es an den Temperaturen liegen muss. Weil mir der Zusammenhang klar war, bin ich dann auch zu keinem Arzt deswegen gegangen. Aber bevor ich diesen Zusammenhang bemerkte, gab es natürlich auch sonstwelche Gedanken, woher der andauernde Brechreiz morgens kommen könnte. Weil ich weiblich bin, hatten mir Freundinnen dann auch noch Panik gemacht, ich könnte ja schwanger sein und deswegen morgendliche Übelkeit haben. Das war mit knapp 16 bis 17 Jahren wirklich grauenvoll.

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» Wawa666 » Beiträge: 7277 » Talkpoints: 23,61 » Auszeichnung für 7000 Beiträge



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