Mögliche Ablehnungsgründe beim Blutspenden?
Obwohl es mir eigentlich schon bewusst war, dass ich vermutlich als Blutspenderin nicht in Frage komme, habe ich dennoch irgendwann den Weg ins Blutspendezentrum gesucht. Bei dem Großteil meiner Familie liegen die Venen so (oder sind so schwer zu erreichen und zu dünn), dass Blutabnahmen ziemlich schwierig sind. Bei mir ist das auch immer wieder ein Problem, was mir aber auch Ärzte zuerst nicht glauben.
Beim Blutspendezentrum erwähnte ich dies an der Theke, aber anstatt erst zu schauen, piekte man mich erstmal zum ersten Test und ließ mich seitenweise Zettel ausfüllen und eine Stunde warten. Das Gespräch bei der Ärztin dauerte dann etwa 90 Sekunden. Bei meiner Schwester verlief es etwas "besser" und man überzeugt sie auf der Straße vom Blutspenden. Und bemühte sich dann auch um eine Vene, was ewig dauerte und dann dennoch wenig zielführend war, da längst nicht genügend Blut gewonnen werden konnte.
Man dankte ihr natürlich dennoch für ihr Interesse, machte aber auch deutlich, dass niemanden damit geholfen ist, wenn man sie als Spenderin anlegt. Von anderen Leuten hingegen kenne ich eher nur temporäre Gründe, die gegen das Blutspenden sprechen. Zum Beispiel Fasten, Medikamenteneinnahme, Erkrankungen, usw. Auch bin ich mir nun noch unsicher, ob es wirklich ein dauerhafter Ausschlussgrund ist? Schriftlich bekommen habe ich nämlich gar nichts.
Vor dem spenden von Blut ist es immer so, dass du noch von einem Arzt untersucht wirst und er dann entscheidet, ob du in diesem Moment in der Lage bist Blut zu spenden. Bei mir war es leider auch mal so, dass man mich nicht hat spenden lassen, weil meine Körpertemperatur etwas über dem Normalwert lag. Das ist ein wichtiger und auch nachvollziehbarer Grund, warum hier die Blutspende quasi verweigert wird. Am Ende muss es nicht am Inhalt des Blutes liegen, sondern vielmehr macht man sich in diesem Moment um deine Gesundheit Sorgen. Ein halber Liter weniger macht den Körper schon deutlich schwächer und das ist keinesfalls hilfreich, wenn dies am Beginn einer Erkältung oder ähnlichen gemacht wird.
Weitere Ablehnungsgründe können aus dem Fragebogen hervorgehen, den man vorher hoffentlich wahrheitsgemäß ausgefüllt hat. Zum Beispiel wird dort gefragt, ob man sich in letzter Zeit ein Tattoo hat stechen lassen. Hier wird man einem nicht so schnell zum Blut spenden bewegen, wenn das ganze noch relativ frisch ist und dementsprechend noch nicht lange zurück liegt. Die Einnahme von bestimmten Medikamenten kann ebenfalls zum Ausschluss einer Blutspende führen. Hier gelangen Stoffe in das Blut, die dort beim Spender nicht ankommen sollen und das ist natürlich nachvollziehbar.
Voraussetzung zum Blutspenden ist das man auf jeden Fall gesund sein muss, eine kürzlich überstandene Krankheit ist ebenfalls ein Ausschlussgrund. Es gibt verschiedene Ausschlusskriterien wie zum Beispiel zu niedrige Eisenwerte im Blut, Bluthochdruck, Medikamenteneinnahme, homosexualität, oder Zugehörigkeit zu anderen Risikogruppen.
Eine Ablehnung, wegen schwer zu findender Venen, das habe ich selbst noch nie gehört, also ich spende in Bonn und Köln, und dort gibt es solche Probleme nicht, auch diese Wartezeiten sind mir eher unbekannt. Es werden Blutzucker und Temperatur gleich an der Theke gemessen, wenn alles in Ordnung ist, geht zu einem etwa 2-3 Minütigen Gespräch mit einem Arzt, achso, ja den Fragebogen (2 Seiten) muss man vorher natürlich auch ausfüllen.
Danach wartet man dann bis man aufgerufen wird, und dann gehts los. Das sich mal jemand über schlechte Venen beschweren würde habe ich bisher nicht gehört. auch wenn mal eine Vene schlecht zu treffen war. Ich persönlich finde das Blutspenden übrigens eine tolle Sache, nicht nur für diejenigen die das Blut brauchen, sondern auch für die Spender, sowohl Köln, als auch Bonn, zahlen zum Beispiel 25 Euro, in Bonn kann man nach dem spenden auch noch super lecker Frühstücken, in Köln gibts nur kleine Viertelbrötchen, aber die reichen auch. Man hat also selbst auch was davon wenn man Blut spenden geht, also warum nicht !?
Eine schriftliche Absage wirst du aber auf keinen Fall bekommen, das macht ja auch keinen Sinn. Ich würds einfach mal woanders probieren, wenn du wirklich Blut spenden willst, ist ja auch nicht ungesund wenn man das regelmäßig macht. Ich habe zum Beispiel auch schon beim Roten Kreuz Blut gespendet, damit aber aufgehört nachdem ich dort ausgebeutet worden bin, ich habe damals nämlich die Blutspendeaktionen mit Organisiert, Brötchen geschmiert, Getränke ausgegeben, aufgebaut und abgebaut, und so weiter. Nachdem man mir dann allerdings meine Aufwandentschädigung versagt hat, weil ich aufgrund der Bahnverbindung nicht pünktlich sein konnte, und ich hinter meinem Rücken hören musste ich würde ja sowieso nur kommen um Gratis Brötchen zu fressen, habe ich mich lieber auf Köln und Bonn konzentriert. Dank der Herrschaften musste ich damals, ich war zu dem Zeitpunkt arbeitslos, schwarz nach Hause fahren, weil ich mich natürlich auf die 10 Euro verlassen hatte. Das ist dann aber der Dank gewesen für 10 Stunden Arbeit, plus Blutspende, ohne Ruhezeit danach.
Frank The Tank hat geschrieben:diese Wartezeiten sind mir eher unbekannt. Es werden Blutzucker und Temperatur gleich an der Theke gemessen, wenn alles in Ordnung ist, geht zu einem etwa 2-3 Minütigen Gespräch mit einem Arzt, achso, ja den Fragebogen (2 Seiten) muss man vorher natürlich auch ausfüllen.
Die Wartezeiten waren an diesem Tag auch eher eine Ausnahme, da eine größere Gruppe dort war. Aber ich hatte auch Zeit. Allerdings wollte ich eigentlich vorher klären - bevor man mich mit der Blutzuckernadel quält - ob eine Spende mit meinen Venen überhaupt in Frage kommt.
Ablehnungsgründe anhand des (wahrheitsgemäß) beantworteten Fragebogens gab es keine. Die Ärztin schaute gleich auf meine Venen, bzw. dorthin wo man diese sehen sollte und meinte dann, es hätte keinen Sinn.
Dann hast du scheinbar Rollvenen oder sie sind wirklich einfach nicht gut sichtbar. Eine Freundin von mir hat auch Venen, die nicht gut sichtbar sind und das ist bei der Blutentnahme auch jedes Mal ein Drama. Solche Menschen sollten dann aber auch einfach nicht Blutspender werden. Zum einen ist es für denjenigen der abnehmen muss schwer und man selbst wird auch den ein oder anderen blauen Fleck in Kauf nehmen. Und da rede ich eher von mehr als weniger und ich weiß nicht, ob man das möchte.
Ansonsten gibt es noch zahlreiche andere Ausschlusskriterien. Vor jeder Entnahme wird Temperatur genommen. Fieber hat man ja genau genommen erst ab einer Temperatur von 38,5 Grad, aber schon bei erhöhter Temperatur darf man nicht spenden. Die Grenze kenne ich allerdings nicht, weil ich eh immer eher untertemperiert bin und das wiederum scheint kein Ausschlusskriterium zu sein.
Außerdem wird Blutdruck genommen. Wenn der zu hoch oder zu niedrig ist, dann darf man nicht spenden. 120 / 80 ist normal. Wenn ich mich nicht irre, dann wird man nicht spenden dürfen, wenn der Wert unter 100/60 ist oder über 140/100. Außerdem wird man noch gewogen. Bei Untergewicht darf man nicht spenden.
Vor jeder Spende bekommt man einen Fragebogen, wo schon Ausschlusskriterien stehen (zum Beispiel ein kürzlich gestochenes Tattoo, Piercing, ob man in bestimmten Ländern war, ob man schwanger ist usw.) Der Bogen wird kontrolliert und hat man ein ja angekreuzt, muss man noch mal zur Ärztin,die einen für eine gewisse Zeit sperrt.
Also ich kenne auch mehrere Gründe, warum mein kein Blut spenden darf. Beispielsweise gibt es einen Eisenwert, den man einhalten muss und wenn dieser nicht eingehalten wird, darf man dementsprechend kein Blut spenden. Ein beständiger Grund, der beachtet werden muss ist, dass man mindestens 50kg wiegen muss, um Blut spenden zu dürfen, egal wie groß beziehungsweise klein man ist. Auch bei zu hohem oder zu niedrigen Blutdruck darf man nicht Blut spenden ober bei Homosexualität.
Einige Gründe finde ich gerechtfertigt, andere wiederum nicht. Aber ich denke, diese Regelungen werden alle schon Sinn und Zweck haben.
Ich durfte einmal kein Blut spenden, weil ich zu wenig Eisen im Blut hatte. Die Ärztin sagte mir nett und freundlich, dass ich doch lieber das wenig Eisen im Blut behalten sollte, anstatt es zu spenden. Da war ich echt baff, denn ich wusste nicht, dass auch das so schnell innerhalb weniger Minuten gemessen werden kann.
Ich habe mir jetzt aus Interesse mal so einen Fragebogen im Internet gesucht. Interessant finde ich zum Beispiel, dass man nicht spenden darf, wenn man innerhalb der letzten 4 Monate Intimkontakt mit einer Person hatte, die mehr als 6 Monate außerhalb Europas gelebt hat. Ich weiß nun nicht, ob die Kriterien bei allen Organisationen gleich sind, aber auf dem Fragebogen, den ich mir angeschaut habe, steht das drauf. Da ich mit einem Afrikaner zusammen bin, währe ich damit wohl schon mal ausgeschlossen.
Weitere Ausschlussgründe laut diesem Fragebogen, die aber ohnehin selbstverständlich sein sollten, sind Alkohol- oder Drogenabhängigkeit bzw. ob man überhaupt jemals Drogen genommen hat.
Mich wollen sie nicht zum Blutspenden, weil ich unter 50 kg wiege. Das ist bei meiner Körpergröße nicht überraschend. Aber da sie immer eine gewisse Menge abnehmen und diese Menge eine gewisse Prozentzahl des anwesenden Blutes nicht überschreiten darf, komme ich nicht in Frage.
winny2311 hat geschrieben:Dann hast du scheinbar Rollvenen oder sie sind wirklich einfach nicht gut sichtbar. Eine Freundin von mir hat auch Venen, die nicht gut sichtbar sind und das ist bei der Blutentnahme auch jedes Mal ein Drama. Solche Menschen sollten dann aber auch einfach nicht Blutspender werden
Ja genau Rollvenen, die perfekte Ausrede, wenn wieder jemand nicht Blutabnehmen konnte und es auf den Patienten schieben will.
In der Praxis sind "schlechte" Venen aber fast nie ein Grund nicht Blutspenden zu können. Bei fast jedem lässt sich in der Ellenbeuge eine vernünftige Vene finden, sofern er nicht schon alt oder multimorbide ist. Aber wer zum Blut spenden geht, ist das beides ja eher selten und unter den Spendenwilligen haben doch nur ganz wenige tatsächlich so schlechte Venenverhältnisse, dass diese keine Spende zulassen würden. Sicher gibt es Leute, die haben Venen, die kann man aus 10 Meter Entfernung stechen und andere da muss man etwas suchen und sich anstrengen, aber da kann man dann ja auch schauen, dass man da dann eben etwas erfahrenere Leute ranlässt.
Meistens wird ja eher aus wirklich handfesten Gründen ausgeschlossen. Zu geringes Gewicht (unter 50 Kg) oder zu geringer Blutdruck, Fieber, zu wenig Eisen usw. Da gibt es aber leichte Schwankung von Zentrum zu Zentrum, was toleriert wird und was nicht mehr.
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