Zum Hausarzt ein regelrechtes Vertrauensverhältnis aufbauen?

vom 25.02.2013, 14:50 Uhr

Mein langjähriger Hausarzt hat aus Altersgründen im letzten Jahr seine Praxis aufgegeben und nun bin ich bei einem neuen Hausarzt. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass das Vertrauensverhältnis nicht so ist, wie mit dem alten Hausarzt. Eine Bekannte meinte, dass man zu seinem Hausarzt kein Vertrauensverhältnis haben muss. Aber ich denke schon, dass man das aufbauen sollte.

Sollte man zum Hausarzt ein regelrechtes Vertrauensverhältnis aufbauen? Habt ihr zum Hausarzt ein gutes Vertrauensverhältnis oder denkt ihr auch, dass man das nicht unbedingt braucht? Wie wichtig ist euch das Vertrauensverhältnis zum Hausarzt und wie kann man es aufbauen?

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» Ampelmännchen » Beiträge: 1310 » Talkpoints: 0,00 » Auszeichnung für 1000 Beiträge



Nun, ich kenne meine Hausärztin seit meiner Kindheit und ich finde sie sympathisch, das reicht mir im Grunde. Ich fände es schon schön, ein noch vertrauteres Verhältnis zu ihr zu haben, allerdings ist das kein Muss für mich - zumal ich jetzt eher selten hingehe und das gewöhnlich nur Kleinigkeiten sind. Sympathie ist mir wichtig, ich gehe nicht zu Ärzten, die mir absolut nicht behagen. Aber ich will auch, dass ich schnell mal dazwischen geschoben werden kann ohne Termin (kein Problem bei meiner Ärztin) und dass ich nicht ewig weit fahren muss. Ein ultimatives Vertrauensverhältnis ist mir da jetzt nicht eklatant wichtig, solange es nicht das Gegenteil ist.

Eine Freundin von mir hatte ein sehr vertrautes Verhältnis zu ihrem Hausarzt, sie hat ihm oft ihre Probleme erzählt, er hat sich viel Zeit genommen und war fast wie ein Therapeut für sie. Das fand ich sehr schön, wenn sie das so erzählt hat, aber ich fand es nicht selbstverständlich und würde jetzt nicht bei meinen Ärzten voraussetzen, dass es da genauso läuft.

» Gingerhead » Beiträge: 500 » Talkpoints: 65,23 » Auszeichnung für 500 Beiträge


Ein gewisses Vertrauensverhältnis ist meiner Meinung nach bei allen Ärzten von Vorteil. Schließlich sehen sie einen auch mal in verletzlichen oder peinlichen Situationen, da möchte ich schon das Gefühl haben, dass der Herr oder die Dame nicht in der Kaffeepause über mich ablästert oder dumme Kommentare zu meinen schiefen Kniescheiben fallenlässt. Auch bei langwierigen, gravierenden oder chronischen Krankheiten ist ein Vertrauensverhältnis zu der Person, die mich hoffentlich wieder hinkriegt, sicher besonders wichtig.

Andererseits kann ich nicht behaupten, mit meinem Hausarzt auch über alle möglichen Probleme oder Sorgen reden zu können. Schließlich hat er viel zu tun und wohl auch keine Lust, gratis als Therapeut herhalten zu müssen. Außerdem lege ich als relativ gesunder Mensch eher Wert auf kurze Wartezeiten und effiziente Praxisorganisation, um nicht zu viel Zeit für den Besuch zu verschwenden.

» Gerbera » Beiträge: 11346 » Talkpoints: 56,04 » Auszeichnung für 11000 Beiträge



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