Kann Vitaminmangel Depressionen auslösen?
In einem anderen Thread hatte ich ja schon davon berichtet, dass ich noch bis vor ein paar Wochen regelmäßig so genannte Multivitamin- und Mineral-Präparate eingenommen habe, um mein Immunsystem zu schützen und meinem Körper alle wichtigen Nährstoffe zuzuführen, die er braucht.
Irgendwann habe ich dann aber gelesen, dass es gar nicht gut sein soll, synthetische Vitamine einzunehmen, da die wohl dem Körper eher schaden, als nutzen. Daher habe ich diese Präparate abgesetzt und versucht, mehr Obst und Gemüse zu essen, was mir aber nicht immer gelungen ist.
Mittlerweile geht es mir auch schlechter, ich bin anfälliger auf Erkältungen geworden. Aber nicht nur das, ich habe auch das Gefühl, dass meine depressiven Verstimmungen, die ich anfangs erst auf das Wetter geschoben hatte, schlimmer geworden sind. Ich habe die ganze Zeit überlegt, was es sein könnte, bis ich auf die Idee kam, dass es eventuell auch ein Vitaminmangel sein kann. Denn nicht umsonst sagt man, dass B-Vitamine gut für die Nerven sind.
Kann es sein, dass auch ein Vitaminmangel Depressionen auslösen oder verstärken kann? Habt Ihr diesbezüglich vielleicht auch schon solche oder ähnliche Erfahrungen gemacht?
Ich rate davon ab einfach Vitaminpräparate einzunehmen, nur weil man meint einen Mangel zu haben. Wenn du Beschwerden hast, dann gehe zum Arzt, Vitamine und deren Speicherformen (sofern vorhanden) kann man messen lassen.
Nur dort kann man wirklich feststellen, ob und wo ein Mangel vorliegt. Bedenke bitte dabei, dass fettlösliche Vitamine wie A,D,E und K auch überdosiert werden können und das erhebliche Schäden verursachen kann. Nur weil man sie im Supermarkt kaufen kann sind sie nicht harmlos.
Wenn du keine Erkrankung hast, die es deinem Körper erschwert Vitamine aus der Nahrung aufzunehmen oder die Vitamine verbraucht, dann bist du bei einer gesunden, ausgewogenen Ernährung gut versorgt und brauchst keine Präparate einzunehmen. Die helfen meist nur dem Geldbeutel der Konzerninhaber. ![]()
Man braucht als normaler Mensch keine Vitaminpräparate. Sie schaden sogar. Man muss auch nicht besonders viel Obst und Gemüse zu essen, um alles zu bekommen, was der Körper braucht. Die fünf Portionen Obst und Gemüse pro Tag sind mittlerweile auch umstritten.
Wenn du normal und abwechslungsreich isst und trotzdem das Gefühl hast, dass dir irgendetwas fehlt, solltest du unbedingt zum Arzt gehen. Der kann das mit einer Blutuntersuchung genau feststellen.
Ich muss selbst regelmäßig Vitamin-Präparate einnehmen, aber dies ist mit dem Arzt abgeklärt und ich muss das auch regelmäßig kontrollieren lassen. Ein Zuviel an Vitaminen kann dem Körper nämlich auch schaden, deswegen solltest du, wenn du gesund bist, mit einer normalen ausgewogenen Ernährung klarkommen und an sich keine Präparate benötigen. Vielleicht machst du dir auch einfach zuviele Gedanken und versuchst irgendwas in eine Symptomatik reinzuzwängen, was es vielleicht gar nicht ist. Wenn es dir so schlecht geht, gehe zum Arzt und lasse dich checken. Eigenmächtiges Handeln kann gegebenenfalls sehr gefährlich werden.
Du solltest vielleicht erst mal mit einem Arzt abklären, ob du überhaupt an einem Vitaminmangel leidest und wenn ja, welchen und wie das am besten behoben werden kann. Es kann durchaus sein, dass sich dein Körper an die Präparate gewöhnt hat und nun ein wenig geschwächt ist, es kann aber auch ganz "normal" sein, dass du gerade eine schlechte Phase hast.
Ich selber habe auch so meine Probleme damit eine ausreichende Menge an Obst und Gemüse täglich zu mir zu nehmen. In letzter Zeit klappt das ganz gut, weil ich auf "Smoothies" umgestiegen bin. Ich mische mir mehrere Obstsorten und manchmal etwas Gemüse zusammen, püriere alles und trinke dann ein Glas am Tag davon. Das schaffe ich leichter als tatsächlich ganzes Obst zu mir nehmen. Vielleicht versuchst du das mal. Im Internet finden sich viele leckere Rezepte und meist steht auch dabei, welche Vitamine du mit welchen Obst- und Gemüsesorten abdeckst.
Ich weiß es bei Vitaminmangel nicht. Ich war aber mal bei einem Verkehrssicherheitstraining wo eine Psychologin referiert hat und die hat da beiläufig mal erwähnt dass Eiweiß für die Glückshormon Produktion zuständig ist. Wenn depressive Leute nach 3 Wochen wieder bei ihr waren, sah es nach einer Eiweißbehandlung schon viel besser aus, kann gut möglich sein, dass es bei Vitaminen ähnlich ist.
Um deine Frage erstmal zu beantworten: Ja, Vitaminmangel kann Depressionen verstärken. Dazu gibt es zahlreiche Studien, du brauchst nur mal googeln. Die Finnen zum Beispiel haben den Zusammenhang von Vitamin B12 und Depressionen untersucht, andere zeigen den Zusammenhang von Vitamin C und der Verstimmung.
Aber grundsätzlich sollte man nicht mit Vitaminpräparaten seine eigene Verstimmung selbst behandeln. Wenn du dich depressiv fühlst, gibt es auch zahlreiche andere Mittel, wie du das verbessern kannst. Ganz wichtig ist Tageslicht. Auch wenn es draußen schneit und stürmt, kann man Tageslicht tanken. Also Schweinehund überwinden und trotzdem raus gehen.
Allgemein schließe ich mich den Meinungen der andern an. Vitaminpräparate und Depressions-Behandlung (wenn die Symptome länger als vier Wochen anhalten) gehören in die Hände eines Arztes.
So richtig weiß ich auch nicht welche fehlenden Vitamine die entsprechen Mangelerscheinungen hervorrufen oder gar Depressionen unterstützen, ich könnte es mir aber bei einem fehlenden Vitamin-B12-Vorrat ganz gut vorstellen das es so ist. Ein ausreichender Vitamin-B12 ist verantwortlich für viele Prozesse im Körper, unter anderem regelt es auch die Antriebsfähigkeit. Ohne eigenen Antrieb und Lethargie könnte zumindest das Auftreten von Depressionen begünstigt, wenn nicht gar auch mit verursacht werden.
Ich stelle mir das jedenfalls so vor, wenn mich jemand in dieser Hinsicht berichtigen kann dann würde ich mich freuen damit ich es auch ganz genau weiß weil es mich auch interessiert. Ich dachte bisher immer dass ich mich vernünftig und ausgewogen ernähre, ein Gesundheitscheckup brachte es aber an den Tag dass mein Vitamin B12 Depot total ausgelutscht war. Ich hatte mich immer gewundert warum ich selbst im Sommer wo ich normalerweise immer zu Hochform auflaufe zu nichts Lust hatte und ständig in leicht depressiver Stimmung war. Wie gesagt, trotz langem Urlaub und keinerlei Schicksalsschläge.
Ich habe mich dann im Internet informiert und meine Ernährung etwas umgestellt, also zum Beispiel wieder mehr Leber gegessen und auch Leberwurst. Zusätzlich kaufte ich mir ein paar Vitaminpillen mit hohem Vitamin-B12-Gehalt von denen ich alle zwei Tage eine nehme. Ich habe den Eindruck dass sie mir wirklich geholfen haben, besonders die Antriebslosigkeit ist relativ schnell verschwunden und ich bin auch sehr gut und ohne düstere Gedanken durch den grauen Winter gekommen.
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