Sagt einem der Körper immer, was er braucht?

vom 11.02.2013, 18:02 Uhr

Seit gestern habe ich Halsschmerzen, am meisten tut es mir beim Schlucken weh und an den Seiten, ich habe das Gefühl, dass es dort geschwollen ist. Und ich hatte irgendwie das Bedürfnis, die betreffenden Stellen zu kühlen. Natürlich wusste ich nicht, ob das jetzt die richtige Methode ist, aber ich hatte das Gefühl, dass mein Körper das so wollte. Ich habe mir dann ein Handtuch um den Hals gelegt, das ich vorher mit kaltem Wasser getränkt hatte. Und dieses Gefühl war dann sehr angenehm, obwohl ich mal irgendwo gehört habe, dass Wärme in dem Fall besser sein soll.

Ähnlich verhält es sich auch, wenn ich Kopfschmerzen habe. Auch da habe ich das Gefühl, meine Stirn kühlen zu müssen. Manchmal ist es aber auch so, dass ich einfach nur mit leichtem Druck meine Schläfen massiere, weil ich merke, dass es mir dann besser geht.

Ist es wirklich so, dass einem der Körper vorgibt, was er braucht? Oder ist das oft auch nur ein Trugschluss?

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» Jacqui_77 » Beiträge: 2969 » Talkpoints: 42,68 » Auszeichnung für 2000 Beiträge



Ich glaube nicht, dass der Körper uns vorgibt, was er benötigt. Das wir ein Trugschluss sein. Wenn du Kopfschmerzen hast, kann dir die Kühlung der Stirn auch kurzfristig Linderung verschaffen. Bei Halsschmerzen hätte ich zu einem warmen Schal gegriffen. Aber wenn dir der kalte Umschlag gut getan hat, hast du es wohl automatisch richtig gemacht.

Mein Körper gibt mir leider nicht vor, was er braucht. Dann müsste ich nicht mehr zum Arzt gehen und könnte mich selbst therapieren. Ich habe vergangene Woche noch erlebt, dass mir die Ärztin sagte, sie könne mir nicht helfen, ich soll mal in der Apotheke fragen, ob die etwas hätten. Ich hatte Muskelschmerzen am ganzen Körper und starke Muskelkrämpfe in den Beinen. In der Apotheke wollte man mir Schüßler Salze geben, die ich aber schon einnehme.

» Cid » Beiträge: 20027 » Talkpoints: -1,03 » Auszeichnung für 20000 Beiträge


In den meisten Fällen sicherlich schon. Da merkt man selber, ob man zum Beispiel lieber kühlen möchte, oder eine Wärmflasche benötigt. Allerdings glaube ich auch, dass die Erfahrung mit rein spielt. Früher hat man dir als Kind vielleicht eine Wärmflasche auf den Bauch gelegt, wenn du Bauchschmerzen hattest und das hat dir geholfen. Da ist es fast klar, dass du es nicht mit Kälte probierst.

Das kann aber auch schief gehen. Man hat auch bei einer Appendizitis Bauchschmerzen und sicherlich auch das Gefühl, dass Wärme helfen würde. Da sollte man sich dann aber in keinem Fall mit einem Wärmeakku behelfen, das kann sehr fatal sein! Der Körper würde aber trotzdem lieber Wärme als Kälte haben. Es trifft also nicht immer zu.

Aber man kann sagen, dass der Körper sich zumindest bei Beschwerden früher oder später bemerkbar macht in der Regel. Manchmal leider etwas zu spät.

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» winny2311 » Beiträge: 15159 » Talkpoints: 4,91 » Auszeichnung für 15000 Beiträge



Unterbewusst teilt der Körper uns durchaus mit, was ihm fehlt. Aber ich denke eher, dass du hier eher unbewusst reagiert hast und die Methoden ergriffen hast, die dir einfach gut tun. Fehlen Mineralstoffe, kann man das teilweise an der Haut oder den Nägeln ablesen. Manche bekommen Kopfschmerzen, wenn sie zu wenig getrunken haben. Ich wickele mir einen Schal um den Hals, weil Wärme und auch Kälte schmerzlindernd wirken können und man sich damit besser fühlt. Ich vermute, dass du hier instinktiv das getan hast, was dir gut tut, weil du es irgendwann mal gelernt hast.

» Wibbeldribbel » Beiträge: 12618 » Talkpoints: 5,12 » Auszeichnung für 12000 Beiträge



Ich vertraue in dieser Hinsicht meinem Körper schon, allerdings bin ich mir sicher dass er nicht immer die Wahrheit sagt beziehungsweise ich das richtig deuten kann. Ich merke aber schon wenn ich mal ausnahmsweise etwas mehr geraucht oder mich überanstrengt habe und es Zeit für eine Pause ist. Ich bekomme dann ein paar Atembeschwerden, mir wird Übel oder schwindelig. Das sind alles Signale die man nicht übersehen darf. Meistens sind das aber nur kleine Warnungen die, wenn man sie beachtet, keine gravierenden Folgen hinterlässt.

Besonders fällt mir das aber beim Essen auf. Ich nehme üblicherweise nicht so viel Salz zu mir und manchmal habe ich einen richtigen Heißhunger darauf. Besonders zur Frühstückszeit merke ich das dann immer und ich streue mir etwas Fondaco auf meinen Käse. Ebenso geht es mir bei fetter Wurst und Kohlenhydraten. Gerade im Sommer esse ich sehr viel Gemüse aus dem Garten so dass die Fleischzufuhr dann etwas kurz kommt.

Im letzten Jahr im Sommer habe ich bei mir einen Gesundheitscheck machen lassen. Nicht weil ich mich unbedingt schlecht fühlte sondern weil ich wissen wollte wie es meinem Körper geht. Dabei wurde festgestellt dass alles in Ordnung ist, nur der Vitamin B12- Haushalt war extrem schlecht. Da hatte ich dann meine Erklärung dafür warum ich immer so lustlos und müde war. Höchstwahrscheinlich habe ich auf Grund meiner fleischlosen Ernährung zu dieser Zeit das Vitamindepot nicht mehr füllen können. Es ist natürlich möglich dass der Zeitraum auch noch länger war weil sich die Vorräte im Körper eigentlich nicht so schnell aufbrauchen. Hier konnte ich die Signale des Körpers nicht erkennen, jetzt weiß ich das aber besser.

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» hooker » Beiträge: 7218 » Talkpoints: 50,84 » Auszeichnung für 7000 Beiträge


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