Jede Medikamenteneinnahme mit Arzt besprechen?
Wenn ich Kopfschmerzen habe, dann nehme ich eine Tablette. Diese Tablette ist nicht vom Arzt verschrieben und ich habe ihn auch nicht danach gefragt. Es gibt aber Menschen in meinem Bekanntenkreis, die besprechen jede Medikamenteneinnahme mit ihrem Arzt. und das, obwohl sie keine regelmäßigen Medikamente nehmen. Ich könnte verstehen, wenn sie es mit dem Arzt besprechen, weil sie eben auch andere Medikamente nehmen und es Wechselwirkungen haben kann.
Besprecht ihr jede Medikamenteneinnahme mit eurem Arzt? Geht ihr dafür extra dort hin oder macht euer Arzt das telefonisch?
Ich mache das nicht. Zwar nehme ich ab und an etwa Schmerztabletten gegen Kopfschmerzen oder Regelschmerzen und in der pollenreichen Zeit auch Antihistaminika, aber ich bespreche das nicht extra mit einem Arzt. Es steht doch auf dem Beipackzettel, mit welchen Lebensmitteln oder anderen Medikamenten es Wechselwirkungen geben könnte und soweit kann ich das dann schon selbst einschätzen.
Nein, ich bespreche ganz klar nicht jede Medikamenteneinnahme mit meinem Arzt. Ich denke, dass auch in den Arztpraxen die Hölle los wäre, wenn dort jeder Patient anrufen würde, um eben mit dem Arzt abzustimmen, wann er welche Kopfschmerztablette nehmen darf. Ich habe ein spezielles Schmerzmittel gegen Regelschmerzen von meiner Frauenärztin bekommen und wenn ich Kopfschmerzen habe, nehme ich auch nur ein bestimmtes Präparat. Ansonsten greife ich gerne auch mal auf pflanzliche Medikamente zurück, bei denen ich bereits auch Erfahrungen mit der Verträglichkeit und Wirkung habe.
Ich würde es nur mit meinem Arzt besprechen, wenn ich ein neues Medikament bekommen würde, bei dessen Einnahme ich unsicher wäre oder mir nicht sicher bin, wie es sich mit meinen täglichen Medikamenten verträgt, die ich einnehmen muss. Ich finde es sonst übertrieben, dauernd den Arzt zu befragen. Anders sähe es für mich in einer Schwangerschaft aus. Ich denke, dass ich da lieber einmal zu viel bei meinem Arzt nachfragen würde, als einmal zu wenig. Aber das ist ja dann auch eine andere Situation.
Ich bespreche das nicht mit dem Arzt. Sicherlich, wenn ich wegen einer Erkrankung dort hin muss und dieser mich dann fragt, ob ich bereits etwas eingenommen hätte, aber sonst nicht. Die Beipackzettel geben mir eigentlich genügend Informationen und habe ich dann doch noch Fragen kann ich sie auch meinem Verlobten stellen, weil dieser auch Arzt wird.
Ich bespreche die Medikamenteneinnahme mit meinem Arzt nicht, sofern ich gesund bin und sonst keinerlei Medikamente zu mir nehme. An sich sollte es ja keine Probleme geben, wenn man mal eine Tablette gegen Kopfschmerzen einwirft oder mal etwas gegen Halsschmerzen nimmt. Hier muss man nun wirklich nicht mit dem Arzt reden. Allerdings würde ich das schon tun, wenn ich generell Tabletten nehmen müsste. Nehmen wir mal als Beispiel Tabletten gegen zu hohen Blutdruck. Hier ist es ja meist so, dass man diese regelmäßig einnimmt, zum Beispiel täglich. Wenn ich dann selber weitere Tabletten nehmen möchte würde ich das ganze schon mal mit dem Arzt absprechen, ob sich die beiden Tabletten untereinander auch vertragen. Nicht, dass sie gegenseitig ihre Wirkung aufheben oder schlimmeres.
Ich bespreche auch sicher nicht jede Medikamenteneinnahme mit dem Arzt, das macht ja eigentlich auch keinen großen Sinn, wenn man nicht regelmäßig noch andere Arzneimittel einnimmt, mit denen es zu Wechselwirkungen kommen kann. Ich finde es schon wichtig, dass man mit Medikamenten verantwortungsvoll umgeht und diese nicht einfach eigenmächtig schluckt wie Bonbons. Wenn man aber jede einzelne Tablette mit dem Arzt besprechen muss, ist das das andere Extrem, was auch nicht gut ist.
Was macht man denn dann, wenn der Arzt im Urlaub ist? Bei uns in der Apotheke rufen auch schon mal Kunden an und fragen, ob sie bestimmte Medikamente zusammen nehmen dürfen. Dabei geht es aber meist darum, ob ein neues Präparat mit den anderen Präparaten, die regelmäßig genommen werden, harmoniert. Auch wenn z.B. zwei Medikamente gegen eine Erkältung zusammen genommen werden, ist es verständlich, dass man fragt, ob das so zusammen passt. Das ist ja klar, dass dann eine Unsicherheit bestehen kann, weil auch nicht alle Wechselwirkungen im Beipackzettel so schnell zu finden sind.
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