Impfungen bei uns Menschen

vom 31.10.2012, 00:07 Uhr

Schaut Ihr regelmäßig in euer Impfbuch?

Umfrage endete am 10.11.2012, 00:07
Ja
1
14%
Nein
5
71%
interessiert mich nicht
1
14%
 
Abstimmungen insgesamt : 7

Dieses Thema ist gerade sehr aktuell für mich. Es steht für mich eine Geschäftsreise ins Ausland an und da habe ich seit langer Zeit mal wieder in mein Impfbuch geschaut. Ist immer noch mein erstes aus 1982, aber immer noch gelb. :-) Meine Tetanusimpfung ist in 2011 abgelaufen und ich muss diese nun dringend auffrischen.

Mein Hausarzt ist diese Woche leider nicht da und es geht schon am Sonntag auf Reisen. Das Gesundheitsamt sagt immer man solle sich impfen lassen, was ich nur befürworten kann. Schließlich geht es bei vielen Impfungen ja auch darum seinen Nächsten zu schützen und nicht nur sich selbst. Durch Impfungen wurden z.B. die Pocken ausgelöscht und ich finde das ist gut.

Nur sollte es zentrale Anlaufstellen für Impfungen geben. Ich erinnere mich in meiner Kindheit konnte man an zwei Terminen im Monat an eine bestimmte Stelle zum Impfen gehen und musste dieses nicht beim Arzt machen lassen. Ich habe mich informiert und so etwas gibt es wohl heute nicht mehr. Schade, da ich glaube das viele Menschen in Deutschland sich nicht regelmäßig impfen lassen und wenn es solche Anlaufstellen geben würde, wären mehr bereit und würden dem auch mehr Aufmerksamkeit schenken. Lasst mich wissen was ihr darüber denkt.

» youngman82 » Beiträge: 4 » Talkpoints: 2,03 »



Du musst Dich nicht unbedingt bei Deinem Hausarzt impfen lassen, das kannst Du bei jedem x-beliebigen Allgemeinmediziner machen, musst nur vorher anrufen, damit er den Impfstoff auch vorrätig hat. Also freitags gibt es da bestimmt noch einen Termin. Ansonsten muss man sich nicht unbedingt aller 10 Jahre gegen Wundstarrkrampf impfen lassen. Das wird empfohlen, weil die Immunisierung mindestens 10 Jahre anhält, aber wenn es dann mal 11 oder 12 Jahre sind, bis man die Impfung auffrischt, dann ist zwischendurch die Schutzwirkung auch noch da.

Ansonsten gibt es Impfungen, die sehe ich als sinnvoll an und andere eher nicht. Gegen Grippe lasse ich mich etwa nicht impfen, gegen Tetanus und Hepatitis sowie Diphtherie schon, auch gegen FSME. Wobei mein Arzt mich zu FSME überredet hatte, weil ich früher mal als Kind die Impfung dagegen erhalten hatte und er das unbedingt auffrischen wollte. Ich wohne aber in gar keinem Risikogebiet und ich streune auch nicht durch die Wälder. Mir tut zudem nach dem Impfen eine Zeit lang der Arm weh, mehrere Tage und das ist nicht schön. Bei meiner vorletzten Impfung hat das sogar zwei Monate angehalten, sodass ich schon abwäge, ob eine Spritze sein muss. Zudem mag ich such Spritzen generell nicht so gerne.

Masern, Mumps und Röteln hatte ich als Kind alle selber mal, deswegen muss ich dagegen nicht geimpft werden. Irgendein Arzt kam aber dennoch auf die Idee, mir zur Vorbeugung gegen Krankheiten, die ich schon hatte, eine Spritze in den Arm zu jagen. Zudem wurde ich im Kindergarten zwangsgeimpft, mit der ganzen Klasse. Da haben wir geschrien und geheult, weil wir das nicht wollten, hat aber nichts genützt. Darum bin ich sehr dafür, dass jeder frei entscheiden kann, ob er sich impfen will und man auch Kinder nicht zwingt. Und wenn ich jetzt beispielsweise eine Grippe bekäme und sich jemand bei mir ansteckt, dann fühle ich mich nicht schuldig, denn derjenige hätte sich ja genauso impfen lassen können. Daher ist es für mich eine persönliche Entscheidung und keine der Verantwortung anderer gegenüber. Jeder ist da nur für sich selbst verantwortlich.

» Zitronengras » Beiträge: » Talkpoints: Gesperrt »


Ich muss zugeben, dass ich nicht regelmäßig in meinen Impfausweis schaue, obwohl ich in einer Apotheke arbeite und es schon sinnvoll ist, gerade dort die Impfungen auf dem neuesten Stand zu haben. Ich denke auch, dass ich mir mein Impfbuch bald mal wieder vornehmen und alle Impfungen auffrischen werde, die ich auffrischen muss. Diese Impfstellen, von denen du schreibst, kenne ich nicht, ich würde die Einrichtung solcher Stellen aber auch befürworten. Mein Problem ist es, dass ich genauso frei habe, wie die Ärzte auch, so dass ich im Grunde kaum Möglichkeiten habe, zum Arzt zu gehen, um mich impfen zu lassen.

Meine Grippeimpfung habe ich im Prinzip in so einer Impfstelle bekommen, dabei ist es bei uns jedes Jahr so, dass man sich im Gesundheitsamt impfen lassen kann. Diese Impfung ist dann samstags, dann habe ich auch manchmal zeit, wenn ich nicht arbeiten muss. So etwas fände ich für die anderen Impfungen auch toll, aber das Problem dürfte wohl sein, dann Ärzte zu finden, die sich regelmäßig bereit halten, falls sich mal jemand impfen lassen möchte.

» Barbara Ann » Beiträge: 28946 » Talkpoints: 58,66 » Auszeichnung für 28000 Beiträge



Ich schaue auch nicht regelmäßig in meinen Impfausweis, aber aus Interesse habe ich ihn nun doch mal aufgeschlagen. Ich bin absolut kein Impfgegner, lasse mich aber auch nicht wahllos gegen alles impfen. Das letzte Mal wurde ich 2005 geimpft. Es handelte sich dabei um eine Auffrischungsimpfung für Diphterie und Tetanus. Diese sehe ich als sehr wichtig an und ich achte auch darauf, dass ich diese alle 10 Jahre auffrischen lasse. Ich lasse das dann immer bei meinem Hausarzt machen. Die gängigen Auffrischimpfungen sind da auch immer vorrätig und es gibt auch keine langen Wartezeiten. Wenn man regelmäßig in sein Impfbuch schaut, weiß man ja auch, wann wieder eine Impfung fällig ist und dann kann man den Termin ja auch planen und so legen, dass es irgendwie passt. Man hat auch als berufstätiger Mensch mal einen freien Tag! ;)

Masern hatte ich als Kind, so dass ich diese Krankheit nicht mehr bekommen kann. Anscheinend hatte ich damals auch gleichzeitig die Röteln, da während einer Schwangerschaft eine Immunität festgestellt worden war. Das hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt aber nicht gewusst. Ich wurde noch gegen Hepatitis B geimpft und eben gegen Diptherie und Tetanus. Die Grippeimpfung lasse ich mir nie geben, weil ich sie einfach für nicht notwendig halte. Bei älteren Menschen kann ich es schon nachvollziehen, dass sie sich aus Angst impfen lassen, aber ich mag Spritzen generell nicht und somit lasse ich mich auch nur gegen das Nötigste impfen. Gegen FSME wollte ich mich auch schon impfen lassen, habe den Gedanken aber wieder verworfen, da wir nicht in einem Risikogebiet leben. Allerdings sind wir mit unserem Kleinen sehr oft im Wald unterwegs und deshalb bin ich schon am überlegen, ob ich die Impfung im nächsten Jahr nicht machen soll.

Mein Sohn hat auch so ziemlich alle Impfungen. Das war am Anfang echt heftig, wie viele Spritzen er in den ersten beiden Lebensjahren bekommen hat. aber es lässt sich eben nicht vermeiden. Gerade im Kindergartenalter finde ich es gut, wenn man gegen die gängigsten Kinderkrankheiten geimpft ist, denn dort macht so etwas ja schnell die Runde. Da aber so ziemlich jedes Kind mittlerweile geimpft ist, läuft das alles eher glimpflich ab. Ich lasse meinen Sohn immer beim Kinderarzt impfen. Ich kenne diese Massenimpfungen aus meiner Schulzeit und war echt froh. dass ich nie daran teilnehmen musste, weil meine Mutter für mich und meine Geschwister immer einen Termin beim Kinderarzt vereinbart hatte. Da empfand ich die Situation als weitaus erträglicher und ich kannte den Arzt auch besser, so dass ich weniger Angst davor hatte. Ich kenne viele Kinder, für die diese Impfung in der Schule quasi ein Trauma ausgelöst hat. So etwas finde ich echt furchtbar, aber wahrscheinlich würden ohne diese Impftage weniger Eltern ihre Kinder impfen lassen.

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» MeL.G » Beiträge: 4918 » Talkpoints: 16,81 » Auszeichnung für 4000 Beiträge



Impfungen sind bis dato die beste Erfindung der modernen Therapie, die man gerne in Anspruch nehmen sollte. Erreger, gegen die man früher nichts unternehmen konnte und praktisch zum Tode verurteilte Patienten nur Symptomstisch behandeln konnte, kann man heutzutage Dank der Impfungen mehr oder weniger komplett verhindern. Den Nachrichten, dass bestimmte Krankheiten ausgerottet seien, sollte man aber dennoch nicht allzu viel Glauben schenken, denn ausrotten wird man beispielsweise ein Virus womöglich nie können. Nur wird 99% der Menschheit eine Impfung dagegen haben, wodurch die Manifestation des Virus in einem ungeimpften Organismus total unwahrscheinlich sein dürfte, aber eben nicht unmöglich.

Den Blick ins Impfbuch sollte man in gewissen Jahresabständen immer wieder mal wagen, denn die Impfung gegen Polio beispielsweise sollte immer wieder aufgefrischt werden, da es sich bei dem Impfstoff um eine Todvakzine handelt, die nicht lebenslang hält wie MMR oder Gelbfieber, die als Lebendimpfstoffe injiziert werden. Ich rede also eher von den "Grundimpfungen", die man im Auge behalten sollte, denn es ist echt nicht zu spaßen mit solchen Erkrankungen, auch mit sich scheinbar harmlos anhörenden Hepatitiden nicht. Mit einer einzigen, meist harmlosen Spritze - zugegeben, jede Injektion/Impfung ist mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit Komplikation behaftet - kann man sich womöglich tödliche Erkrankungen sparen. Alles andere, wie die Impfung gegen das japanische Enzephalitis-Virus, FSME, RSME oder was auch immer sollte man gut abwägen. Risikopatienten sollten sich mit ihrem Hausarzt darüber unterhalten bzw. jene Patienten, die in entsprechende Länder reisen und einem gewissen Risiko ausgesetzt sein werden sollten sich erkundigen, welche Erreger dort gehäuft vorkommen und wogegen man sich impfen lassen kann.

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» getku » Beiträge: 883 » Talkpoints: 11,06 » Auszeichnung für 500 Beiträge


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