Wie gefährlich ist es Joints zu verharmlosen?
Gestern konnte ich es nicht fassen, als ich ein paar Leute aus meiner alten Schule getroffen habe. Sie standen in der Stadt an einer Parkbank und rauchten Joints. Sie waren sehr fröhlich und ich habe mich ein wenig als "Moralapostel" aufgeführt. Doch gegen die Verharmlosung der alten Mitschüler kam ich irgendwann nicht an und bin gegangen. Sie meinten, dass es doch gar nicht schlimm ist und dass es sogar gesund sein würde, wenn man ab und an Haschisch raucht. Schließlich würde ja der Wirkstoff auch in der Medizin gebraucht werden.
Ich fand das alles zu lächerlich und ich dachte mir, dass ich doch lieber abhaue, als dass ich mich mit ihnen anlege. Sie haben mich dermaßen dumm angemacht und ausgelacht, was ich aber auf die Droge selber zurückführe. Wie gefährlich denkt ihr, ist es, wenn man diese Joints verharmlost? Wie hätte ich mich anders verhalten können? Oder wie hättet ihr euch an meiner Stelle verhalten?
Ich halte Haschisch nicht für harmlos, oft ist dies auch nur die Einstiegsdroge und ebnet den Weg für härtere Drogen. Außerdem ist die Droge sicherlich nicht unschädlich. Es kann zu Wahnvorstellungen, körperlicher und geistiger Abhängigkeit, Antriebslosigkeit, Tabakabhängigkeit und einigem mehr kommen. Zudem habe ich bei allen meinen früheren Klassenkammeraden, die Joints geraucht haben, immer eine Abnahme der geistigen Leistungsfähigkeit und Konzentration beobachten können.
Viel machen kannst du aber natürlich nicht, wenn du auf eine Gruppe von Kiffern triffst, höchstens könntest du noch die Polizei rufen. Vielleicht würde sie es abschrecken, wenn sie einmal Ärger mit dem Gesetz bekommen würden. Ansonsten könntest du auf ihr Argument, dass Haschisch auch in der Medizin angewendet wird, noch erwidern, dass das was sie tun ja dann Medikamentenmissbrauch wäre. Denn sie würden sich bestimmt auch nicht mit Tabletten für schwerkranke Patienten vollstopfen, die eine Menge Nebenwirkungen mit sich bringen können. Natürlich werden bestimmte Wirkstoffe in der Medizin eingesetzt, das heißt aber nicht, dass diese alle ungefährlich sind. In der Medizin wird dann eben oft bedacht, ob der Nutzen größer ist als das Risiko möglicher Nebenwirkungen. Dies ist bei deinen Schulkammeraden aber sicherlich nicht der Fall, was sie tun ist einfach nur gefährlich und schädlich für sie.
Ich habe viel in meinem Leben durch das Rauchen von Haschisch versaut. Als wirkliche Einstiegsdroge würde ich Marihuana oder Haschisch eigentlich nicht bezeichnen, da andere Drogen doch ganz anders wirken und definitiv nicht mit THC vergleichbar sind. Wenn man hin und wieder mal einen Joint raucht, finde ich das überhaupt nicht schlimm.
Ich kannte früher viele Personen, die das machten und keinerlei Probleme dadurch hatten. Wenn man das ein paar mal macht, wird man auch mit Sicherheit nicht gleich körperlich abhängig. Ich habe das Jahre gemacht und konnte dennoch von einen auf den anderen Tag einfach so, ohne irgendwelche Entzugsentscheinungen, aufhören.
Ich vermute mal, dass das in der Schulzeit war, wo du die Jugendlichen gesehen hat oder? Das ist natürlich nicht gut, wenn jemand dann kifft und danach im Unterricht sitzt. So habe ich das auch früher öfter gemacht und dadurch mir die Schule versaut. Die Polizei rufen, würde ich jetzt eher nicht. Allerdings könntest du es eben den Lehrern sagen und die anderen Schüler verpetzen.
Wie ich mich verhalten hätte? Ich hätte höchstens kurz gegrüßt und wäre weitergegangen. Wenn jemand Drogen konsumiert, dann stelle ich mich da nicht noch dazu. Da sie eh schon bekifft sind, werden gute Ratschläge sie in diesem Moment sicherlich noch weniger interessieren, als in nüchternem Zustand.
Wie gefährlich Marihuana oder Haschisch nun ist, kommt sicherlich sehr darauf an, ob man es regelmäßig konsumiert oder vielleicht nur alle paar Monate mal einen Joint raucht. Dauerkonsum hat langfristige Folgen wie z.B. Konzentrationsstörungen und ist somit ganz sicher nicht harmlos.
Nur, weil du deinen alten Mitschülern keinen Vortrag über die Schädlichkeit gehalten hast, bedeutet es ja noch nicht, dass du die Drogenproblematik verharmlosen würdest. In dem Moment hätte es bestimmt keinen Sinn gemacht, die "Moralkeule" rauszuholen. Dass du weg gegangen bist, kann ich gut verstehen.
Da ich jetzt keine Debatte über Drogen führen will, gebe ich meine Meinung nur in Bezug auf dein Verhalten wieder. Es war völlig angemessen.
Absolut übertrieben! Ich selber rauche keine Joints, da es mir nicht gefällt, dennoch verteufle ich sie nicht. Ich kann nicht verstehen, wie in einem Staat wie Deutschland Joints so verurteilt werden, während Alkohol für jeden frei zugänglich zu beschaffen ist, selbst für Minderjährige.
Wenn man die Wirkungen von Alkohol und Joints miteinander vergleicht, fällt schnell auf, dass Alkohol vorwiegend negative Wirkungen hat und auch eher in die Abhängigkeit führt - allerdings eher unbewusst! Man beobachte als Unbeteiligter allein mal die Wirkung eines Joints bzw. Alkohols auf Konsumenten - nach einem Joint werden viele ruhig und entspannt, gut gelaunt. Durch Alkohol werden viele Menschen aggressiv, angriffslustig und leichtsinnig. Viele Straftaten werden unter Alkoholeinfluss verübt. ist man bekifft, kommt man meistens gar nicht auf die Idee, eine Dummheit anzustellen, weil man viel zu entspannt ist.
Wie gesagt, ich selber kiffe nicht, auch wenn ich es mal probiert habe. Aber ich finde, es gibt so viele schlimmere Dinge, die hier in Deutschland legal sind. Warum machst du so einen Terz um Joints? Nur weil es in diesem Staat illegal ist? Wirf mal einen Blick in die Niederlande. Oder hältst du auch einen kleinen Vortrag, wenn du deine Freunde bei einer Flasche Bier im Park erwischt hättest?
Alkohol ist in vielen Ländern illegal. So wie Joints bei uns illegal sind.
Ich finde, man sollte nicht allein an den Gesetzen schauen, ob Dinge gut oder schlecht bzw. schädlich sind. Man sollte mit dem gesunden Menschenverstand argumentieren und die Wirkungen beobachten. Ich bin überzeugt, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis Kiffen auch in Deutschland legalisiert wird. Leider ist es wohl allerdings eine utopische Vorstellung, dass auch das Trinken eines Tages hinter Schloß und Riegel gebracht wird...
Ich halte den Weg, zu sagen "Anderes ist auch schlimm.." für eine recht verquere Argumentation. Fakt ist, dass jede Sucht, ob Alkohol, Zigaretten, Spielsucht zumindest psychische Auswirkungen auf die Betroffenen hat. Im Falle von Haschisch, Marihuana und beispielsweise Alkohol kommen noch körperliche Beeinträchtigungen hinzu. Auch, wenn es weitaus "härteres Zeug" gibt, ist das "Schwächere" nicht harmlos. Fakt ist, dass der Konsum, das Besitzen und Verkaufen von Betäubungsmitteln bei uns in Deutschland verboten ist und das eben aus gutem Grund. Diese Gründe mögen nicht Jedem gefallen oder nicht nachvollziehbar sein, aber es bleibt dennoch so. Der zweite Punkt ist, dass das Rauchen von Joints (es gibt mehrere Arten von Drogen, die man da hinein"bröseln" kann, also sage ich der Einfachheit halber nur "Joints") psychische oder physische Auswirkungen auf den Konsumenten hat. Wie ausgeprägt diese sind, hängt wohl von der Häufigkeit des Konsums ab.
Menschen, die Suchtmittel konsumieren, kann man meist allein mit guten Worten nicht davon überzeugen, dass dies schädlich ist. Schon gar nicht als Gleichaltriger, da wird man oft nicht ernst genommen. Es ist also vergebene Liebesmüh. Manch Einer wird das wohl auch als Moralpredigt, unangebracht oder "daneben" ansehen. Meiner Meinung nach ist es nicht nur wenig erfolgversprechend, sondern auch nicht angebracht. Natürlich mag es in mancher Situation einfach nur ein gut gemeinter Hinweis sein, aber "gut gemeint ist nicht immer gut gemacht". Ungefragt erteilte Ratschläge kommen meist einfach nur lästig und unerwünscht rüber. Ich wäre wohl eher gegangen und hätte mich von vornherein gar nicht auf eine solche Diskussion eingelassen, denn weder bin ich deren Erziehungsberechtigter, noch deren Richter oder war dieser Rat erwünscht.
Die meisten Konsumenten von Suchtmitteln wissen, dass der Konsum nicht gesund ist. Dass sie dennoch konsumieren, hat einen oder mehrere Gründe. Das als Außenstehender zu "werten" steht, so denke ich, Einem nicht zu. Man muss es auch nicht gut finden oder nachvollziehen. Dann darüber zu urteilen und wohlmöglich noch "Moralpredigten" zu halten, kann auf Unverständnis stoßen. Ich mische mich solange nicht in die Angelegenheiten anderer Menschen ein, bis sie dies wünschen oder Andere in Mitleidenschaft gezogen werden. Auch Hilfe ist für Süchtige nur dann möglich, wenn Bereitschaft seitens der Betroffenen besteht. Zum "Helfen-lassen" kann man Niemanden zwingen. Also spare ich mich Moralpredigten, sofern sie nicht explizit erfragt wurden. Das ist für meine Nerven und auch die Vertrauensbasis manchmal besser. Ich weiß, dass ich nicht jedem helfen kann, auch, wenn ich es möchte. Ich kann nicht die ganze Welt auf einen "besseren Weg" bringen, also versuche ich es gar nicht. Fragt man mich, kann man mit jeder, mir möglichen Hilfe rechnen. Aber ungefragt mische ich mich nicht in ein Leben eines anderen Menschen ein, wenn auch nur verbal.
Schon mal gehört, dass eine Person aufgrund von Joints ums Leben gekommen ist? Eine Frage, die ich immer Stelle, wenn es mal wieder um das Thema der angeblichen "Verharmlosung" von Joints geht. Mir ist noch nie zu Ohren gekommen, dass eine Person durch übermäßigen Joints-Konsums gestorben ist. Im Gegensatz dazu hört man immer, dass sich welche Totgesoffen haben. Ich trinke keinen Alkohol und rauche weder Zigaretten noch Joints.
Aber ganz ehrlich: was ist schlimmer? Alkoholgenuss, der im deutschen Staat ja sogar legalisiert ist, wo das Hirn so dermaßen aus geschalten wird, dass man nicht mal mehr Herr über sein Handeln ist, oder Joints, die man meist der Person nicht mal anmerkt? Ihr glaubt gar nicht, wie viele Kiffer euch tagtäglich über den Weg laufen, wie viele täglich konsumieren, die euch in der Bahn gegenüber sitzen oder auch freundlich und sympathisch auf der Straße fragen, wo es denn zu der Adresse XY geht.
Wie viele Politiker haben schon zugegeben, dass sie geraucht haben? Klar, dass sie es jetzt nicht zugeben, dass sie es immer noch tun, schließlich könnte das ihren Job kosten aufgrund der Tatsache, dass es als illegal eingestuft wird, aber ich bin mir sicher, dass sie auch hin und wieder heute noch zur Tüte greifen. Alkoholabhängige verlieren unter Umständen alles, bei Personen, die täglich Kiffen, merkt man als Nichtraucher wahrscheinlich nicht mal, dass er zu den Personen gehört.
Und seht euch doch mal Holland an. Hat Holland Probleme mit der Legalisierung? Nein und warum? Weil man nicht Probleme erzeugen muss, wo es eigentlich keine gibt. Nur Deutschland schafft es immer wieder, sich selbst ins eigene Fleisch zu schneiden. Würden die die Sache legalisieren, könnten sie beispielsweise Unmengen mehr an Steuern einnehmen.
Pfote hat geschrieben:, bei Personen, die täglich Kiffen, merkt man als Nichtraucher wahrscheinlich nicht mal, dass er zu den Personen gehört.
Da muss ich dir leider widersprechen. Wenn ich einem Menschen auf der Straße begegne, der kifft, dann mag ich ihm das nicht ansehen, solange er keine roten Augen hat und nach "Zeug" riecht. In vielen Fällen tun sie dies schon. Wenn mir Menschen aber nahe stehen und dem Konsum zugeneigt sind, dann fällt mir das sehr wohl auf und kann Beziehungen, Arbeitsverhältnisse, Schulbildung und Vieles mehr zerstören. Wie so ziemlich jede andere Sucht. Ich kenne/kannte leider mehrere Menschen, die süchtig nach dem Zeug waren und sie haben sich alles Andere als "normal" verhalten. Oft kann man ein "Null-Bock-Gefühl", Leichtsinnigkeit und eine allgemeine Gleichgültigkeit erkennen. Das betrifft wichtige Verpflichtungen und auch nahestehende Personen. Da wird die Schule und der Arbeitsplatz auf einmal uninteressant, die Freundin wird vernachlässigt, weil sie nicht so viel Spaß macht wie das Vollgedröhnt-sein usw. Einige Menschen werden im Rausch sogar derart leichtsinnig, dass sie sich und andere Personen in lebensbedrohliche Situationen bringen.
Marihuana beispielsweise soll die Denkleistung und Gedächtnisleistung beeinflussen. Es kann zu Halluzinationen führen und gar Psychosen auslösen. Das Risiko für Psychosen ist eine Langzeitfolge, die leider sehr oft nicht angesprochen wird und die sich auch nach langer Abstinenz einstellen kann. Vielleicht mögen Joints nicht töten, sie können aber genauso Beziehungen und Existenzen zerstören wie andere Süchte. Bisher jede Person, die ich kannte hat sich unter der Sucht gravierend verändert und zwar zum Negativen. Ich bin zwar auch der Meinung, dass Alkohol weitaus verbreiteter und darum gefährlicher ist, aber verharmlosen würde ich "Joint-konsum" trotzdem nicht. Das sind für mich 2 unabhängige Dinge. Wie und wie oft man eine Sucht auslebt, hat natürlich Auswirkung auf die Schäden, die sie mit sich bringt. Aber harmlos ist wohl keine Sucht.
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