Zu welchem Arzt bei Verdacht auf das KTS?

vom 16.10.2012, 06:15 Uhr

Schon vor einigen Jahren hatte ich es mit dem KTS, dem Karpaltunnelsyndrom zu tun gehabt. Damals wurde es mit einer Operation behoben. Nun ist es so, dass ich die Symptome auch an der anderen Hand bemerke und es gern abklären lassen muss. Damals war ich bei einem Arzt gewesen, den ich sehr suspekt fand und den ich daher nicht mehr aufsuchen möchte. Es handelte sich dabei um einen Neurologen. Aber ich bin mir nicht sicher, ob man nicht auch zum Orthopäden gehen kann, um dieses Syndrom festzustellen. Denn da hätte ich eher jemanden, den ich aufsuchen würde.

Welcher Arzt ist nun geeignet, um dieses Syndrom wirklich festzustellen? Bitte keine Hinweise über Therapie und wie wichtig es ist, zum Arzt zu gehen, da ich es ja auch vorhabe und das Thema bereits ausreichend besprochen wird.

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» *steph* » Beiträge: 18439 » Talkpoints: 38,79 » Auszeichnung für 18000 Beiträge



Ich gehe mit solchen Dingen immer zum Chirurgen. Ich weiß jetzt nicht genau, ob es in deiner Nähe einen Chirurgen gibt, der sich auf Erkrankungen des Bewegungsapparates spezialisiert hat, aber ich für meinen Teil werde auch vom Hausarzt teilweise an einen Solchen verwiesen und ich komme gut damit klar.

» Wibbeldribbel » Beiträge: 12618 » Talkpoints: 5,12 » Auszeichnung für 12000 Beiträge


Ich hätte dir eigentlich jetzt auch einen Neurologen empfohlen, der dann die Nervenleitgeschwindigkeit messen wird und dich gegebenenfalls an einen Chirurgen überweisen kann, sofern dir zum Beispiel mit einer Schiene nicht geholfen werden kann. Falls du keinen Neurologen vor Ort hast, den du aufsuchen möchtest, könntest du gezielt nach einem Chirurgen schauen, der sich auf die Handchirurgie spezialisiert hat. Es gibt solche Abteilungen auch in Krankenhäusern. Eventuell wäre das für dich eine Anlaufstelle.

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» Cologneboy2009 » Beiträge: 14210 » Talkpoints: -1,06 » Auszeichnung für 14000 Beiträge



Wenn Dein Vertrauensverhältnis zum Neurologen vor Ort nicht gut ist, würde ich trotzdem bei der Fachrichtung bleiben, aber den Ort wechseln. Auch wenn du in der Stadt B wohnst musst du nicht in B zum Arzt gehen. Du kannst dir genauso gut einen Arzt in der Stadt C suchen und einen Besuch seiner Sprechstunde mit einem Stadtbummel verbinden. So mache ich es, wenn ich mal mit einem Arzt vor Ort unzufrieden bin. So lange man jung und mobil ist, ist das eine prima Alternative.

Prinzipiell spricht auch nichts dagegen, beim Hausarzt deinen Verdacht auf das Karpaltunnelsyndrom zu nennen und zu erklären, dass du das schon mal hattest und es deshalb wieder zu erkennen glaubst. Dann würde ich dem Hausarzt offen sagen, dass das Vertrauensverhältnis zu Arzt Y gestört ist und du lieber wo anders hin gehen möchtest um das abklären zu lassen, falls er selbst dafür nicht qualifiziert ist. Erstens weiß ein Hausarzt, welche Ärzte für so eine Diagnose in seinem Umfeld qualifiziert sind. Zweitens kennen Ärzte die schon eine Weile praktizieren auch eine Menge Kollegen, so dass man sich nervige Sucherei erspart.

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» trüffelsucher » Beiträge: 12446 » Talkpoints: 3,92 » Auszeichnung für 12000 Beiträge



Nun ja, der Neurologe scheint auch gar nicht mehr zu praktizieren, sodass es sowieso eine neue Arztwahl geben muss. Natürlich steht erst einmal ein Besuch beim Hausarzt an, dort kann ich es dann hinterfragen, was er (in meinem Falle: sie) meint und alles weitere auch klären. Ich bin aber davon ausgegangen, dass ein Orthopäde da vielleicht auch etwas machen kann, zumal ich vermutlich sowieso dahin wegen etwas anderem hin muss.

Dass man natürlich nicht beim Arzt in der direkten Region bleiben muss, ist mir auch klar - ich habe schon im Netz geschaut, aber so wirklich überzeugt hat mich bislang noch niemand. Aber da habe ich ja das baldige Gespräch schon und sie kann mir da vielleicht auch eher weiterhelfen. Ich wollte es jetzt nur angehen und es in Angriff nehmen, um gegebenenfalls eine Operation zu vermeiden.

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» *steph* » Beiträge: 18439 » Talkpoints: 38,79 » Auszeichnung für 18000 Beiträge


Wenn du sowieso zum Orthopäden musst, spricht nichts dagegen. Der ist sicher mindestens genau so gut qualifiziert was so eine Krankheit angeht wie der Hausarzt. Auch der Orthopäde kann dir dann gegebenenfalls die Überweisung zu einem anderen Facharzt und zum Hausarzt geben, so dass sich das mit der Quartalsgebühr auch regelt. Und so von Ferne kann man auch nicht sagen, welche Qualifikationen dieser Orthopäde hat. Frage einfach, das wird schon klappen.

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» trüffelsucher » Beiträge: 12446 » Talkpoints: 3,92 » Auszeichnung für 12000 Beiträge


Ich hätte jetzt zunächst einmal den Hausarzt vorgeschlagen, der sich damit auch schon ein wenig auskennt und dich dann zum passenden Arzt überweisen kann. Sollte er dich dann, wovon ich ausgehe, weil es einfach Sinn macht, zu einem Neurologen überweisen, dann kann er dir vielleicht auch einen guten empfehlen, denn die Ärzte kennen sich meistens auch untereinander und wissen oftmals um die Fähigkeiten des anderen.

Solltest du von dir aus einen Facharzt aufsuchen, hätte ich dir als erste Wahl auch einen Neurologen vorgeschlagen, da es sich beim Karpaltunnelsyndrom doch eben um eine Beeinträchtigung der Nerven der Hand handelt. Meine zweite Wahl wäre dann allerdings auch schon der von dir angesprochene Orthopäde gewesen, denn damit habe ich bzw. meine Mutter gute Erfahrungen gemacht.

Meine Mutter hatte damals auch Schmerzen in den Händen und Handgelenken und ist deshalb als erstes zu einem Orthopäden. Dieser konnte schnell seine Diagnose stellen und hat dann auch in einer anderen Praxis, wo er Belegbetten hatte, meine Mutter schnell und problemlos operiert.

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» Nettie » Beiträge: 7637 » Talkpoints: -2,59 » Auszeichnung für 7000 Beiträge



Wegen der Praxisgebühr ist es ja nicht so schlimm, die muss ich so oder so jedes Quartal zahlen, mir geht es nur wiederum einmal um das Hin und Her, was mich nervt. Wie gesagt, ich werde erst einmal mit der Hausärztin darüber sprechen, und dann schauen, vielleicht hat sie wirklich einen guten Tipp parat. Auch, wenn man selbst immer mal seine Erfahrungen machen muss und selbst ein Tipp muss einem ja nicht so zusagen. Hier kommt mal wieder mein Respekt vor den Medizinern, die ich so nicht kenne, zum Tragen und das stört mich selbst ein wenig total.

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» *steph* » Beiträge: 18439 » Talkpoints: 38,79 » Auszeichnung für 18000 Beiträge


Ich an deiner Stelle würde erstmal zum Orthopäden gehen. Du hast ja geschrieben, dass du mit ihm zufrieden bist. Du kannst ihn dann ja fragen, wie es mit einem Neurologen aussieht und ob er dir jemanden empfehlen könnte. Viele Ärzte arbeiten ja mit ihren Kollegen aus den verschiedensten Fachbereichen zusammen und haben einige die sie weiter empfehlen.

Und wenn dein Orthopäde gut ist, wird er dich zur Abklärung wahrscheinlich eh nochmal zu einem Neurologen überweisen.

» Lady86 » Beiträge: 671 » Talkpoints: 12,73 » Auszeichnung für 500 Beiträge


Ich gehe mit solchen oder ähnlichen Beschwerden grundsätzlich zum Hausarzt, weil der dann auch recht schnell weiter überweist. Dazu kommt, dass unsere Hausärztin oft genug auch Kollegen kennt, mit denen sie gern und viel zusammen arbeitet und so unter Umständen schneller einen Termin vereinbaren kann. Aber auch der Orthopäde, den ich regelmäßig aufsuche macht da schon einmal etwas, nur bin ich im Hausarztprogramm eingeschrieben und daher ist es ohnehin für mich verpflichtend die Behandlungen vom Hausarzt koordinieren zu lassen. Falls das bei Dir auch der Fall ist, würde ich zumindest auf den Gang zum Orthopäden zunächst verzichten, weil der Dich sicher auch erst einmal zum Neurologen überweisen wird.

» JotJot » Beiträge: 14058 » Talkpoints: 8,38 » Auszeichnung für 14000 Beiträge


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