Klassenkameradin rutscht immer weiter in Magersucht hinein
Eine Klassenkameradin von mir rutscht immer mehr in eine Essstörung hinein
was soll ich tun? Ich hatte selber mal Bulimie und Magersucht und erkenne genau, dass sie auch in eine Essstörung hinein rutscht, nur weiß ich nicht was ich tun soll da ich auch erst vor einem Jahr in diese Schule gekommen bin. Somit weiß auch niemand dort das ich selber auch mal eine hatte.
Ich würde ihr deshalb gerne helfen jedoch habe ich auch wieder das Verlangen abzunehmen etc. weil sie den ganzen Tag über essen und Diäten redet. Was würdet ihr tun? Ihr helfen? Wenn ja wie überhaupt? Oder sich von ihr ''fernhalten'' um sich nicht selber in ''Gefahr'' zu begeben?
An deiner Stelle würde ich mich mal mit ihr treffen und dann das Thema mal ansprechen. Du kannst ihr ja mal von deinen früheren Problemen berichten und sehen, ob sie drauf einsteigt. Ansonsten ist es immer recht schwierig bei einer Essstörung gegen anzureden, aber das wirst du ja sicher selber wissen. Ich denke du solltest ihr einfach von dir erzählen und wie du es geschafft hast. Im Prinzip denke ich auch, dass sie es nicht weiter sagen wird und wenn ist es ja auch nicht schlimm, weil du ja stolz auf dich sein kannst.
Ich denke in unserer Gesellschaft wird schon viel zu oft weggesehen und deswegen würde ich an deiner Stelle versuchen etwas zu machen, wenn du der Meinung bist, dass sie eine Essstörung hat.
Ich würde schon versuchen, ihr zu helfen. Bist du denn mit ihr befreundet, oder habt ihr abseits der Schule nichts miteinander zu tun? Ich habe eine Freundin, die mal an Magersucht litt. Diese hat leider nicht auf uns gehört, als wir sie angesprochen haben, dass wir uns Sorgen machen. Dadurch ist sie dann leider ins Krankenhaus gekommen und musste wieder das Essen neu lernen. Darum wäre ich schon vorsichtig, wie man es eben ansprechen soll, nicht dass die Klassenkameradin dann erst recht "zu" macht und nicht mehr mit sich reden lässt.
Da du aber selber schon betroffen warst, weißt du ja sicher, wie man sich dann fühlt und das ist ja schon eine große Hilfe im Gespräch. Darum würde ich einfach mal versuchen, sie zu einem Gespräch unter vier Augen zu bewegen. Dabei kannst du ihr ja dann auch von deinen Problemen und Erfahrungen erzählen, vielleicht sieht sie es dann ja ein, dass sie auf dem falschen Weg ist. Der Rest deiner Klasse muss es ja dann nicht erfahren, dass du mal Magersucht und Bulimie hattest, wenn das Gespräch unter euch bleibt.
In meiner Parallelklasse war damals auch ein Mädchen, das irgendwann unter Magersucht litt. Ich habe mich auch schon davor gut mit ihr verstanden. Leider habe ich die Erfahrung gemacht, dass solche Leute nichts von ihrer Krankheit wissen wollen, das gar nicht bemerken und auch nicht mit sich reden lassen. Solange diese Leute nicht selber einsehen, dass sie Hilfe brauchen, wird ihnen auch keiner helfen können - nicht du, nicht ihr Freund und nicht Eltern.
Leider kann man da nicht wirklich etwas machen. Aber ignorieren würde ich das an deiner Stelle vermutlich auch nicht. Wenn ihr noch zu Schule geht, solltest du dich vielleicht an deinen Klassenlehrer oder einen Vertrauenslehrer wenden, wenn du ihre Eltern nicht kennst. Ich glaube, dass sie die Situation besser angehen können. Wahrscheinlich wird das sowieso nicht unbemerkt an ihnen vorbei ziehen und sie ergreifen hoffentlich selber die Initiative.
Wie gut bist du denn mit dem Mädchen befreundet? Meinst du, dass du sie mal nach der Schule darauf ansprechen könntest, wenn ihr dann eben alleine seit? Tatenlos zusehen würde ich da wohl auch nicht und gerade, wenn du selbst Erfahrungen mit der Krankheit gemacht hast, wirst du dich ja gut in sie hineinversetzen können und ihr vielleicht aus dem Teufelskreis heraus helfen können.
Wenn du merkst, dass die dir nicht wirklich zuhört oder es zum einen Ohr rein und zum anderen wieder heraus geht, würde ich mich vielleicht an einen Lehrer wenden, dem ich vertraue. Ich würde auch nicht zusehen wollen, wie das Mädchen immer weiter in die Krankheit hineinrutscht. Gerade, weil dies ja auch sehr gefährlich ist und tödlich enden könnte. Da würde ich es schon als meine Pflicht ansehen, meine Beobachtungen irgendwem mitzuteilen und nach Hilfe zu suchen.
Heißt du wirklich Mia? Wenn du selbst Essstörungen hattest, dann weißt du sicherlich, dass es verschiedene Phasen gibt und ob du ihr helfen kannst hängt mehr oder minder davon ab, in welcher Phase sie sich befindet. Wenn sie sie gerade mitten drin steckt, dann wird sie es nicht wahr haben wollen und sich immer noch zu dick finden. Die Frage ist auch ein bisschen, ob es gewichtsmäßig schon einen Anlass zur Sorge gibt oder nicht.
Und ich denke auch, dass es wichtig ist, wie gut ihr befreundet seid und ob sie dir vertrauen würde. Wenn ja kannst du ihr von dir und deinen Erfahrungen erzählen, dann öffnet sie sich dir vielleicht auch. Und nur dann hast du eigentlich eine Chance ihr zu helfen. Wenn sie das nicht macht, kannst du relativ wenig machen. Sie wird alles abblocken und niemanden an sich ran lassen. Aber vielleicht solltest du eben mal versuchen, dich heran zu testen.
Woran genau machst Du diese Essstörungen fest? Aus Deiner eigenen Erfahrung heraus wirst Du sicherlich wissen, dass jemand, der sich bereits in einer Essstörung befindet, kaum jemanden an sich ranlassen wird, egal, um wen es sich handelt. War es nicht auch bei Dir der Fall, dass Du nicht mehr zugänglich gewesen bist und Du Dich abgeschottet hast? Wie waren Deine Erfahrungen, als Du ungewollt/ ungefragt Hilfe angeboten bekommen hast? Ich denke, solltest Du wirklich selbst eine Essstörung gehabt haben, wirst Du aus Deinem eigenen Erfahrungsschatz etwas ableiten können.
Durch Deine eigene Situation ist es wohl so, dass Du besser auch jemanden fragst, der sich damit auskennt. Wenn Du es an Dir selbst bemerkst, dass es nicht gut ist, wenn Du Dich mit ihr beschäftigst, kannst Du im Grunde nur eine professionelle Hilfe für Dich in Anspruch nehmen. Dort könntest Du natürlich auch fragen, wie Du damit umgehen sollst und was Du machen kannst. Einfach nichts zu tun solltest Du nicht machen, aber mir ist hier halt nicht klar, inwiefern Du selbst schon professionelle Beratung erhalten hast, sollte Deine Geschichte stimmen.
Denn gerade, weil Du selbst scheinbar bereits Deine Erfahrungen gemacht hast, ist es ja auch so, dass Du es noch nicht ganz überwunden hast. Wobei ich denke, dass solche Erkrankungen nicht einfach überwunden werden können, insbesondere, weil man tagtäglich mehr oder weniger mit Essen konfrontiert wird und man dadurch ja auch wieder hineingeraten kann. Aber es sollte eben auch Anlaufstellen geben, bei denen man sich beraten kann, wie man als Selbstbetroffene solche Situationen bemerkt und wie man damit dann auch am besten umgeht, wenn es eine andere Person betrifft, die man kennt.
Es ist sehr schwierig solchen Menschen zu helfen. Ich kenne eine Freundin, die ins Krankenhaus gekommen ist, und ich selbst bin auch fast so weit gerutscht. Das Problem bei Magersucht ist, dass man sich von niemanden etwas sagen lässt. Man hört nicht mehr hin, ignoriert jeglichen Hinweis und lebt nur noch gegen das Essen, gegen die Kalorien und das zunehmen.
Selbst gute Freunde sind hilflos und verzweifeln. Deshalb wirst du sie nicht erreichen können, wenn du selbst wieder rückfällig werden könntest, wie du sagst, und wenn du sie nicht kennst, ist es erst recht kompliziert. Denn warum sollte sie sich mit dir treffen, damit du sie dann gleich auf ihr Essverhalten ansprichst?
Immerhin redet sie noch von Diäten und Kalorien und versteckt es nicht schon. So lange sie noch munter darüber redet, kannst du versuchen, mit ihr ins Gespräch zu kommen und ihr zu sagen, dass du selbst mal erkrankt bist. Das ist meiner Meinung nach die einzige Möglichkeit, wirklich an sie ranzukommen.
Denn oft wachen die Menschen gar nicht auf, oder erst, wenn sie mit einer Magensonde im Krankenhaus liegen- neben Gespenstern, Menschen, die noch dünner sind und genau so kurz vor dem Tod stehen. Ich hoffe, dass du das richtige tust, und sie davor bewahrst.
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