Verhindern von Füllwörtern beim Vortrag

vom 10.10.2012, 15:43 Uhr

Wenn ich vor Leuten einen Vortrag halten muss, benutze ich zuviele Füllwörter wie "ähm" oder "hmm". Wenn ich selbst Vortragende höre, nervt mich das immer sehr. Allerdings kann ich bei meinen eigenen Vorträgen dies nicht verhindern.

Habt ihr Tipps, wie man sich dieses schlechte Verhalten abgewöhnen kann?

» frankiskrank » Beiträge: 289 » Talkpoints: 15,61 » Auszeichnung für 100 Beiträge



Als erstes ist es wichtig, dass du den Text und den Inhalt, den du vortragen möchtest, sehr genau kennst und auch über das, was vielleicht auf der PowerPoint Präsentation oder deinen Karteikarten steht, hinaus.

Wobei du dir wirklich immer irgendwelche Notizen machen solltest, damit du zur Sicherheit etwas in der Hand hast. Wenn du deinen Vortrag dann einige Male durchgehst und vor dem Spiegel übst, sollte das klappen. Ein Tipp wäre auch, dass du dich selbst mal filmst zu Hause, wenn du den Vortrag hältst. Nimm dir einfach vor, keine Füllwörter zu verwenden, oder nur wenige (die gar nicht so stören, weil das sehr menschlich ist).

» MissCuriosity » Beiträge: 566 » Talkpoints: 25,44 » Auszeichnung für 500 Beiträge


Ich denke es ist vor allem wichtig, dass du deinen Vortrag schon vorher einige Male durchgegangen bist und weist, wie du die kurzen Stichwörter, die du dir aufgeschrieben hast, dann im Ernstfall in Sätze formen willst. Ich merke immer selbst, dass ich besonders viele Füllwörter benutze, wenn ich mir an einer Stelle unsicher bin, entweder auf Grund des Inhalts oder aber weil ich mir nicht sicher bin, wie ich formulieren soll.

Ansonsten achte darauf, langsam zu sprechen, eigentlich neigt man eh dazu etwas zu schnell zu sprechen, weil man in der Situation unter Druck steht. Wenn du bewusst langsamer redest, benutzt du wahrscheinlich dann auch weniger Füllwörter, weil es dann leichter ist, mit dem Denken hinterherzukommen. So schlimm ist es aber auch nicht, wenn man ab und zu mal Füllwörter benutzt, schließlich ist man meistens bei einem Vortrag leicht nervös, außerdem passiert das eigentlich jedem ab und zu.[/img]

» LucieMarie » Beiträge: 35 » Talkpoints: 18,77 »



Es ist vollkommen egal, ob man den Text zwanzigtausend Mal durchgelesen hat oder ob man Stichwortkarten und ähnliches vor sich liegen hat oder benutzt. Füllwörter entstehen nicht, weil man nicht weiter weiß oder sich unsicher ist, sondern, weil man sich das angewöhnt hat. Man merkt es vor allem bei Menschen, die nicht oft Reden halten, wie Fußballern, aber auch Politiker sind teilweise nicht so redegewandt wie man es eigentlich erwarten würde.

Was wirklich hilft, ist es zu üben, statt einem "ähm" oder "hm" einfach eine kleine Zäsur zu machen und gar nichts zu sagen. Übe, in dem du allein einen Text vorträgst, nur für dich und dabei abliest ohne Füllwörter zu verwenden. Wenn du den Text auswendig kannst, übe es, den Text langsam vorzusagen und konzentriere dich darauf, Pausen selbst einzubauen. Irgendwann wird es bereit, einen Vortrag vor Freunden zu halten. Achte immer darauf selbst Pausen einzubauen und dich nicht von Pausen überraschen zu lassen. Das wichtigste ist jedoch, dass du dich darauf konzentrierst. Das ist nichts was man lernen kann, sondern etwas, an das man sich langsam gewöhnt, deshalb kann man nicht erwarten, dass man es sofort hinbekommt, aber man kann es erheblich vermindern und mit der Zeit komplett abstellen.

» benutzer7 » Beiträge: 2118 » Talkpoints: 51,19 » Auszeichnung für 2000 Beiträge



Ich bin da anderer Meinung. Nicht umsonst heißen Füllwörter Füllwörter. Meistens will man damit ja, wenn auch unbewusst in den meisten Fällen, Zeit überbrücken und wann sollte man das tun? Wenn eine Pause entstanden ist und man eben nicht weiß, was man sagen soll. Ich finde das auch mehr als anstrengend, wenn ich jemandem zuhören muss, der ständig Füllwörter benutzt. Die ersten Male mag das immer noch gehen, aber irgendwann hört man wirklich nur noch diese Füllwörter und man kann sich wunderbar ein Spaß daraus machen, wenn man Strichlisten füllt.

Sicherlich ist das auch eine Sache der Gewohnheit. Und man kann es sich sicherlich auch antrainieren, dass man das unterlässt. Ich bin aber durchaus der Meinung, dass es gut helfen kann, wenn man den Vortrag sehr gut beherrscht und in den Pausen die man bewusst lässt, einfach nichts sagt. Das bringt auch Sicherheit und ich kenne es so, dass viele Menschen Füllwörter benutzen, wenn sie unsicher sind. Wenn ich weiß, dass ich gut meinen Vortrag halte und nicht aufgeregt bin, dann hilft das.

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» winny2311 » Beiträge: 14909 » Talkpoints: -0,33 » Auszeichnung für 14000 Beiträge


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