Neurologische Erkrankungen mit Kinesio-Tape behandeln?
Es gibt viele Methoden, neurologische Krankheiten konservativ zu behandeln. Vor allem Krankheiten mit temporären Lähmungserscheinungen möchte ich damit ansprechen. Ein wichtiger Bestandteil dieser Therapie ist die Stimulation der betroffenen Dermatome, also der von dem betroffenen Nerv versorgten Hautareale, mittels elektronischer Stimulation, zum Beispiel durch ein Tense-Gerät.
Neuerdings finden sich jedoch Versuche und die ersten beginnenden Studien, die Behandlung durch Kinesiotape zu erweitern. Diese Tapes sind zwar vor allem durch die muskelunterstützende Funktion im Sport bekannt, sorgt jedoch auch für eine gewisse Reizung der oberflächlichen Hautsensoren. Durch spezielle Anlagetechniken soll es nun möglich sein, diese Sensoren so permanent zu reizen, dass der Nerv soviel Input erhält, die Aktivität vergrößert und dadurch die Lähmung schneller vermindert oder sogar beseitigt wird. Der Vorteil ist der allgegenwärtige Reiz im Gegensatz zu dem nur zeitweise einsetzenden Reiz bei einem Elektro-Gerät.
Was haltet ihr von dieser neuartigen Therapie-Methode? Könnt ihr euch vorstellen, dass das funktioniert? Habt ihr selbst eventuell schon etwas davon mitbekommen?
Auch ohne Erfahrung gemacht zu haben, kann ich nur sage, dass ich von diesem Tape nicht viel halte. Auch wenn alternative Heilmethoden oft bessere Alternativen zu der Schulmedizin sind, liegt mir beispielsweise die Annahme, dass die Farbe der Tapes eine Wirkung haben sollen eher fern. Sicherlich könnte es durch den erhöhten Zug auf die Haut eine erhöhte Stimulation bestimmter Bereiche geben, ob diese jedoch das gewünschte Ergebnis bewirken, oder ob da doch eher der Placebo-Effekt im Spiel ist fraglich.
Von der Elektro-Stimulation halte ich hingegen viel, da ich bereits erste Erfahrungen damit sammeln konnte und diese Technik wirklich hilft Beschwerden zu lindern. Auch die Krankenkassen übernehmen die Kosten für den Einsatz solcher Elektrogeräte. Die Tape Methode wird von den gesetzlichen Kassen zur Zeit nicht übernommen.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Kinesiotape Methode empirisch belegbare Ergebnisse in Sachen Gesundheitsförderung zu Tage bringt.
Aber der Placebo-Effekt sollte nicht unterschätzt werden, oftmals reicht die Annahme , dass ein bestimmtes Verfahren seine gewünschte Wirkung entfaltet bereits völlig aus, um die betroffene Person von ihren Leiden zu befreien. Die Forschung hat viel zu wenig empirische Ergebnisse über die psychischen Faktoren der Krankheiten. In diesem Sektor ist sicherlich noch viel Potenzial. Damit könnten die oft mit sehr vielen Nebenwirkungen einhergehenden schulmedizinischen Methoden wundervoll ergänzt werden.
Jedoch ist die Pharmalobby sicherlich nicht an der Erforschung von nicht-kommerziellen Heilverfahren interessiert. Ob das Kinesiotape nun eine Hilfe oder ein Placebo ist lässt sich somit nicht abschließend feststellen. Klar ist jedoch, das erlaubt ist was hilft. Es ist zumindest jedem geraten alternative Heilverfahren zu testen, bevor man sich der medikamentösen Therapie widmet.
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