Michael Bloomberg verbietet XXL-Becher
Der Bürgermeister der Stadt New York hat verfügt, dass ab nächstem Jahr, also ab 2013, keine XXL-Becher Coca-Cola, Fanta oder anderen zuckerhaltigen Limonaden verkauft werden dürfen. Das betrifft sämtliche Fast-Food-Ketten, aber auch Kinos, Einkaufscenter und alle anderen Geschäfte, die diese vertreiben. In Deutschland sind 0,5 Liter Becher in Fast-Food-Filialen das Maximum, in Amerika sind ein Liter oder sogar eineinhalb Liter die Normalität. Bis jetzt.
Mit der Maßnahme sagt er der Übergewicht der Amerikaner den Kampf an und will vorsichtig das System beginnen zu verändern. So richtig durchdacht ist die Regelung jedoch noch nicht - während zuckerhaltige Limonaden in den XXL-Bechern über 0,5 Liter nicht mehr vertrieben werden dürfen, dürfen es die mit Süßstoff gesüßten, zuckerfreien Limonaden, etwa Cola Zero, schon. Und auch die Megakanister mit vier oder acht Litern dürften in Supermärkten weiter verkauft werden. Es bezieht sich also nur auf die offenen Getränke in Bechern. Dennoch finde ich, ist es ein erster Ansatz, um ein Zeichen zu setzen und finde es sollte honoriert werden, dass Bloomberg ein derart riskantes Vorhaben umsetzt - denn die Amerikaner werden davon nicht viel halten, auch wenn sie anfangs vermutlich noch Wege und Mittel finden werden, an ihren Zucker zu kommen.
Was meint ihr? Ist das richtig, was Michael Bloomberg tut oder sollte man das jedem selbst überlassen? Wird diese Veränderung etwas bewirken und wird es erst der Anfang sein? Wird es weitere "Gesundheitsreformen" geben? Macht sich Bloomberg damit am Ende sogar zum Buhmann?
Sicherlich werden die Amerikaner es nicht unbedingt mit Freude sehen, was er da macht. Immerhin werden sie immer dicker und machen nichts dagegen und irgendwann wird man ja süchtig nach vielen Kalorien und Zucker.
Der Kurs, den nun gefahren werden soll, finde ich dennoch richtig, und auch wenn es die Cola Zero noch gibt, ist es doch ein Schritt in die richtige Richtung. Es scheint so, dass sich die Amerikaner keine Gedanken mehr um ihr Essen machen und man muss da schon einen gewissen Riegel vorschieben, wie ich finde. Man muss ja auch nicht so viel zu einer Mahlzeit trinken und wenn dann sollte man sich eben Wasser nachholen dürfen und nichts mit Zucker oder vielen Kalorien. Die Amerikaner würden sich sonst wahrscheinlich den Tagesbedarf allein schon durch die Cola reinholen und das geht gar nicht.
Von diesem neuen Gesetz habe ich schon vor recht langer Zeit gehört, damals stand es aber noch auf der Kippe und niemand wusste so recht, ob dies wirklich in die Realität umgesetzt wird. Auch damals wurde das Gesetz schon recht skeptisch beäugt, was sich bis heute anscheinend nicht wirklich geändert hat. Ich selbst finde diese Regelung eigentlich recht vernünftig, aber nicht, weil dies dem allgemeinen Problem der Fettleibigkeit in Amerika entgegenwirkt, sondern weil einfach niemand einen XXL-Limonadenbecher braucht. Wer bitte braucht wirklich einen Liter von irgendeinem Softdrink am Stück? Wer trinkt so viel von dem süßen Zeugs zu einer normalen Mahlzeit?
Das die Bevölkerung aber durch die Reduzierung der Trinkmenge der zuckerhaltigen Limonaden wirklich an Gewicht abnimmt oder sich automatisch gesünder ernährt, wage ich sehr zu bezweifeln, zumal man ja im Supermarkt trotzdem noch immer die XXL-Versionen kaufen kann. Ich war auch mal in einem solchen Supermarkt und habe dort die 5 Liter fassenden Cola-Flaschen (Man muss schon fasst Fässer sagen) gesehen. Ich würde mit so einer Flasche vermutlich über einen ganzen Monat hinweg auskommen, dort gehen die aber bestimmt auch im Sixpack über die Ladentheke. Ich glaube nicht, dass allein so eine Veränderung in der Gesundheitsreform groß etwas bewirkt. An ganz anderen Punkten sollte man zusätzlich noch ansetzen, wenn man den Kilos wirklich den Kampf ansagen will.
Es wird überhaupt nichts bewirken und schränkt die Freiheit unnötig ein. Von den zwei Litern Cola, die man trinkt wird, man nicht dick, sondern von zu wenig Sport. Ich glaube nicht, dass es einen großen Unterschied macht, ob man einen halben Liter Cola trinkt oder einen ganzen. Wenn man nur einen halben trinkt, isst man vielleicht noch ein paar Burger mehr, weil der Bauch noch nicht voll genug ist.
Ich habe davon auch schon vor einigen Wochen gehört, und bin etwas erstaunt. Wenn, dann sollte man alle Softdrinks verbieten, auch die, die mit Süßstoffen versehen sind. Diese sind auch nicht sonderlich gesund, wobei es scheinbar ja mehr darum geht, dass die Leute nicht zunehmen, sondern sich bewusster ernähren. Gern würde ich wissen, ob diese Maßnahmen noch erweitert werden oder ob es bei diesen Maßnahmen bleiben wird. Ich finde es ehrlich gesagt auch unpraktisch, wenn man diese Riesenbecher zur Verfügung hat, geht man aber hier in Deutschland ins Kino hat man es ja auch, dass man unter Umständen diese Riesenbecher angeboten bekommt. Ansonsten werden Getränke dann doch eher in Flaschen und Bechern verkauft, die man auch transportieren kann.
Michael Bloomberg wird sich dabei schon etwas gedacht haben, aber allein mit dem Verbot von Getränken in diesen Größenordnungen ist es ja definitiv nicht getan! Dazu gehört es schon etwas mehr, sodass man den New Yorkern auch Alternativen anbieten sollte, als auch noch andere Möglichkeiten ihnen anbieten sollte.
@anlupa, wenn man zwei Liter Cola am Tag trinkt, sind es ja schon mal über tausend Kalorien plus die Kalorien durch die Mahlzeiten. Wie soll jemand, der arbeitet, dies mit Sport denn bitte schön ausgleichen? Natürlich kann ein unkontrollierter Genuss von zuckerigen Softdrinks und auch puren Säften zu Übergewicht führen!
Wenn XXL-Becher ungesunder Limonaden verboten werden sollen, wird das nicht viel bringen, wenn fettige Hamburger weiterhin gegessen werden dürfen. Ich finde den Hamburger wesentlich ungesünder als eine Fanta oder Sprite. Klar, haben diese Softdrinks eine Menge Zucker, doch warum wird das Fett in den Hamburgern außer Acht gelassen?
Um die Bevölkerung zu gesunder Ernährung zu bringen, müssten in den Schnellrestaurants statt Hamburgern und Pommes Salate und frisches Obst angeboten werden. Der alleinige Verzicht auf Cola wird die Übergewichtigkeit kaum bekämpfen können. Dazu gehört eine komplette Ernährungsumstellung, die ganz viel Kraft und Durchhaltevermögen erfordert.
Also, viele scheinen hier die Meinung zu haben, die in den Medien vertreten wird, dass Hamburger und Pommes Frittes superfettige Speisen sind, die alleinig Grund für Übergewicht sind. Das ist nicht so extrem wie es dargestellt wird.
Das, was den Hamburger so schrecklich ungesund macht, ist vor allem Soße, die darauf ist, sowie der Käse mit einem über 50%igen Fettanteil. Der Hamburger ansich ist nicht so ungesund wie er hingestellt wird. Es kommt ganz darauf an. Und wenn ein hungriger Mann einen Bigmac, einen Doppelhamburger und eine große Portion Pommes Frittes mit Ketchup isst, dann kommt er mit 1300 Kilokalorien auf eine große, aber akzeptable Mittagsration. Kommen dann allerdings noch 1,5 Liter Coca Cola dazu, werden schnell 2000 daraus. Ich finde also, man kann nicht sagen, dass es nichts ändert und es nicht der erste Schritt in die richtige Richtung ist.
benutzer7 hat geschrieben:Also, viele scheinen hier die Meinung zu haben, die in den Medien vertreten wird, dass Hamburger und Pommes Frittes superfettige Speisen sind, die alleinig Grund für Übergewicht sind. Das ist nicht so extrem wie es dargestellt wird.
Das, was den Hamburger so schrecklich ungesund macht, ist vor allem Soße, die darauf ist, sowie der Käse mit einem über 50%igen Fettanteil. Der Hamburger ansich ist nicht so ungesund wie er hingestellt wird. Es kommt ganz darauf an. Und wenn ein hungriger Mann einen Bigmac, einen Doppelhamburger und eine große Portion Pommes Frittes mit Ketchup isst, dann kommt er mit 1300 Kilokalorien auf eine große, aber akzeptable Mittagsration. Kommen dann allerdings noch 1,5 Liter Coca Cola dazu, werden schnell 2000 daraus. Ich finde also, man kann nicht sagen, dass es nichts ändert und es nicht der erste Schritt in die richtige Richtung ist.
Das Problem ist nicht die absolute Menge an Kalorien, die sind dann in dem Falle sekundär. Vielmehr sind die ganzen Kombinationen aus fett- und gleichzeitig zuckerreichen Portionen das Entscheidende: Die Kalorienzahl gibt mir keine Auskunft darüber, aus welchen Nährstoffen sich die Menüs zusammensetzen. Hamburger ist nicht gleich Hamburger, sicherlich gibt es da auch Varianten beispielsweise in Form von Roggen, kenne mich da aber nicht so gut aus. Wichtig wäre in dem Zusammenhang also darauf zu achten, dass man nicht allzu große Mengen an sogenannten Einfachzuckern aufnimmt, die ja bekanntlich in Hamburgern so drin ist. Kommen dann noch Pommes Frites und Cola hinzu, ist das auf Dauer für den Körper eine enorme Belastung, mit der er unter Normalbedingungen (also mittelschwere Arbeit ohne Sport und mit etwas Stress) nicht zurechtkommt und irgendwann kapituliert.
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