Ibuprofen Schmerzmittel unbedenklicher als Paracetamol?
Mittlerweile wird ja in den Apotheken und auch beim Arzt geraten kein Paracetamol mehr zu nehmen, weil Paracetamol die Leber schädigen soll. Aber ist Ibuprofen unbedenklicher als Paracetamol? Was ist anders an diesem Wirkstoff. Sicher ist jedes Schmerzmittel auf die Dauer genommen schädlich. Aber zu welchen Schmerzmittel kann man doch noch unbedenklicher greifen? Welches Schmerzmittel nehmt ihr, wenn ihr beispielsweise Kopfschmerzen doch nicht mehr aushalten könnt?
Eines meiner Kinder hat neulich stark gefiebert und da wurde mir vom Arzt sehr wohl noch Paracetamol verschrieben und auch in der Apotheke wurde mir auf Nachfrage gesagt, dass man dieses Mittel unbedenklich nehmen könne, wenn es gar nicht mehr geht. Allerdings benötigen die Kinder auch sehr selten solch ein Mittel und wenn das Fieber nicht noch mit anderen Symptomen einher gegangen und nicht so sehr hoch gestiegen wäre, dann hätte ich auf die Paracetamol-Gabe verzichtet und lieber nur Wadenwickel eingesetzt.
Ich selbst habe eine Paracetamol-Allergie, so dass wir sonst nur Ibuprofen im Hause haben, weil das auch wegen meiner chronischen Erkrankung manchmal der letzte Weg ist. Vor der Verschlechterung war es bei mir so, dass ich oft gar kein Schmerzmittel im Hause habe.
Das beste Schmerzmittel ist nämlich den Ursachen auf den Grund zu gehen und diese zu beseitigen, das ist in der Regel sehr unbedenklich, aber eben zeitaufwändig. Allerdings konnte ich so vor gut 10 Jahren meine Migräne-Attacken von einmal monatlich auf ein bis zweimal jährlich reduzieren und da ich inzwischen die Ursachen kenne, kann ich auch schnell handeln. So werden denn die Schmerzen gar nicht mehr so extrem. Daher würde ich bei regelmäßigen Schmerzen auch immer diesen weg empfehlen.
Paracetamol würde ich nur einnehmen, wenn ich Fieber habe. Das ist jedoch überhaupt nicht gesund für die Leber. In einer Medizinvorlesung im 1.Semester hat der Professor mal gesagt, dass er schon einige Patienten hatte, die sich mit dem Schlucken einer Großpackung das Leben nehmen wollten. Allerdings sei es eine sehr unschöne und qualvolle Methode. Ich kann mich nicht mehr wirklich an alles erinnern, allerdings hat mich die Rede ziemlich abgeschreckt. Ibuprofen ist schädlicher für den Magen. Er ist schmerzlindernd, Entzündunghemmend und anscheinend leicht Fiebersenkend. Allerdings hilft mir das nicht, wenn ich Fieber habe. Trotzdem ist das für mich das Schmerzmittel der ersten Wahl.
Früher hab ich bei jedem Wehwehchen zur Tablette gegriffen. Heute suche ich nach anderen Möglichkeiten. Wenn ich zum Beispiel Kopfschmerzen habe, lege ich mich lieber hin. Bei Rückenproblemen nehme ich den Tiger-Balsam. Mit Tabletten bekämpft man nämlich nur die Symptome, aber nicht die eigentlichen Ursachen.
Grundsätzlich nehme ich persönlich bei (Kopf-)Schmerzen weitgehend keine Medikamente ein, selbst Schmerzmittel wie Aspirin, Ibuprofen oder Paracetamol kommen mir nicht auf die Speisekarte. Vielmehr helfe ich mir dann mit viel Trinken, dem Körper Ruhe zu gönnen und anstrengende sowohl physische als auch psychische Aktivitäten zu vermeiden. Dann hat es sich meist auch innerhalb von spätestens 2-3 Tagen erledigt. Das setzt natürlich alles voraus, dass nichts Schlimmeres sich hinter den (Kopf-)Schmerzen verbirgt, ansonsten suche ich natürlich einen Arzt auf und lasse die Schmerzquelle abklären.
Was aber Paracetamol und Leberschäden angeht, kann man sagen, dass man für eine Intoxikation entweder das Medikament langfristig (langsame Intoxikation) oder in der Menge um die 38-40 Tabletten (akut) einnehmen muss, damit sich die Symptome einer Vergiftung und damit eines Leberschadens zeigen. Diese sind aber schwer zu erkennen an sich erhöhen sich die Leberwerte massiv und bedürfen einer gewissen Erfahrung, um sie in der Akutphase sofort der Intoxikation zuzuordnen. Sollte es soweit kommen, interveniert man mit Acetylcystein, auch bekannt unter ACC, was den für die Intoxikation verantwortlichen Metaboliten wieder reaktiviert.
Wird Paracetamol allerdings unterhalb der maximal angegebenen Dosis eingenommen, senkt man das Risiko einer möglichen Intoxikation massiv: Eine Leberintoxikation (seltener auch Nierenschäden) ist dann eher unwahrscheinlich, wenn man stets sich an die Dosen hält und nicht dauerhaft an der Maximaldosis kratzt.
Im Grunde genommen unterscheiden sich Ibuprofen und Paracetamol hinsichtlich ihrer Wirkung insofern, dass Ibuprofen zusätzlich noch Entzündunghemmend ist, während Paracetamol "nur" fiebersenken und schmerzstillend wirkt. Der Wirkmechanismus ist derselbe, alle Schmerzmitteln hemmen das Enzym Cyclooxygenase, was zur Bildung bestimmter Schmerzmediatoren zuständig ist. Auch in Sachen Nebenwirkungen unterscheiden sie sich: Während beim Paracetamol allen voran die möglichen Nieren- und Leberschäden im Vordergrund stehen, ist beim Ibuprofen das Risiko eines Magengeschwürs, von Ödemen oder Nierenschäden erhöht. Bezüglich der Schmerzreduktion kann ich keine Aussage darüber treffen, inwiefern sie sich wirklich unterscheiden, die einen vertragen eher Ibuprofen, während die anderen mit Paracetamol seit ihrer Kindheit sehr gut zurecht kommen.
Sucht man allerdings nach Alternativen, gibt es darüber hinaus noch Aspirin (=Acetylsalicylsäure) und Diclofenac als weitere fiebersenkende, schmerzlindernde und entzündungshemmende Medikamente und die sogenannten Coxibe, die genauso wirken. Diese bergen aber das erhöhte Risiko einer möglichen Thrombenbildung in sich. Alternativ zu Paracetmal kann man zu Metamizol greifen, besser bekannt unter dem Namen Novaminsulfon. Dieses wirkt noch zusätzlich spasmolytisch und kann auch Kindern gegeben werden, aber nicht Immunsupprimierten oder Schwangeren.
Ich habe eine gute Freundin, die greift bei Kopfschmerzen und anderen Schmerzen generell eher zu homöopathischen Mitteln und nicht gleich zu starken Schmerzmitteln wie Ibuprofen oder Paracetamol. Ich habe mir aber sagen lassen, dass das auch nicht für jeden etwas ist und wenn man jetzt schon jahrelang andere Schmerzmittel verwendet, dann ist man eine stärkere Wirkung gewöhnt und wird von einem homöopathischen Mittel nun auch nicht wirklich etwas haben. Gegen wirklich starke Schmerzen können homöopathische außerdem ohnehin nichts ausrichten.
Ich selbst bin aber ehrlich gesagt weder von Apothekern noch von Ärzten bisher davor gewarnt worden, Paracetamol zu nehmen. Klar kann Paracetamol die Leber schädigen, aber tun das nicht alle Medikamente ab einer bestimmten eingenommenen Menge? Soweit ich weiß, fängt nämlich das Ibuprofen bereits im Magen an zu schädigen, denn viele Menschen haben Magenschmerzen, wenn sie dieses Schmerzmittel nehmen, so nämlich auch ich. Ich habe dann vom Arzt immer stärkere Paracetamol anstatt von Ibuprofen verschrieben bekommen und wenn es Ibuprofen sein mussten, dann kamen noch Kapseln für den Magen bei. So gesehen also sehe zumindest ich keinen Unterschied darin, welches Schmerzmittel man nimmt.
Rein zur Schmerzbehandlung nehme ich Ibuprophen in den 400er Dosierungen. Manchmal auch 600. Das hilft zuverlässig und vor allem schnell. Paracetamol brauche ich bei Schmerzen gar nicht anfangen, da wirkt bei mir nicht viel. Daher nehme ich die nur, wenn ich Fieber haben sollte. Aber selbst dann greife ich meistens auf das "Aspirin direkt§ zurück, da das ja noch gegen ein paar andere Symptome hilft. Für mein Kind habe ich aber bei Fieber immer Paracetamol verwendet.
Schmerzmittel ohne Nebenwirkungen kenne ich nicht. Es kommt immer darauf an, wie oft und in welcher Menge man diese Mittel nehmen muss. Sie taugen nicht alle für ein und dieselbe Krankheit. Ich habe sowohl Paracetamol als auch seit Jahren Ibuprofen 800 immer vorrätig. Ibuprofen ist aber mehr geeignet für Schmerzen des Bewegungsapparates, wo Paracetamol keinerlei Wirkung zeigt. Zusätzlich habe ich noch Gelonida, Novalgin, Tramal und Tilidin.
Gegen Kopfschmerzen hilft am besten Gelonida, eine Kombination von Paracetamol mit Kodein. Tramal und Tilidin sind für außergewöhnliche Schmerzen geeignet, wo andere Medikamente versagen. Alle diese Mittel haben weniger oder mehr Nebenwirkungen. Wenn sie aber nicht laufend eingenommen werden müssen, halten sich die Nebenwirkungen in Grenzen. Man muss eben gut dosiert und vorsichtig damit umgehen.
Als unbedenklicher würde ich Ibuprofen gegenüber dem Paracetamol nicht einstufen. Es gibt leider keine Wirkung ohne Nebenwirkung, so ist das leider bei allen Arzneimitteln. Nebenwirkungen kann es immer geben, es muss aber nicht so sein. Paracetamol wird in der Apotheke, in der ich arbeite, immer noch gerne gekauft, nur einige wenige Kunden nehmen Abstand davon, weil sie die Meldungen in der Presse mitbekommen haben und diesen Wirkstoff nun gar nicht mehr einnehmen möchten. Paracetamol ist noch immer das einzige freiverkäufliche Schmerzmittel, das den Magen nicht angreift, also auch von Patienten genommen werden kann, die Probleme mit dem Magen haben.
Dass es auf Dauer Leber-schädigend ist, ist leider richtig, aber wie bei so vielen Dingen macht auch hier die Dosis das Gift. Wenn man natürlich schon Vorerkrankungen an der Leber hat, sollte man Paracetamol selbstverständlich meiden, ansonsten ist es bei richtiger Einnahme kein Problem. Man darf es eben nicht zu hoch dosiert und/oder zu lange einnehmen. Das sollte man aber bei Ibuprofen ohne ärztlichen Rat auch nicht tun, weil sonst der Magen leiden kann. Das ist leider die Nebenwirkung des Wirkstoffs Ibuprofen.
Ich selber versuche eigentlich immer, ohne irgendwelche Tabletten auszukommen, auch wenn ich mal Kopfschmerzen habe. Wenn es aber gar nicht anders geht, dann nehme ich auch Ibuprofen in der Stärke 400mg, weil es einfach etwas stärker wirkt als das Paracetamol.
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